Der 7. Weltcup der Biathlonsaison 2025/26 fand im finnischen Kontiolahti statt. Die Wettkämpfe wurden vom 2. bis 8. März 2026 im Biathlonstadion Kontiolahti ausgetragen.
Wettkampfprogramm +7. Weltcup in Kontiolahti Datum Männer Frauen Do, 05.03.26 17:05 Uhr Einzel (15 km) Fr, 06.03.26 17:10 Uhr Einzel (20 km) Sa, 07.03.26 15:40 Uhr Staffel (4 × 7,5 km) 13:40 Uhr Massenstart (12,5 km) So, 08.03.26 16:55 Uhr Massenstart (15 km) 13:30 Uhr Staffel (4 × 6 km)
Teilnehmende Nationen und Athleten Wenn Klammern um die Zahl der Athleten stehen, hat dies zur Bedeutung, dass vom entsprechenden Verband mehr Athleten für das Weltcupwochenende nominiert worden waren, als Startplätze in den Einzelrennen für die Nation zur Verfügung standen.
Nation Anzahl Athlet Athletin Europa (22 Nationen) 4+4 Florent Claude, Thierry Langer, Marek Mackels, Julien Petitjacques Eve Bouvard, Maya Cloetens, Rieke de Maeyer, Lotte Lie 4+4 Wladimir Iliew, Wassil Saschew, Anton Sinapow, Konstantin Wassilew Raja Adschamowa, Lora Christowa, Walentina Dimitrowa, Marija Sdrawkowa 5+5 Lucas Fratzscher, Philipp Horn, Philipp Nawrath, Leonhard Pfund, David Zobel Marlene Fichtner, Selina Grotian, Janina Hettich-Walz, Julia Tannheimer, Vanessa Voigt 4+4 Mark-Markos Kehva, Kristo Siimer, Mehis Udam, Rene Zahkna Regina Ermits, Susan Külm, Johanna Talihärm, Tuuli Tomingas 5+5 Tuomas Harjula, Arttu Heikkinen, Olli Hiidensalo, Otto Invenius, Tero Seppälä Inka Hämäläinen, Noora Kaisa Keränen, Venla Lehtonen, Sonja Leinamo, Suvi Minkkinen 6+6 Émilien Claude, Fabien Claude, Quentin Fillon Maillet, Émilien Jacquelin, Oscar Lombardot, Éric Perrot Camille Bened, Justine Braisaz-Bouchet, Sophie Chauveau, Lou Jeanmonnot, Océane Michelon, Julia Simon 1 Konstantina Charalampidou 4+5 Patrick Braunhofer, Lukas Hofer, Christoph Pircher, Nicola Romanin Hannah Auchentaller, Michela Carrara, Rebecca Passler, Martina Trabucchi, Lisa Vittozzi (4)+(4) Renārs Birkentāls, Edgars Mise, Aleksandrs Patrijuks, Andrejs Rastorgujevs Baiba Bendika, Sandra Buliņa, Sanita Buliņa, Annija Sabule (4)+3 Nikita Čigak, Karol Dombrovski, Maksim Fomin, Vytautas Strolia Natalija Kočergina, Judita Traubaitė, Lidija Žurauskaitė 3+2 Pawel Magasejew, Maxim Makarow, Michail Ussow Aljona Makarowa, Alina Stremous 6+6 Johan-Olav Botn, Vetle Sjåstad Christiansen, Johannes Dale-Skjevdal, Isak Leknes Frey, Sturla Holm Lægreid, Martin Uldal Juni Arnekleiv, Marthe Kråkstad Johansen, Maren Kirkeeide, Karoline Offigstad Knotten, Siri Skar, Ingrid Landmark Tandrevold 5+5 Simon Eder, Lukas Haslinger, Patrick Jakob, Fabian Müllauer, Dominic Unterweger Anna Andexer, Anna Gandler, Lisa Hauser, Lea Rothschopf, Tamara Steiner 4+4 Konrad Badacz, Jan Guńka, Fabian Suchodolski, Marcin Zawół Joanna Jakieła, Anna Mąka, Natalia Sidorowicz, Kamila Żuk 4+2 George Buta, George Colțea, Cornel Puchianu, Dmitri Schamajew Andreea Mezdrea, Anastassija Tolmatschowa 6+6 Viktor Brandt, Jesper Nelin, Martin Ponsiluoma, Sebastian Samuelsson, Henning Sjökvist, Malte Stefansson Linn Gestblom, Ella Halvarsson, Anna-Karin Heijdenberg, Anna Magnusson, Elvira