Das Gebiet Einkorn ist ein mit Verordnung vom 19. April 2005 durch die Körperschaftsforstdirektion Tübingen ausgewiesener Schonwald (Schutzgebiet-Nummer 200371) in Baden-Württemberg.

Lage Das Schutzgebiet befindet sich südwestlich von Schwäbisch Hall. Es liegt am Hang des Bergs Einkorn.https://wnsinfo.fva-bw.de/waldschutzgebiete/800433/ Der Schonwald liegt im Staatswald Landkreis Schwäbisch Hall (früher Vellberg) und umfasst die Abteilungen 4, 5, 14, 15, 17, 18 und Teile der Abteilungen 7 bis 10 und 13 des Distriktes 70 „Einkorn“ sowie Teile der Abteilungen 1 bis 3 des Distriktes 78 „Rauher Berg“. Der Schonwald grenzt im Norden an das Landschaftsschutzgebiet Nordteil der Limpurger Berge mit Abhängen und Geländeteilen zwischen Hessental und Sulzdorf. Im Süden grenzt es Landschaftsschutzgebiet Fischachtal mit Nebentälern und angrenzenden Gebieten zwischen Herlebach und Kottspiel. Das Gebiet ist Teil des FFH-Gebiets Oberes Bühlertal und der Lembach fließt durch das Schutzgebiet.

Im Schutzgebiet liegen elf Biotope: Ei-Hbu-Wald Bossnagel NW Herlebach mit der Biotopnummer 269241270567, Sukzession b. Gewann Baumgarten NW Herlebach, Ei-HBu-Wald in Spechtsbach NW Herlebach mit der Biotopnummer 269241270568, Waldrand NW Herlebach mit der Biotopnummer 269241270563, Teich NW Herlebach mit der Biotopnummer 269241270566, Lehmbach N Herlebach mit der Biotopnummer 269241273752, Tümpel NW Herlebach mit der Biotopnummer 269241270565, Lembach N Herlebach mit der Biotopnummer 269241270829, Waldrand NW Herlebach mit der Biotopnummer 269241270563, Auwald und Alte Fischach N Herlebach mit der Biotopnummer 269241270562 und Hohlweg im Schonwald "Einkorn" SW Sulzdorf mit der Biotopnummer 269241273756.

Geologie Der Untergrund besteht aus mäßig frischem Ton.

