mini|hochkant|Christina Weskott (2026) Christina Weskott (* 1947 in Celle) ist eine deutsche Objektkünstlerin und Produktdesignerin. Ihr Werk umfasst Schmuckobjekte sowie die Entwicklung medizinischer Finger- und Hand-Orthesen.

Ausbildung Weskott studierte von 1967 bis 1974 an der Hochschule der Künste Berlin. Sie schloss 1971 den Fachbereich Edelmetall-Design und 1974 den Fachbereich Produktdesign jeweils mit dem Diplom ab.

mini|hochkant|Christina Weskott – o.T. Malerei 1997 mini|hochkant|Protective Symbol und Füllhorn mit Himmelsternen

Künstlerische Arbeit Nach ihrem Studium war Weskott zunächst als angestellte Leuchtendesignerin tätig, bevor sie sich als Designerin für Leuchten und Schmuck selbstständig machte. 1978 begann sie in München mit der Arbeit an großformatigen Körperschmuck-Objekten („Protective Symbols“).

Im Jahr 1985 stellte sie in der von Robert Lee Morris geführten Galerie „Artwear“ in New York City aus. Die Gruppenausstellung „Schmuckkünstler in Europa“ fand Beachtung in der Fachpresse, unter anderem in der Women’s Wear Daily (WWD). Ihre „Protective Symbols“ fertigte sie aus Silber mit Feuer-Email in Techniken wie Email-champlevé und Maler-Emails.an.

1986 eröffnete sie ihr Atelier in Köln. Neben Unikaten aus Edelmetallen entstanden Arbeiten aus Papier sowie grafische Werke.Christina Weskott in der Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln, abgerufen am 23. Februar 2026. Ihre Arbeiten wurden 1990 in der Werkschau „Kölngold“ im Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) dokumentiert, welches eines ihrer Objekte für die Sammlung ankaufte. Weskott nahm Lehraufträge an der Hochschule Trier (Campus Edelstein und Schmuck in Idar-Oberstein) sowie der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle wahr.

Medizinisches Design mini|hochkant|Orthese von Weskott Seit 2001 entwickelt Weskott Finger- und Handschienen zur Anwendung bei Rheumatoider Arthritis und bei Finger-Arthrose, die sie patentieren und zum Gebrauchsmuster anmelden ließ. Ihr Designansatz verbindet medizinische Funktionalität mit ästhetischen Aspekten der Formgebung.

Weskott wurde in den Jahren 2008 und 2010 mehrfach für die Entwicklung ihrer Orthesen mit dem Red Dot Design Award (Produkt Design) und dem Designpreis Focus Green (Silber) ausgezeichnet.Peter Zec (Hrsg.): Red Dot Design Yearbook 2008/2009. Red Dot Edition, Essen 2008, ISBN 978-3-89939-096-4, S. 258.Peter Zec (Hrsg.): Red Dot Design Yearbook 2010/2011, Vol. 2: Doing. Red Dot Edition, Essen 2010, ISBN 978-3-89939-116-9, S. 340

In ihren Ateliers entwickelt Christina Weskott in Zusammenarbeit mit ihrem Team aus Physiotherapeutinnen und technischen sowie kaufmännischen Mitarbeiterinnen die Finger- und Handschienen-Kollektion kontinuierlich weiter.

Auszeichnungen 2008: Zweifache Auszeichnung mit dem Red Dot Design Award (Product Design) für die Daumenorthesen-Serie Portello. 2008: Auszeichnung mit dem Designpreis Focus Green (Silber) für die Daumenorthese Portello. 2010: Zweifache Auszeichnung mit dem Red Dot Design Award für die Finger-Orthesen Snodo und Bocca. 2010: Auszeichnung mit dem Designpreis Focus Green (Silber) für die Fingerorthese Snodo.

Literatur GZ Goldschmiede Zeitung / European Jeweler. Jahrgang 1990, ISSN 0175-565X (Titelbild). Bürgerportrait Jahrgang 2010, ISBN 978-3-938128-65-7, Seite 566,567.

Ausstellungen (Auswahl)

1986 Haus der Kunst, München 1987 Ueno Museum, Tokyo, Japan 1988 Museum für Angewandte Kunst Köln, „Email Jetzt“ 1993 Museum für Angewandte Kunst Köln, „Glanzstücke“ 1994 Museum für Angewandte Kunst Köln, „Köln-Gold“ 1994 Deutsches Goldschmiedemuseum Hanau 1994 Angermuseum Erfurt 1997 Deutsches Goldschmiedemuseum Hanau 1998 Zeche Zollverein, Essen, „Selection“ 1999 Städtische Galerie in Tunis, Tunesien, „Köln trifft Tunis“ 2000 Sonderausstellung der Gruppe Aspects im Museo Miniscali-Erizzo, Verona

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Einzelnachweise

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