Zainab Alwi Baharoon (* in Sansibar) ist eine tansanische Schriftstellerin aus Sansibar. Sie wurde mit ihrem Romandebüt Mungu Hakopeshwi bekannt, mit dem sie 2018 den Belletristikpreis des Mabati-Cornell Kiswahili Prize for African Literature gewann.

Leben Baharoon wurde in der Steinernen Stadt von Sansibar geboren. Sie schreibt auf Swahili und trat mit ihrem Debütroman Mungu Hakopeshwi literarisch hervor. Sie gibt an, dass der Erfolg des Romans ihr Leben grundlegend verändert habe.

Wirken Mungu Hakopeshwi erzählt von einer Familie in Unguja und befasst sich mit den Konflikten rund um den jähzornigen Vater Ahmed, dessen verborgene Vergangenheit die Gegenwart überschattet. Die Jury des Mabati-Cornell-Preises hob die meisterhafte Verwendung des Standard-Unguja-Swahili und die stilistische Leichtigkeit hervor. Fachliche Analysen lesen den Roman als Beitrag zu Debatten über Geschlechtergerechtigkeit in der Swahili-Gesellschaft, besonders zu den ethischen Leitbegriffen utu (Menschlichkeit) und heshima (Ehre, Respekt). Für Mungu Hakopeshwi erhielt Baharoon 2018 den Belletristikpreis (5.000 US-Dollar) des Mabati-Cornell Kiswahili Prize; die Verleihung fand am Anfang in Daressalam statt. Der Preis richtet sich an unveröffentlichte Manuskripte oder an Werke, die höchstens zwei Jahre vor dem Auszeichnungsjahr erschienen sind, und fördert das Schreiben in afrikanischen Sprachen. Die Gewinnerinnen und Gewinner 2018 wurden zusätzlich auf der offiziellen Swahili-Seite der Cornell University bekanntgegeben.

Einzelnachweise

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