mini|Die Richtfunkstation hier noch mit den grossen Parabolantennen (13. Oktober 2007) mini|Die Station im Februar 2026 mini|Arbeiten im Jahr 1981 Die Richtfunkstation Jungfraujoch (auch: Richtstrahlstation Jungfraujoch oder Richtstrahlstation Ostgrat) ist eine ehemalige Richtfunkstelle der Swisscom, die im Zeitraum von 1954 bis 2011 als Funkrelaisstation in den Schweizer Alpen betrieben wurde.
Lage Standort war das Jungfraujoch am Ostgrat der Jungfrau, einem Berg in den Schweizer Alpen. Sie stand auf einer Höhe von 3705 m ü. M. im Kanton Bern unmittelbar an der Grenze zum Kanton Wallis und war damit die höchstgelegene Relaisstation in Europa.
Betrieb Die Station nahm im Jahr 1954 den Betrieb auf und bildete ab dem 28. Mai 1954 ein wichtiges Verbindungsglied von Nord- nach Südeuropa in der neuen „europäischen Fernsehachse Hamburg–Rom“. Zu den ersten Fernsehsendungen, die mit ihrer Hilfe international übertragen wurden, gehörten die Eurovisions-Sendungen sowie die Übertragungen der Fussball-Weltmeisterschaft 1954. Erstmals gab es somit europaweite Liveübertragungen von Fernsehbildern aus der Schweiz nach Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Italien, die Niederlande und ins Vereinigte Königreich.
Nach mehr als einem halben Jahrhundert Betrieb legte die Swisscom die Anlage im Jahr 2011 still. Im darauffolgenden Jahr wurden die grossen Parabolantennen abmontiert (siehe auch: Luftaufnahme von 1963 unter Weblinks).
Seit 2014 gibt es hier einen Laborraum, der vor allem für Klima- und Umweltmessungen genutzt wird. Dieser ist über die Jungfraubahn von deren Bergstation durch einen Tunnel sowie eine Standseilbahn zu erreichen.
Weblinks
Luftaufnahme der Station (1963).
Einzelnachweise
Kategorie:Jungfrau (Berg) Jungfraujoch Kategorie:Historische Sendeanlage Kategorie:Umgenutztes Bauwerk im Kanton Bern Kategorie:Sendeanlage in der Schweiz Kategorie:Erbaut in den 1950er Jahren Kategorie:Stillgelegte Anlage Kategorie:Bauwerk in Lauterbrunnen