mini|Joris van Son, aus: Het Gulden Cabinet, Malerbiografien von Cornelis de Bie für den Antwerpener Verleger und Kupferstecher Jan Meyssens, 1662 Joris van Son (* 24. September 1623 in Antwerpen; † 25. Juni 1667 ebenda) war ein flämischer Stilllebenmaler, der vor allem für seine Früchtestillleben bekannt ist. Er ist Vater des Jan Frans van Son.

Leben Joris van Son wurde 1623 in Antwerpen geboren und getauft. Über seine Ausbildung ist wenig genaues bekannt, jedoch zeigt sein Werk deutliche Einflüsse der flämischen Malerei und insbesondere des niederländischen Stilllebenmalers Jan Davidszoon de Heem, welcher ab Mitte der 1630er Jahre in Antwerpen wirkte. Joris van Son wurde 1643/1644 Mitglied der Lukasgilde in Antwerpen. Ab 1647 gehörte er der katholischen Bruderschaft Sodaliteit van de Bejaerde Jongmans an. Er führte eine Beziehung mit Cornelia van Heulens, mit der er Kinder hatte, ehe er sie später heiratete. Joris van Son genoss zu Lebzeiten Ansehen und seine Werke waren in bedeutenden Sammlungen vertreten. Zu seinen Schülern zählen unter anderem Jan Pauwel Gillemans der Jüngere und Cornelis van Huynen. Joris van Son verstarb 1667 im Alter von 43 Jahren in Antwerpen.

Werk Joris van Son spezialisierte sich auf verschiedene Arten von Stillleben, darunter Früchtestillleben, Blumenstücke, Bankettstillleben, Vanitas-Stillleben und Prunkstillleben. Joris van Son arbeitete häufig mit anderen Künstlern zusammen, insbesondere bei seinen sogenannten Girlandengemälden. Dabei war der zentrale Teil des Bildes von einem Kranz aus Früchten oder Blumen umgeben. Joris van Son malte diese Girlanden teils aus Früchten, teils aus Blumen oder auch aus einer Kombination aus beidem. Seine Vanitas-Stillleben reflektieren die Vergänglichkeit des Lebens und sind durch typische Symbole wie Totenschädel, Sanduhren oder erloschene Kerzen geprägt. Seine Prunkstillleben zeigen üppige Arrangements mit luxuriösem Zubehör, die oft auch eine Vanitas Bedeutung tragen. Gegen Ende seines Lebens malte er auch schlichtere Stillleben.

Werke (Auswahl)

Literatur Arnout Balis: Rubens and his Studio: Defining the Problem. Lannoo Publishers, 2007. Peter C. Sutton, Marjorie E. Wieseman: The Age of Rubens. Harry N. Abrams, Inc., 1993. Emmanuel Bénézit: Dictionary of artists. Band 14: Valverde – Zyw. Paris, 2006.

Weblinks

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Einzelnachweise

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