mini|Mary Brunkow (2025)

Mary Elisabeth Brunkow (* 1961 in Portland, Oregon) ist eine US-amerikanische Immunologin, der 2025 zusammen mit Fred Ramsdell und Shimon Sakaguchi für ihre „Entdeckungen zur peripheren Immuntoleranz“ der Nobelpreis für Medizin zugesprochen wurde.The Nobel Prize in Physiology or Medicine 2025, The Nobel Foundation Pressemitteilung vom 6. Oktober 2025, abgerufen am 6. Oktober 2025.Mary E. Brunkow, auf der Website The Nobel Foundation, abgerufen am 6. Oktober 2025. Sie ist unter anderem dafür bekannt, dass sie das später als FOXP3 bezeichnete Gen als Ursache für den Phänotyp von Labormäusen mit verschorfender Haut (scurfy mouse) identifiziert hat, eine Entdeckung, die für die moderne Biologie der regulatorischen T-Zellen von grundlegender Bedeutung war.

Ausbildung und Karriere

Mary Elisabeth Brunkow promovierte 1991 an der Princeton University in Molekularbiologie. Zum Zeitpunkt der Nobelpreisvergabe arbeitet sie am Institute for Systems Biology, Seattle, WA, USA.Mary Brunkow, Program Manager, Website des ISB, abgerufen am 6. Oktober 2025.

Brunkow und Ramsdell arbeiteten vorher in einem Biotechnologieunternehmen namens Celltech Chiroscience in Bothell, Washington, USA. Das Unternehmen – 2004 von UCB übernommenOur history, UCB Website, abgerufen am 8. Oktober 2025. – entwickelte Arzneimittel für Autoimmunerkrankungen, und die beiden erkannten, dass Versuchstiere mit dem Scurfy-mouse-Phänotyp (: „schorfige Maus“) ihnen wichtige Hinweise für ihre Arbeit liefern könnten. Wenn es ihnen gelänge, den molekularen Mechanismus zu verstehen, der der Erkrankung der Mäuse zugrunde liegt, könnten sie entscheidende Erkenntnisse darüber gewinnen, wie Autoimmunerkrankungen entstehen. Also suchten sie nach dem mutierten Gen der schorfigen Mäuse. Heute lässt sich das gesamte Genom einer Maus kartieren und innerhalb weniger Tage ein mutiertes Gen finden. In den 1990er Jahren war das noch wie die Suche nach einer Nadel im Heuhaufen.Joachim Müller-Jung: Toleranz ist groß, Selbsttoleranz größer. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung für Deutschland, Nummer 232 vom 7. Oktober 2025, S. 11.

Der DNA-Strang, der das X-Chromosom der Maus bildet, besteht aus etwa 170 Millionen Basenpaaren. Eine Mutation darin zu finden, war zwar möglich, erforderte jedoch Zeit, Geduld und den kreativen Einsatz der damaligen molekularbiologischen Werkzeuge. Während ihrer Arbeit kamen Brunkow und Ramsdell zu der Vermutung, dass eine seltene Autoimmunerkrankung namens IPEX, die ebenfalls mit dem X-Chromosom in Verbindung steht, die menschliche Variante der Erkrankung der Scurfy-Mäuse sein könnte. Bei der Suche in einer Datenbank, in der Forscher Informationen über neu entdeckte Gene speichern, fanden sie das menschliche Äquivalent zu Foxp3. Mit Hilfe von Kinderärzten aus aller Welt sammelten sie Proben von Jungen, die von IPEX betroffen waren. Als sie die Proben kartierten, fanden sie tatsächlich schädliche Mutationen im FOXP3-Gen.They understood how the immune system is kept in check, Nobel Prize Outreach 2025, abgerufen am 6. Oktober 2025.

Veröffentlichungen (Auswahl)

R. Khattri, D. Kasprowicz, T. Cox, M. Mortrud, M. W. Appleby, Mary E. Brunkow, S. F. Ziegler, Fred Ramsdell: The amount of scurfin protein determines peripheral T cell number and responsiveness. In: The Journal of Immunology. 1. Dezember 2001, Band 167, Nummer 11, S. 6312–6320. doi:10.4049/jimmunol.167.11.6312. PMID=11714795.

Weblinks ISB's Dr. Mary Brunkow Wins 2025 Nobel Prize in Physiology or Medicine

Einzelnachweise

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