mini|Westfassade der ehemaligen Ordensburg Seeburg

Die Ordensburg Seeburg war eine Burg aus der Zeit des Deutschen Ordens im heute polnischen Jeziorany in Ostpreußen.

Geschichte Eine hölzerne Burg („Rosgarte inferius Castro“) ist in der Handfeste von 1338 erwähnt. Der Ausbau in Stein erfolgte im Rahmen des von Bischof Johann I. von Meißen (1350–55) angestoßenen ehrgeizigen Burgenbauprogramms im Hochstift Ermland, das auch Ausbau der Burgen Allenstein, Rößel und Heilsberg umfasste. Diese Burganlagen wurden mit einem gemeinsamen Grundkonzept geplant und zeitgleich aufgeführt. Als Vorbild im Ordensland ist die Burg Soldau anzunehmen. Nach dem Chronisten Johannes Plastwich wurde die Burg unter Nachfolger Johann II. Stryprock (1355–1373) weitgehend vollendet. Nach einem durch Blitzschlag verursachten Brand trugen die Bürger die Burg bis 1789 weitgehend ab und verwendeten das Baumaterial zum Wiederaufbau der Stadt.

Architektur Die Burg hat einen Kastellburggrundriss, je einen Haupt- und Nebenflügel und einen Torturm. Der Bergfried in der dem Hauptflügel gegenüber liegenden Ecke des Kastells war unten quadratisch und oben rund. In Seeburg ist die oft strenge Kastellform der Konventsburgen im Deutschordensland durch eine größere Eigenständigkeit der einzelnen Baukörper aufgelockert. Bis heute erhalten haben sich nur Teile der Keller- und Erdgeschossmauern des Westflügels, der seit dem 19. Jahrhundert als Verwaltungsbau genutzt wird, die Fundamente des Südflügels, die Erdgeschossmauern des Bergfrieds und Reste der Nordmauer.

Literatur

Weblinks

Kategorie:Gmina Jeziorany Kategorie:Burg in Polen Kategorie:Ostpreußen