Der Fussballclub Concordia Basel ist ein Fussballverein der Stadt Basel, der am 7. Juni 1907 gegründet wurde.. FC Concordia Basel, abgerufen am 22. Dezember 2009. Er wird als «kleiner Bruder» des FC Basel bezeichnet und im Volksmund Congeli genannt. Der FC Concordia spielt momentan in der 1. Liga und trägt zurzeit seine Heimspiele im Leichtathletikstadion St. Jakob Basel aus. Concordia ist die Nummer 3 der Schweiz in der Ewigen Rangliste der 1. Liga.

Geschichte Saisondaten 1909–1923 Saison Liga Stufe Platz 1908/09 Serie A Basel 3 1/10 1909/10 Serie B 2 4/9 1910/11 Serie B 2 2/9 1911/12 Serie B 2 1/6 1912/13 Serie B 2 1/7 1913/14 Serie B 2 1/7 1914/15 Serie B 2 1/7 1915/16 Serie B 2 1/8 1916/17 Serie B 2 1/9 1917/18 Serie B 2 1/9 1918/19 Serie B 2 1/7 1919/20 Serie B 2 1/8 1920/21 Serie B 2 1/8 1921/22 Serie B 2 1/8 1922/23 Serie Promotion 2 1/8 grün unterlegt: Aufstieg

Anfänge, Cupsieg und Dominanz der zweiten Liga (1907–1923)

Der FC Concordia wurde am 7. Juni 1907 von Fussballbegeisterten gegründet, darunter befand sich auch der erste Präsident Concordias, Max Zehnder.

Bereits im Gründungsjahr trat der FC Concordia dem kantonalen Fussballverband Basel bei. Zu Beginn absolvierte der Club lediglich Freundschaftsspiele. Der Meisterschafts-Spielbetrieb wurde erst in der Saison 1908/09 aufgenommen, in der Concordia auf Anhieb die Meisterschaft des kantonalen Fussballverbands Basel gewinnen konnte, wobei bis heute ungeklärt ist, ob Congeli in der Serie A oder B gewonnen hatte. Im September 1908 wurde der erste vereinseigene Fussballplatz gemietet, dieser befand sich an der Ecke Dornacherstrasse/Delsbergerallee im Gundeli-Quartier, in der Nähe des Bahnhofs SBB.

Am 1. August 1909 trat der FC Concordia der Swiss Football Association, dem heutigen SFV, bei.Association de foot-ball. In: Courrier de Genève. 3. August 1909, S. 2. Der FC Concordia startete in der Saison 1909/10 in der zweiten Liga, der damaligen Serie B. Dort wurde Congeli in der Gruppe Zentralschweiz eingeteilt. Am Ende belegte Concordia in seiner ersten Saison in der SFA den 4. Rang. Eine Saison später belegte man den 2. Rang, der zur Teilnahme an den Finalspielen der Serie B berechtigte. Diese wurden vom Stadtrivalen Nordstern gewonnen. Ebenfalls 1910/11 gewann Concordia den Och-Cup, den Vorgänger des heutigen Schweizer Cups.

Wiederum ein Jahr später wurde Concordia erstmals Sieger der Serie B, denn Concordia konnte die Finalspiele dieses Mal für sich entscheiden, was theoretisch zum Aufstieg in die Serie A berechtigte. Jedoch stiess das Aufnahmegesuch Concordias bei der SFA auf Ablehnung, wobei der Grund recht ungewöhnlich scheinen mag – dem FC Concordia wurde der Aufstieg aufgrund «mangelnder Tradition» verweigert.

Zu jener Zeit bestand die Serie B aus 3 Regionen mit insgesamt 8 Gruppen. 1912/13 hiessen in der Zentralschweizer Region die Gruppensieger FC Concordia, FC Basel II und FC Breite Basel. Letzterer setzte sich schliesslich in den Zentralschweizer Finalspielen durch.

Auch in den Folgejahren bis 1921/22 belegte der FC Concordia in seiner Gruppe ausnahmslos den 1. Rang – also ab 1911/12 elfmal in Folge. Die anschliessenden Zentralschweizer Finalspiele entschied der FC Concordia nach 1911/12 weitere fünfmal für sich: 1914/15, 1916/17, 1917/18, 1918/19 und 1921/22. Als Gewinner der Zentralschweizer Finalspiele qualifizierte man sich 1922 für die landesweite 3er-Finalpoule der Serie B mit den Siegern der Ostschweiz und der Westschweiz als Gegner. Diese Finalpoule wurde jedoch erst im letzten Anlauf mit einem 4:2-Sieg gegen Forward Morges sowie einem Forfaitsieg gegen den FC Lugano gewonnen. Gleichzeitig berechtigte dieser Erfolg zu Auf-/Abstiegsspielen gegen Old Boys Basel als letztklassiertes Team der Serie A, Region Zentralschweiz. Diese beiden Partien gingen jedoch mit 1:3 und 2:3 verloren, so dass der Aufstieg in die Serie A auch in jenem Jahr nicht zustande kam.

