Bassim al-Ansar (; * 1970 in Bagdad) ist ein irakischer Dichter und Schriftsteller, der seit 1998 in Dänemark lebt. Er wurde 2009/2010 auf die Beirut39-Liste der vielversprechendsten jungen Autorinnen und Autoren der arabischen Literatur aufgenommen.

Leben Al-Ansar wurde 1970 in Bagdad geboren und schloss ein Bachelorstudium der Betriebswirtschaftslehre an der al-Mustansiriyya-Universität ab. Seit 1998 lebt er in Dänemark. In einem Interview bezeichnete er sich einmal als „humanistischen“ Dichter und lehnte nationale Etikettierungen seines Werks ab. Ein Porträt stellt ihn und Rahman al-Najar als Autoren der irakischen Diaspora vor, welche „das Beste aus beiden Kulturen“ aufnähmen.

Wirken Seine ersten Veröffentlichungen stammen aus den frühen 1990er-Jahren; 1997 erschien das Versdrama Rajul al-Ṣafṣāf (‚Der Mann der Weiden‘). Im Jahr 2003 veröffentlichte er den Erzählband Naḥyā wa-yamūtu al-waṭan (‚Wir leben und das Vaterland stirbt‘). Es folgte 2007 der Gedichtband Tarānīm Ibn Ādam (‚Hymnen des Menschensohnes‘) bei Dār al-Takwīn. Gedichte von al-Ansar erschienen (auch in englischer Übersetzung) im Magazin Banipal. Als Beirut39-gelisteter Autor ist er in der von Bloomsbury herausgegebenen Anthologie Beirut 39: New Writing from the Arab World (2010) vertreten. International trat er 2013 als Visiting Artist in Residence am 18th Street Arts Center in Santa Monica auf.

Einzelnachweise

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