mini|Kirche St. Gertrud in Alsleben (Saale) Die evangelische Kirche St. Gertrud ist eine im Kern romanische, barock überformte Saalkirche in der Stadt Alsleben (Saale) in der Verbandsgemeinde Saale-Wipper im Salzlandkreis in Sachsen-Anhalt. Sie gehört zum Pfarrbereich Könnern im Kirchenkreis Halle-Saalkreis der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.
Namensgeberin der Kirche ist Gertrud von Nivelles.
Geschichte und Architektur Die Kirche ist ein auf einer Anhöhe im Zentrum des alten Dorfes gelegener, im Kern romanischer, barock überformter Bruchsteinbau auf kreuzförmigem Grundriss mit dreiseitigem Ostschluss. An der Südseite ist die Sakristei, im Westen ein Querturm mit steilem Walmdach angebaut. Im Jahr 1867 wurde das Schiff verändert, wobei schlanke Maßwerkfenster eingebaut und der Chor erneuert wurden. Der Turm wurde um das Jahr 1890 erhöht. Der Chor, die seitlichen Sakristeianbauten und die Strebepfeiler wurden in Ziegelmauerwerk erbaut. Das Westportal und das Sakristeiportal sind mit aufgeputzten Gewänden und Türen des 19. Jahrhunderts versehen.
Im Langhaus und im Querschiff ist ein hölzernes Tonnengewölbe, in Chor und Apsis sind gotisierende Gewölbe mit Blattkonsole und offenen Schlusssteinen eingezogen. Das Langhaus ist mit einer Hufeisenempore versehen; in den Kreuzarmen sind zweigeschossige Emporen eingebaut.
Die Kirche steht unter Denkmalschutz und ist als Baudenkmal mit der Erfassungsnummer 094 60038 im Denkmalverzeichnis von Sachsen-Anhalt registriert.
Ausstattung Die Sandsteintaufe aus dem Jahr 1532 ist in die Stufen zum Chor eingefügt und besteht aus einer runden Schale. Der Schaft ist mit Kelchblattornament versehen. In der Turmhalle befindet sich eine Sandsteintaufe von 1602, die ursprünglich in der Kirche St. Cäcilien in Alsleben stand. Unter den Arkaden der oktogonalen Kuppa sind Szenen aus dem Leben Jesu Christi sowie die Evangelistensymbole dargestellt.
Orgel Die Orgel ist ein Werk von August Ferdinand Wäldner aus dem Jahr 1867. Sie hat heute 24 Register auf zwei Manualen und Pedal. Die heutigen Register stammen teilweise aus einem späteren Umbau.Die Orgel der Dorfkirche St. Gertrudis in Alsleben orgel-information.de, abgerufen am 15. Oktober 2025. Die Disposition des rein mechanischen Schleifladen-Instruments lautet:
Hauptwerk Bordun 16′ Principal 8′ Gedackt 8′ Viola di Gambe 8′ Octave 4′ Spitzflöte 4′ Quinte ′ Cornet III (Discant) Mixtur IV Trompete 8′ Oberwerk Rohrflöte 8′ Gemshorn 8′ Viola d’amour 8′ Principal 4′ Gedackt 4′ Waldflöte 2′ Quinte ′ Scharf III Pedal Subbaß 16′ Violonbaß 16′ Principal 8′ Gedacktbaß 8′ Choralbaß 4′
Koppeln: Manualkoppel, Pedalkoppel Nebenregister: Calcant, 3 Sperrventile
Umgebung Auf dem Kirchhof sind noch zahlreiche barocke Figuren- und Inschriftgrabsteine erhalten.
Literatur
Weblinks
St. Johannes und Gertrudis Website der Kirchengemeinde Alsleben (Saale): evang. Dorfkirche St. Gertrud und Johannes (Datenblatt kirchbau.de)
Einzelnachweise
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