Ernst Gold (* 12. Juli 1891 in Wien/Österreich; † 11. Januar 1967 in New York City/USA) war ein österreichisch-US-amerikanischer Chirurg, Hochschullehrer und Verfolgter des Naziregimes.
Leben Ernst Bernhard Gold war der Sohn des jüdischen Armenarztes Alexander Gold und der Marie Gold geborene Wachsmann.Matriken der IKG Wien, Geburtsbuch 1891, Gold Ernst Bernhard Der Vater stammte aus Pápa in Ungarn. Ernst Gold legte 1909 die Matura am Staatsrealgymnasium in Wien 3 ab, im Jahr 1910 absolvierte er die Ergänzungsmatura für Realschulabsolventen.Walter Mentzel (6. Oktober 2025): Gold, Ernst Bernhard – Chirurg und Primararzt am Krankenhaus Wieden in Wien, NS-Verfolgter. Unibibliothek MedUni Wien, abgerufen am 11. Oktober 2025. Er studierte anschließend Medizin an der Universität Wien und promovierte im Dezember 1915.UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 196-0189, Gold Ernst (Rigorosum Datum 17.12.1915). Ab 1919 führte er eine Arztpraxis in Wien 3, Stammgasse 11. Er war zudem Assistenzarzt am Allgemeinen Krankenhaus in Wien bei Anton von Eiselsberg und Egon Ranzi. Gold erhielt hier eine pathologisch-anatomische Ausbildung und beschäftigte sich mit der Unfallchirurgie. Im Jahr 1933 folgte die chirurgische Habilitation zum Thema „Chirurgie der Wirbelsäule“ und Gold wurde Hochschullehrer der Medizinischen Fakultät der Universität Wien. 1935 avancierte er zum Primarius der Chirurgischen Abteilung des Wiedner Krankenhauses in Wien in Nachfolge von Julius Schnitzler. Gold publizierte zahlreich. Nach dem Anschluss Österreichs im Jahr 1938 wurde seine Venia Legendi widerrufen und er wurde von der Universität vertrieben.Universität Wien: Gedenkbuch für die Opfer des Nationalsozialismus: Ernst GoldUnibibliothek MedUni Wien: Vertrieben 1938 Ernst Gold, abgerufen am 11. Oktober 2025. Ihm gelang die Flucht nach England, wo er Mitglied des Royal College of Physicians wurde. 1940 reiste er mit der SS Bayano weiter nach New York City, wo er eine neue Heimat fand.United States Border Crossings from Canada to United States, 1895-1956, Ernest B Gold, 1940. Er arbeitete daselbst am Madison Avenue Hospital. 1947 ehelichte er Bessie Rosenfeld in New York City.
Veröffentlichung Die Chirurgie der Wirbelsäule. Mit 239 teils farbigen Textabbildungen. (= Neue deutsche Chirurgie/54) Stuttgart: Verlag von Ferdinand Enke 1933.
Literatur Ernst Gold. In: Handbuch österreichischer Autorinnen und Autoren jüdischer Herkunft 18. bis 20. Jahrhundert. Hrsg. von der Österreichischen Nationalbibliothek. Band 1: A–I. K.G.Saur, München 2002, S. 429. Walter Mentzel: Gold, Ernst Bernhard – Chirurg und Primararzt am Krankenhaus Wieden in Wien, NS-Verfolgter. 6. Oktober 2025 (ub.meduniwien.ac.at Unibibliothek MedUni Wien). Vertrieben 1938 Ernst Gold (ub.meduniwien.ac.at Unibibliothek MedUni Wien).
Weblinks Universität Wien: Gedenkbuch für die Opfer des Nationalsozialismus: Ernst Gold
Einzelnachweise
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