Öberg, Hanna Öberg 5+5 Joscha Burkhalter, Dajan Danuser, Jeremy Finello, Niklas Hartweg, Sebastian Stalder Amy Baserga, Aita Gasparin, Lena Häcki-Groß, Lea Meier, Lydia Mettler (4)+4 Šimon Adamov, Matej Badáň, Jakub Borguľa, Artur Ischakov Paulína Bátovská Fialková, Ema Kapustová, Mária Remeňová, Zuzana Remeňová 5+4 Miha Dovžan, Jakov Fak, Lovro Planko, Matic Repnik, Toni Vidmar Polona Klemenčič, Živa Klemenčič, Anamarija Lampič, Lena Repinc 5+4 Petr Hák, Vítězslav Hornig, Mikuláš Karlík, Michal Krčmář, Tomáš Mikyska Lucie Charvátová, Jessica Jislová, Tereza Vinklárková, Tereza Voborníková 5+5 Bohdan Borkowskyj, Witalij Mandsyn, Dmytro Pidrutschnyj, Artem Tyschtschenko, Bohdan Zymbal Chrystyna Dmytrenko, Julija Dschyma, Olena Horodna, Anastassija Merkuschyna, Daryna Tschalyk (4)+1 Graham Benson, Matthew Chronicle, Jacques Jefferies, Marcus Bolin Webb Shawna Pendry Amerika (2 Nationen) 1+4 Adam Runnalls Nadia Moser, Pascale Paradis, Benita Peiffer, Shilo Rousseau 4+(4) Sean Doherty, Maxime Germain, Paul Schommer, Campbell Wright Luci Anderson, Margie Freed, Deedra Irwin, Chloe Levins Asien (2 Nationen) 2 Kiyomasa Ojima, Masaharu Yamamoto (4)+(4) Ässet Düissenow, Wladislaw Kirejew, Wadim Kurales, Alexander Muchin Milana Genewa, Laura Kinybajewa, Darja Klimina, Aischa Rakischewa 1 Jekaterina Awwakumowa Sonstige (1 Nation) Biathlon Refugee Team 1 Daryja Dalidawitsch
Ausgangslage Da die Olympischen Spiele nicht zum Weltcup gezählt hatten, gingen wie schon beim letzten Weltcupwochenende in Nové Město na Moravě Éric Perrot – der die Führung von Tommaso Giacomel übernommen hatte – und Lou Jeanmonnot an den Start. Giacomel hatte den Massenstart der Olympischen Spiele während des Rennens gesundheitsbedingt aufgeben müssen, sich infolgedessen einer Herzoperation unterziehen und die Saison vorzeitig beenden, womit er keine Chance auf den Gewinn des Gesamtweltcups hatte. Ebenfalls nicht mehr an den Start gingen Dorothea Wierer und Franziska Preuß, die beide mit Ende des Saisonhöhepunktes ihre Karriere beendet hatten, sowie Markéta Davidová, die weiterhin an den Folgen eines Bandscheibenvorfalls litt.
Im Vergleich zu den Olympischen Spielen hatte es bei den stärksten Mannschaften wenige Veränderungen hinsichtlich der aufgebotenen Athleten gegeben. Norwegen hatte zusätzlich Siri Skar nominiert, für Frankreich war Sophie Chauveau anstelle Jeanne Richards zurück. Justus Strelow musste aufgrund eines gebrochenen Fingers pausieren, womit in Kontiolahti für den DSV ein verkleinertes Team von zehn Athleten an den Start ging. Leo Pfund und Marlene Fichtner verblieben im Vergleich zum Weltcup von Nové Město im Aufgebot. Österreich hatte zusätzlich zu den Olympiastartern Lukas Haslinger, die Schweiz Dajan Danuser nominiert. Für die italienische Mannschaft bekam Martina Trabucchi ihren ersten Weltcupstart der Saison, den ausgefallenen Tommaso Giacomel ersetzte Christoph Pircher. Rebecca Passler hatte gegen ihren kurz vor den Olympischen Spielen aufgetretenen Dopingbefund erfolgreich geklagt, womit sie ebenfalls startberechtigt war.
