Kawki () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Stadt-und-Land-Gemeinde Pasłęk (Preußisch Holland) im Powiat Elbląski (Kreis Elbing).
Geographische Lage Kawki liegt im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, sieben Kilometer nordöstlich der früheren Kreisstadt Pasłęk () bzw. 18 Kilometer südöstlich der heutigen Kreismetropole Elbląg ().
Geschichte Das ein Kocken und erst nach 1785 Koken genannte kleine Dorf bestand aus mehreren kleinen Höfen und Gehöften.Dietrich Lange: Koken, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) Der Ordenshochmeister Luther von Braunschweig bestätigte am 8. April 1335 den Söhnen des Hermann Boryn ihren Landbesitz bei Koken.Informationszentrum Ostpreußen: Anglity – Angnitten 1820 wurde Koken als adliges Bauerndorf mit fünf Feuerstellen bei 30 Einwohnern erwähnt.
Als 1874 der Amtsbezirk Steegen (polnisch Stegny) im ostpreußischen Kreis Preußisch Holland, Regierungsbezirk Königsberg, errichtet wurde, kam Koken gleich am Anfang hinzu.Rolf Jehke: Amtsbezirk Steegen 49 Einwohner zählte Koken im Jahre 1910.
Am 1. April 1938 verlor Koken seine Eigenständigkeit, als es nach Luxethen (polnisch Łukszty) eingemeindet wurde.
Als 1945 in Kriegsfolge das gesamte südliche Ostpreußen an Polen fiel, erhielt Koken die polnische Namensform „Kawki“. Das Dorf ist heute eine Ortschaft innerhalb der Gmina Pasłęk (Stadt-und-Land-Gemeinde Preußisch Holland) im Powiat Elbląg, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Im Jahre 2021 zählte Kwaki 30 Einwohner.
Religion Bis 1945 war Koken in die evangelische Kirche Marienfelde (polnisch Marianka) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union,Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 471 außerdem in die römisch-katholische Pfarrei St. Josef in der Stadt Preußisch Holland eingegliedert.
Heute gehört Kawki evangelischerseits zur St.-Georgs-Kirche in Pasłęk, einer Filialkirche von Ostróda (Osterode i. Ostpr.) innerhalb der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, sowie katholischerseits zur Kirche St. Peter und Paul in Marianka im Bistum Elbląg.
Verkehr Kawki liegt an einer Nebenstraße, die bei Stegny (Steegen)von der Woiwodschaftsstraße 505 abzweigt und bis nach Łukszty (Lexethen) führt. Die nächste Bahnstation ist Słobity (Schlobitten) am der – nicht mehr regulär befahrenen – Bahnstrecke Malbork–Braniewo, einem Abschnitt der einstigen Preußischen Ostbahn.
Einzelnachweise
Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Pasłęk