Philipp Wirich Lorenz Graf von Daun zu Sassenheim und Callenborn (* 11. Juni 1720 in Wien, Erzherzogtum Österreich unter der Enns, Heiliges Römisches Reich; † 20. November 1763 in Passau, Hochstift Passau, Heiliges Römisches Reich) war ein römisch‑katholischer Geistlicher und von 1757 bis zu seinem Tod Weihbischof in Passau. Leben Herkunft Philipp Wirich Lorenz von Daun wurde am 11. Juni 1720 in Wien geboren, als viertes von neun Kindern aus der zweiten Ehe des Feldmarschallleutnants Heinrich Reichard Lorenz Graf von Daun (1673–1729),Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Band 124, herausgegeben von der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 1984, S. 97. mit Maria Josepha Violante von Poymund und Payersberg (1692–1758), Tochter des Grafen Franz Paris von Payersberg. Er entstammte somit väterlicherseits dem ursprünglich in der Vulkaneifel beheimateten Adelsgeschlecht Daun und war ein Enkel des Generalfeldmarschalls Graf Wilhelm Johann Anton von und zu Daun (1621–1706) sowie Neffe des Feldmarschalls Wirich Philipp von und zu Daun, Fürsten von Teano (1669–1741), und des Feldmarschalls Heinrich Joseph Dietrich von Daun (1678–1761).Geschlechts- und Wappenbeschreibungen zu dem Tyroffischen neuen adelichen Wappenwerk, Nürnberg 1791, S. 307–310. Der Großvater mütterlicherseits, Paris Franz von Poymond, seit 1700 Reichsgraf von Payrsberg, Schwanburg und Niederthor, starb 1710 als kaiserlicher Kammerherr und Oberlandjägermeister des Stifts Paussau.
Klerikale Karriere Am 31. Mai 1749 empfing er für die Diözese Passau die Diakonatsweihe und am 10. August 1755 wurde er für Passau zum Priester geweiht. Am 3. Januar 1757 wurde er zum Weihbischof in Passau und Titularbischof von Tium ernannt. Kardinal Joseph Dominikus von Lamberg, Bischof von Passau weihte ihn am 20. Februar 1757 in Passau zum Bischof. Mitkonsekratoren waren Leopold Ernst von Firmian, Bischof von Seckau, und Vigilius Augustin Maria von Firmian, ehemaliger Bischof von Lavant. Er übte das Amt des Weihbischofs in Passau bis zu seinem Tod aus. Daun war auch Domherr zu Salzburg und Regensburg, kaiserlich-königlicher und kurbayrischer wirklicher Geheimrat, zuletzt Koadjutor zu Laibach.Geschlechts- und Wappenbeschreibungen zu dem Tyroffischen neuen adelichen Wappenwerk, Nürnberg 1791, S. 310. Der Passauer Weihbischof Philipp Wirich Lorenz Graf von Daun zu Sassenheim und Callenborn, der auch das Amt des Passauer Dompropsts bekleidete, war mütterlicherseits ein Neffe des Passauer Domdekans von Payersberg,Ostbairische Grenzmarken. Passauer Jahrbuch für Geschichte, Kunst und Volkskunde, Band 44, 2002, S. 90 f. Domdekan Ernst Karl Joseph von Boymont, Graf von Payersberg (1683Rudolf Weiss: Das Bistum Passau unter Kardinal Joseph Dominikus von Lamberg (1723–1761). Zugleich ein Beitrag zur Geschichte des Kryptoprotestantismus in Oberösterreich, 1979, S. 84.–1760).Klaus Ulrich Högg: Die Inschriften der Stadt Passau bis zum Stadtbrand von 1662, 2006, S. 169.
Tod Philipp von Daun starb am 20. November 1763 im Alter von 43 Jahren in Passau.
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Einzelnachweise
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