Wikrowo () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Stadt-und-Land-Gemeinde Pasłęk (Preußisch Holland) im Powiat Elbląski (Kreis Elbing).
Geographische Lage Wikrowo liegt fünf Kilometer nordöstlich der früheren Kreisstadt Preußisch Holland () bzw. 17 Kilometer südöstlich der heutigen Kreismetropole Elbląg ().
Geschichte Das früher Königlich Wickerau und erst nach 1871 Wickerau (ohne Zusatzbezeichnung) genannte Dorf bestand aus mehreren großen und kleinen Höfen.Dietrich Lange: Wickerau, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) Im Jahre 1785 wurde es als königliches Bauerndorf mit acht Feuerstellen erwähnt, im Jahr 1820 als ebensolches bei 53 Einwohnern.
Als 1874 der Amtsbezirk Steegen (polnisch Stegny) im ostpreußischen Kreis Preußisch Holland, Regierungsbezirk Königsberg, errichtet wurde, gehörte die Landgemeinde Wickerau von Anfang an dazu.Rolf Jehke: Amtsbezirk Steegen 79 Einwohner zählte das Dorf im Jahre 1910.
Am 1. April 1938 verlor Wickerau seine Eigenständigkeit, als es in den Nachbarort Steegen eingemeindet wurde.
Im Jahre 1945 kam Wickerau mit dem gesamten südlichen Ostpreußen in Kriegsfolge zu Polen. Das Dorf erhielt die polnische Namensform „Wikrowo“ und ist heute eine Ortschaft innerhalb der Gmina Pasłęk (Stadt-und-Land-Gemeinde Preußisch Holland) im Powiat Elbląski (Kreis Elbing), von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Im Jahre 2021 zählte Wikrowo 15 Einwohner.
Religion Bis 1945 war Wickerau in die evangelische Kirche Marienfelde (polnisch Marianka) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union,Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 471 außerdem in die römisch-katholische Pfarrei St. Josef in der Stadt Preußisch Holland eingegliedert.
Heute gehört Wikrowo zur katholischen Pfarrei der St.-Peter-und-Paul-Kirche in Marianka im Bistum Elbląg, sowie zur evangelischen St.-Georgs-Kirche Pasłęk, eine Filialkirche von Ostróda (Osterode i. Ostpr.) innerhalb der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.
Verkehr Wikrowo liegt an einer Nebenstraße, die bei Stegny (Steegen) von der Woiwodschaftsstraße 505 abzweigt und bis nach Gulbity (Golbitten) führt. Stegny ist die nächste Bahnstation und liegt an der – heute nicht mehr regulär befahrenen – Bahnstrecke Malbork–Braniewo (Marienburg–Braunsberg), einem Abschnitt der früheren Königlichen Preußischen Ostbahn.
Persönlichkeit Ernst Friedrich Fabian von Saucken-Tarputschen (* 24. August 1791 in Wickerau), ostpreußischer Politiker († 1854)
Einzelnachweise
Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Pasłęk