Karlheinz Rebel (* 13. April 1923 in Boxberg/Baden; † 12. Oktober 2017)Holger Hammerich: Nachruf auf Karlheinz Rebel. In: Comenius-Institut (CI-Info, Ausgabe 1/2018), S. 10 (abgerufen am 13.10.2025). war ein deutscher Pädagoge und Hochschullehrer.Karlheinz Rebel. In: Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender Online (abgerufen am 13. Oktober 2025).
Leben und Wirken Karlheinz Rebel, Sohn von Helene Rebel, geborener Kreuzer, und des Gendarmerie-Oberleutnants a. D. Karl Rebel, studierte nach seiner 1941 erfolgten Reifeprüfung und dem Militärdienst im Zweiten Weltkrieg von 1945 bis 1949 Germanistik, Geschichte und Anglistik an der Universität Heidelberg und trat nach den beiden Staatsexamen 1949 bzw. 1951 (Pädagogik) zunächst von 1950 bis 1965 in den Schuldienst als Gymnasiallehrer einer Internatsschule. Von 1965 bis 1966 versah er Lehraufträge an der Universität Hamburg und der Freien Universität Berlin. 1966 wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter am neu gegründeten Deutschen Institut für Fernstudienforschung (DIFF) in Tübingen,Aus Politik und Zeitgeschichte. Jahrgang 1969, Heft 11 vom 5. März 1969 (Autorenverzeichnis: Karlheinz Rebel, abgerufen am 13. Oktober 2025). dessen stellvertretender Direktor er 1971 wurde. 1979 ernannte ihn die Eberhard Karls Universität Tübingen zum Honorarprofessor für Erziehungswissenschaft, nachdem er 1975 an dieser Universität bei Andreas Flitner nach einem Zweitstudium der Erziehungswissenschaft zum Dr. rer. soc. promoviert worden war.Eigener Lebenslauf in der Dissertation an der Universität Tübingen 1975. 1980 übernahm er am Deutschen Institut für Fernstudien an der Universität Tübingen das Amt des geschäftsführenden Direktors, 1985 wurde er Direktor und 1988 trat er in den Ruhestand.
In seinen Veröffentlichungen beschäftigte sich Rebel vor allem mit Fragen der modernen Schulpädagogik, der Didaktik, Lehrerbildung und dem Fernstudium.
Für seine Verdienste im Fach Erziehungswissenschaft wurde ihm 1988 das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.
Karlheinz Rebel war katholisch, ab 1952 verheiratet mit Marta Rebel, geborener Schneider, lebte in Rottenburg am Neckar und hatte eine Tochter (Almud).
Veröffentlichungen (Auswahl)
(Hrsg.): Texte zur Schulreform. Theorie der Bildung, Organisation der Schule, Ausbildung der Lehrer (= Pädagogische Provokationen. Babd 1). Beltz, Weinheim 1966. (Bearb.): Zwang, Autorität, Freiheit in der Erziehung. Texte zum Autoritätsproblem (= Kleine pädagogische Texte. Band 41). Beltz, Weinheim 1967. (Hrsg., mit Robert Ulshöfer): Gymnasium und Sozialwissenschaften. Wege zur Demokratisierung der Schule. Quelle & Meyer, Heidelberg 1968. (Bearb.): Individualisierte Lernprozesse – Korrespondenzstudium und Lehrerausbildung in den USA. Zwei Bände (= Tübinger Beiträge zum Fernstudium. Band 2,1 und 2,2). Beltz, Weinheim 1969/1971. Studien zur Didaktik und zu Medienproblemen des Fernstudiums. Zugleich ein Beitrag zur Lehrerbildung durch Fernstudium (= Studien und Berichte zum Fernstudium im Medienverbund. Band 8). Deutsches Institut für Fernstudien an der Universität Tübingen, Tübingen 1975; zugleich Dissertation Universität Tübingen 1975. Erziehung in der Familie. Das Begleitbuch zur Fernsehserie „Montagskinder“ des Südwestfunks in sechs Sendungen für die Einzel- und Gruppenarbeit. Beltz, Weinheim 1995, ISBN 3-407-85712-8. Lernkompetenz entwickeln – modular und selbstgesteuert. Schroedel, Braunschweig 2008, ISBN 978-3-507-71211-9. Heterogenität als Chance nutzen zu lernen. Klinkhardt, Bad Heilbrunn 2011, ISBN 978-3-7815-1722-6. Außerdem zahlreiche Aufsätze in Fachzeitschriften und Sammelbänden.
Literatur Rebel, Karlheinz. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 983.
Weblinks
Literatur von und über Karlheinz Rebel im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek.
Einzelnachweise
Kategorie:Erziehungswissenschaftler Kategorie:Hochschullehrer (Eberhard Karls Universität Tübingen) Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1923 Kategorie:Gestorben 2017 Kategorie:Mann