In jener Spielzeit eröffnete Concordia auch den eine Saison zuvor erworbenen Fussballplatz Heiligholz in Münchenstein mit dem Cupspiel gegen Helvetik Basel.. FC Concordia Basel, abgerufen am 22. Dezember 2009.

Per 1922/23 führte der Fussballverband eine neue Liga ein, die Serie Promotion: bei rogerkaufmann.ch. Diese war neu die zweithöchste Spielklasse nach der Serie A und vor der neu dritthöchsten Spielklasse Serie B. Dank der starken Leistung der Saison 1921/22 durfte der FC Concordia bei dieser Premiere der Serie Promotion mittun. Gleichzeitig wurde Ludwig Huber der erste vollamtliche Trainer des Vereins. Mit ihm konnte sich der FC Concordia als Zentralschweizer Sieger der Serie Promotion feiern lassen – dank einem 3:1-Sieg im Zentralschweizer Finalspiel gegen den FC Grenchen. In der anschliessenden nationalen Finalpoule behielt dann zwar der SC Veltheim gegen Concordia und Étoile Carouge das bessere Ende für sich, dank der Erweiterung der Serie A von 24 auf 27 Teams stiegen jedoch alle drei Mannschaften in die höchste Spielklasse auf.

Erste Liga, Cup-Schreck und Zwangsabstieg (1923–1931) Saisondaten 1924–1931 Saison Liga Stufe Platz 1923/24 Serie A 1 7/9 1924/25 Serie A 1 8/9 1925/26 Serie A 1 8/9 1926/27 Serie A 1 8/9 1927/28 Serie A 1 7/9 1928/29 Serie A 1 5/9 1929/30 Serie A 1 7/9 1930/31 Serie A 1 7/11 grau unterlegt: Zwangsabstieg

Die erste Saison in der höchsten Spielklasse beendete der FC Concordia als 7. von neun Teams in der Gruppe Zentralschweiz. Gruppensieger wurde der FC Nordstern Basel. In den weiteren Jahren kamen keine besseren Klassierungen zustande, man beendete die drei folgenden Saisons auf Rang 8.

Auch in der Saison 1927/28 beendete man die Meisterschaft im unteren Teil der Tabelle auf dem 7. Rang, jedoch sorgte man im Schweizer Cup für Aufregung. Concordia scheiterte erst in den Halbfinals an Urania Genf, das Spiel ging mit 1:2 verloren.. FC Concordia Basel, abgerufen am 22. Dezember 2009. Es sollte für lange Zeit die beste Cupklassierung der Vereinsgeschichte sein, denn der 1911 gewonnene Och-Cup wird heute zwar als Vorgänger des Schweizer Cups angesehen, die Sieger jedoch nicht als offizielle Cupsieger der Schweiz gezählt.

Es vergingen zwei weitere Jahre in der Serie A, ehe Concordia in der Saison 1930/31 erstmals seit 10 Jahren wieder absteigen musste. Aufgrund einer Reform der Spielklassen wurde die dreigleisige Serie A durch die zweigleisige Nationalliga ersetzt, Concordia wurde am «Grünen Tisch» in die neugeschaffene 1. Liga, Gruppe Zentralschweiz, zwangsrelegiert.

Wiederaufstieg, erneuter Abstieg und Jubiläum (1931–1939) Saisondaten 1932–1939 Saison Liga Stufe Platz 1931/32 1. Liga 2 1/14 1932/33 Nationalliga 1 4/8 1933/34 Nationalliga 1 10/16 1934/35 Nationalliga 1 13/14 1935/36 1. Liga 2 10/12 1936/37 1. Liga 2 9/12 1937/38 1. Liga 2 2/12 1938/39 1. Liga 2 2/12 grün unterlegt: Aufstieg / rot unterlegt: Abstieg

Eine Saison später realisierte Concordia den direkten Wiederaufstieg in die höchste Spielklasse. 1932/33 erreichte Concordia den 4. von acht Plätzen in der Nationalliga, Gruppe II, anschliessend wurde – zum ersten und einzigen Mal – die Challenge National ausgespielt, in der jedes Team gegen sämtliche Teams der anderen Gruppe antrat. Concordia erreichte dort den 5. Rang. Die Nationalliga wurde nach nur zwei Jahren wieder einer Reform unterzogen und auf die nächste Saison eingleisig, Concordia war dieses Mal qualifiziert.

Die erste gesamtschweizerische Meisterschaft beendete Concordia auf dem 10. Platz. 1934/35 wurde die Nationalliga von 16 auf 14 Teams verkleinert, der FC Concordia belegte nur Rang 13 und musste somit nach drei Jahren absteigen. In der 1. Liga, Gruppe Ostschweiz, beendete der FC die Saison 1935/36 auf dem 10. von 12 Rängen, damit wurde der zweite Abstieg in Folge knapp verhindert.

