mini|Grabmal für Friedrich Carl von Drechsel auf dem Friedhof der Gartenkirche in Hannover Friedrich Karl von Drechsel (* 12. August 1740 in Battenberg (Hessen-Darmstadt); † 12. Januar 1827 in Hannover) war hannoverischer General der Infanterie und zuletzt Stadtkommandant von Hannover. Leben Er ging in kurhannoverische Dienste, kam 1757 als Fähnrich in die Fußgarde und kämpfte im Siebenjährigen Krieg. 1759 kämpfte er bei Minden. Im Jahr 1760 wurde er Leutnant, 1761 kämpfte er bei Vellinghausen und 1762 bei Wilhelmsthal.

Nach dem Krieg wurde er 1772 zum Kapitän-Lieutenant und am 12. November 1773 zum Kapitän (Hauptmann) ernannt. Am 21. Juni 1789 wurde er Major und in das 4. Infanterie-Regiment versetzt. Dort wurde er am 20. November 1793 Oberstleutnant. Als solcher nahm er am Ersten Koalitionskrieg teil. Dabei geriet er am 10. Januar 1795 bei Elst an der Waal in Gefangenschaft.Geschichte der Königlich Hannoverschen Armee, Band 4, S. 560 Am 1. August 1797 wurde er zum Oberst gefördert und am 18. August 1799 zum Chef des 14. Infanterie-Regiments (ab 1802 Nr. 12Geschichte der Königlich Hannoverschen Armee, Band 4, S. 84) ernannt. Er wurde am 5. Dezember 1800 zum Generalmajor ernannt. Aber 1803 wurde das Kurfürstentum Hannover vom napoleonischen Frankreich besetzt und mit der Konvention von Artlenburg kam es zur Auflösung der hannoverschen Armee. Drechsel gehörte zu den 247 Offizieren, die diese Konvention unterzeichneten. Er ging zunächst in Pension, wechselte aber wie viele seiner Kameraden in britische Dienste zur King’s German Legion, dort wurde er am 21. Januar 1806 als kommandierender Oberst des 7. Linien Bataillon KGL übernommen. Im Jahr 1807 kommandierte er das auf Rügen gelandete Korps. Am 4. Juni 1811 wurde er zum Generalleutnant und 1815 zum General der Infanterie ernannt.

Er kehrte 1816 nach Hannover zurück. Dort erhielt er bereits 1815 das Großkreuz des Guelphen-OrdensHorn, Der Guelfenorden des Königreiches Hannover, S. 192 und wurde zum Kommandanten von Hannover ernannt.Königlich Großbritannisch Hannoverscher Staats-Kalender, 1821, S. 247 Er starb hier 1827 und wurde am dem Gartenfriedhof beigesetzt.Janet Bromley, David Bromley, Wellington’s Men Remembered, Volume 2, S. 1969

Literatur North Ludlow Beamish, Geschichte der koeniglich deutschen Legion, Teil 2, S. 106 Nr. 645 Militär-Wochenblatt: Beihefte, S. 288 Nr. 271 Neuer Nekrolog der Deutschen, 1829, Teil 2, S. 1081 f. Nr. 414 H. Dehnel, Erinnerungen deutscher Officiere in britischen Diensten aus den Kriegsjahren 1805 bis 1816, S. 10 FN3 Bernhard von Poten, Die Generale der Königlich Hannoverschen Armee und ihrer Stammtruppen in Militär-Wochenblatt: Beihefte, 1902, S. 288 Nr. 271 Bernhard von Linsingen-Gestorff, Aus Hannovers militärischer Vergangenheit, S. 482

Einzelnachweise

Kategorie:Großkreuz des Guelphen-Ordens Kategorie:General der Infanterie (Hannover) Kategorie:Angehöriger der King’s German Legion Kategorie:Person in den Koalitionskriegen (Hannover) Kategorie:Person in den Koalitionskriegen (Vereinigtes Königreich) Kategorie:Adliger Kategorie:Geboren 1740 Kategorie:Gestorben 1827 Kategorie:Mann