mini|Synopsis Universae Philologiae Synopsis Universae Philologiae ist ein frühes Werk zur vergleichenden Sprachwissenschaft von Gottfried Hensel, der Rektor in Hirschberg in Niederschlesien war.Siegismund Justus Ehrhardt, Presbyterologie des Evangelischen Schlesiens, 1783, Seite 205. Der vollständige Titel lautet: Synopsis universae philologiae: in qua: miranda unitas et harmonia linguarum totius orbis terrarum occulta, e literarum, syllabarum, vocumque natura & recessibus eruitur. Cum Grammatica, LL. Orient. Harmonica, Synoptice tractata; nec non descriptione Orbis Terr. quoad Linguarum situm & propagationem, mappisque geographico-polyglottis. Das Werk wurde 1741 in Nürnberg im Auftrag der Firma Homannsche Erben veröffentlicht. Eine zweite Auflage erschien 1754.
Dem Werk liegen vier Karten bei, welche bereits 1710 und 1730 veröffentlicht worden waren.
Einfluss des Mythos vom Turmbau zu Babel Das Buch hat sich zum Ziel gesetzt, alle damals bekannten Sprachen der Welt zusammen mit ihren verschiedenen Schriften vorzustellen. Wie es aufgrund des fortbestehenden Mythos vom Turmbau zu Babel damals üblich war, versuchte Hensel, alle Sprachen von einem gemeinsamen Ursprung im Hebräischen abzuleiten, in Anlehnung an A philosophicall essay for the reunion of the languages, or, the art of knowing all by the mastery of one (1675) von Pierre Besnier (1648–1705).Johann Gottfried Eichhorn, Geschichte der neuern Sprachenkunde (Geschichte der Litteratur von ihrem Anfang bis auf die neuesten Zeiten), 1807, Band 5, Seite 11
Die vier mappae geographico-polyglottae geben den Anfang des Vaterunsers in verschiedenen Sprachen und Schriften wieder. Randelemente in den Karten geben Alphabettafeln für folgende Schriften wieder: In der Europa-Karte von links oben: „Skythisch“, (Alt-)Griechisch, „Markomannisch“, Runisch, Moesia-„Gotisch“, „Proto-Iberisch“, „Ruthenisch“, Latein (in den Varianten Antiqua, Fraktur und „Angelsächsisch“), „Hunnisch“, „Slawonisch“, Glagolitisch und Etruskisch. In der Afrika-Karte: Äthiopisch und Koptisch. In der Asien-Karte: „Chaldäer“-Hebräisch, Samaritanisches Hebräisch, „Arabisch-Persisch“, Armenisch, „Iberi-Georgisch“, „Malabarisch“ und „Palmyrenisch“ (die Schriften für Chinesisch, Usbeko-Chinesisch, Japanisch und Tatarisch kommen ohne Alphabettafeln aus). In der Amerika-Karte: Persisch und „Brahmanisch“.
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Kategorie:Europäische Literatur Kategorie:Sprachatlas