miniatur|Das Deutsche Lichtbild, 1933 Das Deutsche Lichtbild. Jahresschau war ein Jahrbuch für moderne Fotografie, das von 1927 bis 1938 und von 1955 bis 1979 erschien.

Geschichte 1927–1938

miniatur|210px|Mädchenporträt, von Suse Byk, 1935 miniatur|210px|Porträt eines indonesischen Tänzers, von Eduard Wasow, 1927

1927 gründete der Fotograf Hans Windisch das Jahrbuch Das Deutsche Lichtbild im Verlag von Bruno Schultz in Berlin. Es sollte die wichtigsten Fotografien eines Jahres und einige Textbeiträge enthalten. Der Grafiker László Moholy-Nagy schuf das Titel-Signet. Der Reichskunstwart Edwin Redslob lobte die erste Ausgabe enthusiastisch.

1930 hieß es in der Ausgabe

In den Ausgaben waren Fotografien von Yva (1927–1932), Franz Grainer (1927, 1928), Arthur Benda (1927), Erich Angenendt (1927, 1928), Eduard Wasow (1927, 1928), Robert Petschow (1927, 1928), Erna Lendvai-Dircksen (1927, 1928), Wanda von Debschitz-Kunowski (1928, 1932), Minya Dührkoop (1928), Hugo Erfurth (1928), Hajek-Halke (1928), Käthe Hecht (1928), Rudolf Koppitz (1928), Albert Renger-Patzsch (1928), Bruno Schultz (1928), Hans Windisch (1928), Steffi Brandl (1930–1933), Max Glauer, Max Baur (1930), Hannes Maria Flach (1930), Karl Blossfeldt, Heinrich Kühn (dem die Ausgabe 1930 gewidmet war), Hein Gorny (1932–1935), Grete Back (1933, 1935, 1938), Siegfried Lauterwasser (1935), Suse Byk (1935), Karl Theodor Gremmler (1937) und weiteren Berufs- und Laienfotografen enthalten, sowie Texte von László Moholy-Nagy (1927), Franz Werfel, Raoul Hausmann, Kurt Tucholsky (als Peter Panther, 1930) und weitere Autoren.

Ab 1933 wurde die Ausrichtung nationalsozialistischer, 1934 verfasste Adolf Hitler das Einleitungswort und erhielt auch ein persönlich signiertes Exemplar vom Verleger Bruno Schultz. „Adolf Hitler, dem Führer, das Schlusswort hier in grenzenloser Liebe! Bruno Schultz, Herausgeber und Verleger (SS/M23) 2. August 1934.“ in TR1. D37 Third Reich Coll.Set 3. Library of Congress. 1935 war das NSDAP-Mitglied Heinrich Freytag der Herausgeber. 1938 erschien der vorerst letzte Jahrgang. (Bruno Schultz gab in den folgenden Jahren unter anderem die Zeitschrift Das deutsche Aktwerk heraus.)

1955–1979 1955 begründete der Fotograf Wolf Strache in seinem Stuttgarter Verlag das Jahrbuch Das Deutsche Lichtbild wieder neu, in der ersten Ausgabe verfasste auch der vorherige Herausgeber Hermann Freytag einen Beitrag. Viele Beteiligten in dieser Zeit waren ehemalige Kriegsberichterstatter.

Seit etwa 1958 war Otto Schreiter Mitherausgeber.

Es wurden in diesen Jahren Fotografien von Erich Stenger (1955), Bernd Lohse (1955), Kyra Stromberg, Kurt Szafranski (1956), Walter Boje (1956), Regina Relang (1956), Fritz Brill (1958), Barbara Niggl Radloff (um 1960), Wilfried Täubner (1974), Walter E. Lautenbacher (1975) und weiteren Fotografen abgedruckt.

1979 erschien der letzte Band.

Bedeutung Besonders die ersten Ausgaben von 1927 bis etwa 1933 hatten ein hohes künstlerisches und technisches Niveau, sie bildeten verschiedene Richtungen der zeitgenössischen Fotografie ab und waren auch stilbildend. Das Jahrbuch Das Deutsche Lichtbild trug mit dazu bei, dass die moderne Fotografie als ein Teil der zeitgenössischen Kunst akzeptiert wurde.Das Deutsche Lichtbild Schluh, mit einigen Bedeutungen dieses Jahrbuches, verfasst wahrscheinlich von Wolf Strache

Weblinks

Das Deutsche Lichtbild PhotoLit, mit bibliographischen Angaben

Einzelnachweise

Kategorie:Deutschsprachiges Jahrbuch Kategorie:Ersterscheinen 1927 Kategorie:Erscheinen eingestellt 1979 Kategorie:Geschichte der Fotografie (Deutschland) Kategorie:Fotografiezeitschrift (Deutschland)