Ergebnisse 5. März 2026 (Do.) Einzel (15 km) 6. März 2026 (Fr.) Einzel (20 km) 7. März 2026 (Sa.) Massenstart (12,5 km) 7. März 2026 (Sa.) Staffel (4 × 7,5 km) 8. März 2026 (So.) Staffel (4 × 6 km) 8. März 2026 (So.) Massenstart (15 km)
Verlauf Einzel Frauen Start: Donnerstag, 5. März 2026, 17:05 Uhr
Platz Sportler Zeit Schießfehler 1 41:46,4 min 0+0+0+0 2 +41,3 0+0+0+1 3 +45,0 0+0+1+0 4 +47,8 0+0+0+0 5 +1:25,9 0+0+0+0 6 +1:50,4 0+0+1+0 7 +1:50,5 0+1+0+0 8 +2:03,1 0+0+0+1 9 +2:22,8 0+0+0+2 10 +2:29,8 0+1+0+1 11 +2:41,7 0+1+0+0 14 +2:52,8 1+0+0+0 19 +3:31,0 0+0+0+1 20 +3:31,9 1+1+0+1 25 +3:56,6 2+1+0+0 27 +4:09,8 1+2+0+0 28 +4:13,9 1+1+1+1 33 +4:22,6 1+1+0+0 40 +4:51,0 1+0+1+1 43 +4:57,2 0+0+1+1 44 +5:04,1 1+2+1+0 52 +5:28,8 0+2+0+1 55 +5:37,3 0+0+1+2 60 +5:48,0 1+0+2+0 64 +6:03,8 1+1+1+1 67 +6:13,1 0+2+1+1 71 +6:32,2 0+0+0+1 72 +6:35,5 0+2+0+1 76 +6:59,0 1+0+2+0 87 +9:02,0 2+3+0+1
Gemeldet und am Start: 96
Zum ersten Mal in ihrer Karriere siegte Elvira Öberg in einem Einzel, wonach es ihr gelungen ist, in jeder Individualdisziplin mindestens ein Rennen zu gewinnen. Mit fehlerfreiem Schießen verwies sie ihre Schwester Hanna sowie Paulína Bátovská Fialková, die kurz vor Beginn der Wettkämpfe in Kontiolahti ihr baldiges Karriereende bekannt gegeben hatte, auf die weiteren Podestplätze. Bátovská Fialková zeigte die schnellste Kurszeit des Feldes und absolvierte ihre Schlussrunde gemeinsam mit der eine Minute vor ihr gestarteten Tereza Voborníková, die knapp hinter ihr die Ziellinie überquerte und Rang vier belegte. Marlene Fichtner war eine von fünf am Schießstand fehlerlosen Athletinnen und realisierte mit dem fünften Platz ihre mit Abstand beste Karriereplatzierung, Lea Meier stellte ihre ein und verpasste dabei nur knapp einen Platz unter den besten Sechs. Die Bronzemedaillengewinnerin der Olympischen Spiele Lora Christowa erreichte mit ihrem achten Rang das beste Ergebnis im regulären Weltcup, weitere persönliche Bestleistungen gab es durch Judita Traubaitė (15.) und Ema Kapustová (16.), die beide am Schießstand fehlerfrei blieben. Lou Jeanmonnot belegte lediglich Platz 35 und entschied damit nur äußerst knapp die Disziplinwertung für sich, Details siehe hier.
