Hamdy el Gazzar (; * 1. Oktober 1970 in Gizeh) ist ein ägyptischer Schriftsteller, dessen Debütroman Sihr aswad (‚Schwarze Magie‘) im Jahr 2006 mit dem Sawiris Foundation Prize ausgezeichnet wurde. Er zählt zu den 39 Autorinnen und Autoren, die für das Förderprojekt Beirut39 ausgewählt wurden. Neben Romanen schrieb er auch Kurzgeschichten, Theaterstücke und Drehbücher.

Leben El Gazzar wurde 1970 in Gizeh geboren und studierte Philosophie an der Universität Kairo; seit den 1990er-Jahren veröffentlicht er literarische Arbeiten und inszenierte auch drei kurze Theaterstücke.

Wirken Sihr aswad (‚Schwarze Magie‘) erhielt im Jahr 2006 den Sawiris Foundation Prize und verhalf el Gazzar zum Durchbruch in der ägyptischen Gegenwartsliteratur. Die Kritik beschrieb den Roman als dichtes, formal ambitioniertes Stadt- und Gesellschaftspanorama über Macht, Begehren und Kontrolle. Sein zweiter Roman Ladhdhāt sirrīya (‚Geheime Lüste‘) erschien 2008 in Kairo. 2013 veröffentlichte die AUC Press die englische Übersetzung als Private Pleasures. 2014 folgte der Roman al-Harīm (‚Der Harem‘), den ägyptische Feuilletons als Frauen- und Milieuroman verorteten. Im selben Jahr erschien sein prosalyrisches Projekt Kitāb as-sutūr al-arbaʿa (‚Das Buch der vier Zeilen‘) vollständig in Buchform. El Gazzar wurde zudem im Rahmen des Projekts Beirut39 als einer der wichtigsten jüngeren Autorinnen und Autoren der arabischen Welt gewürdigt. Er betonte die ästhetische wie gesellschaftliche Dimension seines Schreibens und die Bedeutung weiblicher Figuren für dramatische Konflikte. Zu seinen jüngeren Arbeiten zählt der Roman al-ʿArūs (‚Die Braut‘), der 2023 bei Diwan in Kairo erschienen ist.

Einzelnachweise

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