Vegetation Im Schonwald kommen laut Biotopkartierung die folgenden Arten vor: Feldahorn, Gewöhnliche Haselwurz, Wald-Zwenke, Zittergras-Segge, Wald-Segge, Gemeine Hainbuche, Roter Hartriegel, Gemeine Hasel, Wald-Knäuelgras, Rasen-Schmiele, Rotbuche, Wald-Schwingel, Riesen-Schwingel, Wald-Erdbeere, Gemeine Esche, Wald-Labkraut, Echte Nelkenwurz, Gewöhnlicher Liguster, Wiesen-Wachtelweizen, Blaues Pfeifengras, Ährige Teufelskralle, Gemeine Fichte, Hain-Rispengras, Hohe Schlüsselblume, Schlehdorn, Stieleiche, Feld-Rose, Hundsrosen, Himbeere, Brombeeren, Elsbeere, Große Sternmiere, Gewöhnlicher Schneeball, Berg-Ahorn, Buschwindröschen, Hänge-Birke, Land-Reitgras, Faulbaum, Flatter-Binse, Rohrglanzgras, Espe, Geflecktes Lungenkraut, Sal-Weide, Weiß-Tanne, Vogelbeere, Blaugrüne Segge, Berg-Segge, Echter Seidelbast, Berg-Johanniskraut, Berg-Platterbse, Rote Heckenkirsche, Waldkiefer, Vogelkirsche, Traubeneiche, Zaun-Wicke, Gemeine Schafgarbe, Gemeiner Odermennig, Wiesen-Fuchsschwanz, Acker-Kratzdistel, Gewöhnliche Waldrebe, Prachtnelke, Gewöhnlicher Spindelstrauch, Gemeiner Hohlzahn, Kletten-Labkraut, Echtes Johanniskraut, Spitzwegerich, Kultur-Birne, Schwarzer Holunder, Tauben-Skabiose, Echter Beinwell, Große Brennnessel, Gewöhnlicher Froschlöffel, Schwarz-Erle, Wald-Engelwurz, Sumpfdotterblume, Bitteres Schaumkraut, Sumpf-Segge, Winkel-Segge, Echter Wurmfarn, Wald-Schachtelhalm, Gewöhnlicher Wasserdost, Mädesüß, Flutender Schwaden, Kleine Wasserlinse, Gewöhnlicher Gilbweiderich, Gewöhnlicher Blutweiderich, Echte Brunnenkresse, Pappeln, Schwimmendes Laichkraut, Gewöhnliche Douglasie, Kriechender Hahnenfuß, Kratzbeere, Asch-Weide, Wald-Simse, Knotige Braunwurz, Sommerlinde, Eisvogel, Schlangen-Knöterich, Gewöhnliches Knäuelgras, Kohldistel, Scharbockskraut, Ruprechtskraut, Bach-Nelkenwurz, Bittersüßer Nachtschatten, Kriechender Günsel, Wassersterne, Kanadische Wasserpest, Zottiges Weidenröschen, Acker-Schachtelhalm, Pfennigkraut, Sumpf-Ampfer, Fuchssches Greiskraut, Bachforelle, Spitzlappiger Frauenmantel, Gelb-Segge, Blasen-Segge, Herbstzeitlose, Sumpf-Storchschnabel, Rossminze, Dunkles Lungenkraut, Silber-Weide, Fahl-Weide, Großer Wiesenknopf, Rote Lichtnelke, Breitblättriger Rohrkolben, Echter Baldrian, Gemeine Binsenjungfer, Weidenjungfer, Plattbauch, Giersch, Knoblauchsrauke, Grau-Erle, Wald-Frauenfarn, Wald-Reitgras, Wechselblättriges Milzkraut, Eingriffeliger Weißdorn, Gewöhnliche Goldnessel, Gundermann, Gemeiner Efeu, Echter Hopfen, Großes Springkraut, Sumpf-Schwertlilie, Frühlings-Platterbse, Ufer-Wolfstrapp, Schilfrohr, Gewöhnliche Traubenkirsche, Purgier-Kreuzdorn, Stachelbeere, Wald-Ziest, Bachbunge, Blaugrüne Mosaikjungfer, Frühe Adonislibelle, Wald-Habichtskraut, Mauerlattich.

Im Biotop Tümpel NW Herlebach wurden bei einer Zählung im Jahr 2016, die von der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg durchgeführt wurde, die Sumpf-Ampfer gefunden. Diese Art ist von der LUBW als gefährdete Art eingestuft.

Schutzzweck Der Schutzzweck des Schonwalds ist gemäß Schutzgebietsverordnung die Erhaltung und Förderung eines vielfältigen, standortstypischen Waldökosystems und dessen Lebensstätten im Sinne der FFH-Richtlinie in den Limburger Bergen. Es wird von zahlreichen, an das kleinflächig wechselnde Mosaik der an die Standorte des schwäbisch fränkischen Waldes angepassten Waldgesellschaften geprägt und beheimatet zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.

Betreuung Wissenschaftlich betreut wird der Schonwald durch die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (BVA).

Siehe auch Liste der Schonwälder in Baden-Württemberg

Weblinks mit Verordnung, Datenauswertebogen und Karte

Einzelnachweise

Kategorie:Waldschutzgebiet im Landkreis Schwäbisch Hall Kategorie:Schutzgebiet in Schwäbisch Hall Kategorie:Schutzgebietsgründung 2005