Männer Start: Freitag, 6. März 2026, 17:10 Uhr
Platz Sportler Zeit Schießfehler 1 44:55,7 min 0+0+0+0 2 +29,9 0+0+0+0 3 +47,9 0+0+0+0 4 +1:18,1 0+0+0+0 5 +2:19,6 0+1+0+1 6 +2:20,1 0+1+0+0 7 +2:22,3 0+0+0+0 8 +2:23,4 0+2+0+0 9 +3:03,8 0+0+1+1 10 +3:11,9 1+1+0+0 18 +4:05,8 1+0+0+0 20 +4:11,0 0+0+1+0 26 +4:50,4 1+1+0+1 27 +4:58,0 0+0+1+1 29 +5:06,6 0+3+0+0 31 +5:12,0 1+0+0+1 32 +5:12,2 0+0+2+2 34 +5:19,6 1+0+1+0 35 +5:20,8 1+0+0+1 43 +5:53,4 1+2+1+1 46 +6:06,3 1+2+0+1 50 +6:23,9 2+1+1+0 54 +6:37,1 1+0+1+0 56 +6:38,7 0+2+1+0 59 +6:59,5 0+1+2+1 70 +8:19,6 2+0+2+1 85 +9:32,1 0+2+4+0 88 +9:52,5 1+2+2+1 96 +11:31,0 1+1+0+3
Gemeldet: 98 Nicht am Start:
Bei sehr guten Bedingungen blieben sechs Athleten am Schießstand fehlerfrei, worunter auch die Top-Vier im Gesamtklassement zählten. Es siegte Perrot vor Lægreid und Christiansen, Lukas Hofer erreichte mit Rang vier seine zweitbeste Karriereplatzierung. Recht überraschend erreichten die routinierten Athleten Jakov Fak und Andrejs Rastorgujevs eine Top-10-Platzierung, direkt dahinter folgte mit Tuomas Harjula auch der erste Finne. Zum persönlich besten Weltcupergebnis liefen Dmitri Schamajew (14.) und Nicola Romanin (27.), schnellster Athlet in der Loipe war der fünftplatzierte Philipp Nawrath.
Massenstart Frauen Start: Samstag, 7. März 2026, 13:40 Uhr
Platz Sportler Zeit Schießfehler 1 34:40,0 min 1+0+0+0 2 +5,6 0+0+1+1 3 +8,9 0+1+0+0 4 +14,9 1+0+0+0 5 +15,2 0+1+1+0 6 +15,8 1+0+1+1 7 +21,5 0+1+0+0 8 +24,5 1+0+1+1 9 +24,7 0+1+0+0 10 +25,1 0+1+1+1 11 +27,2 1+0+0+0 12 +30,6 0+2+0+0 14 +35,2 0+1+0+0 15 +43,3 0+1+1+1 17 +45,2 0+1+2+0 19 +52,6 0+0+3+0 17 +1:51,8 0+0+1+3
Gemeldet: 30 Nicht am Start: , , , Nachgerückt: , , ,
Mit drei fehlerfreien und schnellen Schießeinlagen sorgte Julia Simon für ihren zweiten Massenstartsieg der Saison, dahinter klassierten sich mit Elvira Öberg und Anna Magnusson zwei Schwedinnen. Eine erneut starke Leistung zeigten Marlene Fichtner, die ihre persönliche Bestplatzierung aus dem Einzel noch ein weiteres Mal unterbieten konnte, sowie Tereza Voborníková und Paulína Bátovská Fialková. Ebenfalls zur persönlichen Bestleistung lief die elftplatzierte Martina Trabucchi, die schnellste Kurszeit lieferte Bátovská Fialková.
Männer Start: Sonntag, 8. März 2026, 16:55 Uhr
Platz Sportler Zeit Schießfehler 1 34:39,7 min 0+0+0+0 2 +16,5 0+0+0+1 3 +24,1 0+0+1+0 4 +28,4 0+1+1+0 5 +32,0 1+1+0+0 6 +36,4 0+1+0+0 7 +37,5 0+0+1+0 8 +41,9 0+0+0+1 9 +50,2 0+0+2+0 10 +52,1 0+1+1+0 17 +1:20,9 0+1+1+1 22 +2:07,6 1+0+0+0 25 +2:52,3 0+1+1+0 26 +2:54,3 1+0+2+1 29 +5:27,7 1+1+1+1
Gemeldet: 30 Nicht am Start: , Nachgerückt: ,
Wie schon im Einzel schlossen Éric Perrot, Vetle Sjåstad Christiansen und Sturla Holm Lægreid das Rennen auf den ersten drei Plätzen ab, Lægreid blieb allerdings als einziger der drei am Schießstand fehlerfrei und sicherte sich den Sieg. Der viertplatzierte Johan-Olav Botn war mit Abstand schnellster Athlet in der Loipe, Andrejs Rastorgujevs lief auf Rang acht und damit zu seinem besten Saisonergebnis. Neben Lægreid blieb Vítězslav Hornig (Rang 16) ohne Fehlschuss.
Staffel Männer Start: Samstag, 7. März 2026, 15:40 Uhr