mini|Dorfkirche Ursprung (Lugau) Die evangelische Dorfkirche Ursprung ist eine vermutlich spätgotische Saalkirche im Ortsteil Ursprung von Lugau im Erzgebirgskreis in Sachsen. Sie gehört zur Kirchengemeinde Erlbach-Kirchberg-Ursprung im Kirchenbezirk Annaberg der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens.
Geschichte und Architektur Die kleine, im Kern wohl spätgotische Saalkirche wurde nach einer Inschrift an der Südwand in den Jahren 1725–29 umgebaut und erweitert. Durch einen Brand im Jahr 1974 wurde das Bauwerk stark beschädigt und seiner ursprünglich barocken Innenausstattung beraubt. Die Wiederherstellung erfolgte in den Jahren 1974–88 unter Verwendung von barocken Emporenteilen aus der Kirche St. Niklas in Ehrenfriedersdorf im Kreis Annaberg. Das Bauwerk ist ein schlichter Putzbau mit geradem Ostschluss, Walmdach und Dachreiter.
Der flachgedeckte Innenraum ist von zentralisierender Wirkung durch den annähernd quadratischen Grundriss, an drei Seiten sind eingeschossige Emporen eingebaut. Die Westempore und die Nordempore im westlichen Teil sowie die leicht vorgewölbte Orgelempore im Osten über dem Altar wurden in den Jahren 1974–88 ergänzt. Vom spätgotischen Bauwerk ist die Sakramentsnische in der Ostwand mit Vorhangbogengewände erhalten.
Ausstattung Das Hauptstück der Ausstattung ist ein mit 1513 bezeichneter und signierter spätgotischer Flügelaltar von Peter Breuer. Er zeigt im Schrein die Heilige Margareta und Anna Selbdritt; in den Flügeln sind Katharina und Johannes der Täufer sowie eine weibliche Heilige ohne Attribut und Valentinus dargestellt. Die gemalten Rückseiten zeigen Darstellungen der Heiligen Jodokus und Sebastian.
Die hölzerne Kanzel mit einem runden Korb stammt aus Forchheim im mittleren Erzgebirgskreis. Sie ist figürlich bemalt mit Christus und den Evangelistensymbolen, vermutlich aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Der Unterbau, der Schalldeckel und die Treppe wurden in den Jahren 1974–1978 ergänzt.
Orgel Die Orgel ist ein Werk von Mitteldeutscher Orgelbau A. Voigt aus dem Jahr 1991 mit zehn Registern auf einem Manual und PedalInformation auf der Orgeldatenbank Orkasa in einem ergänzten Prospekt, der aus Posseck hierher überführt wurde; er stammt vermutlich von Trampeli aus dem 18. Jahrhundert. Die Disposition lautet: Manual C–g3 Gedackt 8′ Prinzipal 4′ Rohrflöte 4′ Quinte ′ Flachflöte 2′ Terz (ab b0) ′ Spitzquinte (ab b0) ′ Cornet III (ab c1) Mixtur IV ′ Pedal C–f1 Subbass 16′ Principalbass 8′
Koppeln: Man/Ped Effektregister: Tremulant
Literatur
Weblinks
Struktur der Kirchengemeinden auf der Website des Kirchenkreises Erzgebirge
Einzelnachweise
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