Die Packaging Corporation of America (PCA) ist ein US-amerikanisches Verpackungsunternehmen mit Hauptsitz in Lake Forest, Illinois im Großraum Chicago. Das 1959 gegründete Unternehmen ist auf die Herstellung von Wellpappenverpackungen und Containerboard (Wellpappen-Rohpapier) spezialisiert. Dabei produziert PCA vor allem Versandbehälter, farbige Kartons, Verpackungen für den Einzelhandel sowie Spezialverpackungen für die Lebensmittel- und Agrarindustrie. Mit einem Jahresumsatz von rund 8,4 Mrd. USD (Geschäftsjahr 2024) gehört das Unternehmen zu den größten Anbietern seiner Branche in den USA.

Geschichte Das Unternehmen entstand 1959 durch den Zusammenschluss dreier etablierter Verpackungsfirmen Central Fiber Products Company, American Box Board Company und Ohio Boxboard Company, die jeweils bereits eine lange Tradition in der Kartonherstellung hatten. 1965 wurde PCA vom Mischkonzern Tennessee Gas Transmission (später Tenneco Inc.) übernommen. Als Teil von Tenneco wurde das Geschäft bis 1999 unter der Bezeichnung Tenneco Packaging geführt. 1999 erwarb die Private-Equity-Gesellschaft Madison Dearborn Partners den Verpackungsbereich von Tenneco; damit wurde der historische Name „Packaging Corporation of America“ wiederhergestellt und 2000 erfolgte der Börsengang.

In den folgenden Jahren wuchs PCA vor allem durch Übernahmen und den Ausbau der Produktionskapazitäten. 2009 richtete das Unternehmen ein Design- und Projektzentrum in Hongkong ein (Packaging Corporation of Asia Limited), um seine internationalen Kunden besser beliefern zu können. Zu den größeren Akquisitionen gehört der Kauf des Papier- und Verpackungskonzerns Boise Inc. im Jahr 2013 für etwa 1,99 Mrd. USD. Durch diese Übernahme erweiterte PCA nicht nur seine Containerboard-Kapazität, sondern fügte auch Schreib- und Kopierpapier seinem Produktportfolio hinzu.

Im September 2025 schloss PCA die Übernahme des Containerboard-Geschäfts von Greif Inc. ab (Transaktionsvolumen ca. 1,8 Mrd. USD). Dadurch erhöhte PCA seine jährliche Containerboard-Kapazität auf etwa 6 Millionen Tonnen und festigte seine Position im Markt. Nach der Greif-Übernahme ist PCA gemessen am Containerboard-Output der drittgrößte Hersteller in Nordamerika (hinter International Paper und Smurfit Kappa).

Tätigkeit PCA ist ein integrierter Hersteller von Wellpappen- und Verpackungslösungen. Im Mittelpunkt der Produktion stehen Containerboard-Papiere (Verpackungspapier) und daraus gefertigte Wellpappverpackungen. Typische Produkte sind mehrlagige Versandkartons, Grafikkartons und Display-Verpackungen für den Einzelhandel sowie spezielle Schachteln für den Lebensmittel- und Agrarsektor. PCA betreibt hierfür ein großes Produktionsnetzwerk: Laut Unternehmensangaben sind es 2025 neun Containerboard-Fabriken und 94 Wellpappen-Werke in Nordamerika.

Das Unternehmen gliedert sich in zwei Geschäftssegmente: Packaging (Wellpappe/Verpackungen) und Paper (Papier- und Zellstoffprodukte). Praktisch der gesamte Umsatz entfällt auf das Verpackungsgeschäft. Im zweiten Quartal 2025 erzielte PCA etwa 2,0 Mrd. USD aus dem Verpackungssegment und lediglich rund 0,15 Mrd. USD im Papiersegment. Das Unternehmen konzentriert sich vorwiegend auf den nordamerikanischen Markt, erwirtschaftet jedoch auch Exportanteile, z. B. über Tochtergesellschaften in Asien und Europa.

Weblinks Offizielle Website von PCA

Einzelnachweise

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