In der nächsten Saison wurde Emil Gall Trainer des Teams, jedoch konnte auch er in seiner ersten Saison als Concordia-Trainer nicht wirklich überzeugen, der Verein erreichte nur den 9. Rang. Ein Jahr später jedoch konnte sich Concordia gegenüber den letzten zwei Jahren steigern und schloss die Meisterschaft 1937/38 auf dem 2. Rang ab. Im Oktober 1937 feierte der Club sein 30-jähriges Jubiläum. Concordia wurde auch in der folgenden Spielzeit Gruppenzweiter.. FC Concordia Basel, abgerufen am 22. Dezember 2009.

Schwere Zeit und Fall in die dritte Liga (1939–1947) Saisondaten 1940–1959 Saison Liga Stufe Platz 1939/40 1. Liga 2 3/4 1940/41 1. Liga 2 6/8 1941/42 1. Liga 2 10/12 1942/43 1. Liga 2 11/12 1943/44 1. Liga 2 12/12 1944/45 1. Liga 3 2/10 1945/46 1. Liga 3 1/11 Aufstiegsrunde 1. Liga 3 3/3 1946/47 1. Liga 3 1/11 Aufstiegsrunde 1. Liga 3 2/3 1947/48 Nationalliga B 2 13/14 1948/49 1. Liga 3 2/12 1949/50 1. Liga 3 1/12 1950/51 Nationalliga B 2 14/14 1951/52 1. Liga 3 2/12 1952/53 1. Liga 3 3/12 1953/54 1. Liga 3 4/12 1954/55 1. Liga 3 4/12 1955/56 1. Liga 3 2/12 1956/57 1. Liga 3 1/12 Aufstiegsrunde 1. Liga 3 1/3 1957/58 Nationalliga B 2 10/14 1958/59 Nationalliga B 2 13/14 grün unterlegt: Aufstieg / rot unterlegt: Abstieg

Der FC Concordia wurde in der sogenannten «Mobilisationsmeisterschaft» 1939/40 Dritter. Im April 1940 musste Concordia aufgrund leerer Kassen seinen Sportplatz Heiligholz verkaufen. Danach folgten erneut zwei Jahre, in denen Concordia dem Abstieg nur um Haaresbreite entging. 1942/43 erreichte man nur den 11. und damit vorletzten Rang und musste in die Relegationsrunde.

Dabei spielte man zuerst gegen den Tabellenletzten gegen den direkten Abstieg. Der FC Blue Stars Zürich wurde dabei 2:1 besiegt, der Abstieg somit vorerst verhindert. Dann ging es im Entscheidungsspiel gegen den Tabellenelften der Westgruppe, den FC Monthey, um alles oder nichts. Die ersten beiden Spiele erbrachten kein Ergebnis, 1:1 und 0:0 lauteten die Resultate. Im dritten Spiel gelang Concordia ein 1:0-Sieg, somit verblieb man endgültig in der zweiten Spielklasse.

Zum Ende der folgenden Saison 1943/44 wurden die Spielklassen erneut reformiert. Die Nationalliga B wurde eingeführt, für die sich der FC Concordia als Tabellenletzter der 1. Liga, Ostgruppe, nicht qualifizieren konnte. Damit war Concordia erstmals in seiner Vereinsgeschichte drittklassig geworden. Eingeteilt wurde der Verein in die Gruppe Zentral der 1. Liga, die fortan die neue dritte Spielstufe darstellte. Dort verpasste der FC Concordia den Gruppensieg im letzten Spiel, da man dem FC Pratteln mit 0:1 unterlag.

In der zweiten Saison in der 1. Liga gelang Concordia der Gruppensieg, jedoch scheiterte man in den Aufstiegsspielen zur Qualifikation für die Nationalliga B.

Drei Jahre nach dem Abstieg qualifizierte sich Concordia erneut für die Nationalliga B, zuvor war man Gruppensieger geworden. In den Aufstiegsspielen traf man auf den FC Chiasso und Vevey Sports.

Zweite und dritte Liga (1947–1959) 1947/48 war Concordia wieder zweitklassig, jedoch erfolgte am Ende der Saison der umgehende Wiederabstieg in die 1. Liga. Dort erreichte man ein Jahr später den zweiten Rang in der Gruppe Zentral, 1949/50 konnte man nach dem abermaligen Gruppensieg wieder in die NLB aufsteigen, nachdem man in den Aufstiegsspielen auf den FC Winterthur und die ES FC Malley LS getroffen war.. FC Concordia Basel, abgerufen am 22. Dezember 2009.

1950/51 konnte sich Concordia erneut nicht in der NLB halten und stieg zum Saisonende wieder nach nur einer Saison in die 1. Liga ab. Sechs Jahre lang blieb man ununterbrochen in der 1. Liga, 1956/57 realisierten die Basler unter dem damaligen Trainer Roger Quinche den Wiederaufstieg in die NLB.. FC Concordia Basel, abgerufen am 22. Dezember 2009.

Zwei Jahre lang konnte sich Concordia in der NLB halten, danach erfolgte der abermalige Abstieg in die Drittklassigkeit.

Cup-Stolperstein und knappe Klassenerhalte (1959–1976) Saisondaten 1960–2018