mini|hochkant|Siham Benchekroun (2011) Siham Benchekroun (; geboren im 20. Jahrhundert) ist eine marokkanische Ärztin, Psychotherapeutin und französischsprachige Schriftstellerin.
Leben und Wirken Benchekroun studierte Medizin an den Universitäten in Rabat und in Casablanca. Ihr Promotionsthema war: “L’économie de la santé”. Parallel zu Studium schrieb sie Artikel für Zeitungen über das Gesundheitswesen in Marokko. 1992 zählte sie zu den Mitbegründern der Zeitschrift Espérance Médical.Website Siham Benchekroun abgerufen am 5. Oktober 2025
Benchekroun ist als Ärztin tätig und spezialisiert sich auf Psychotherapie. Sie gilt als Vorreiterin des medizinischen Journalismus in Marokko und gründete das erste auf Gesundheit spezialisierte Pressehaus des Landes mit mehreren Fachzeitschriften. Sie setzt sich in zivilgesellschaftlichen Organisationen ein, unter anderem im Bereich der Patientenunterstützung sowie des Frauen- und Kinderschutzes. Am 27. Februar 2024 wurde sie als Expertin für kognitive Verhaltensweisen in die ständige Kommission zur Erneuerung und Anpassung der Curricula im Bildungsministerium berufen.
Literarisches Werk Benchekrouns Debütroman Oser vivre erschien 1999 in Casablanca (EDDIF). Das Buch, das traditionelle Geschlechterrollen und Gewalt in Beziehungen thematisiert, wurde in Marokko breit diskutiert. Es folgten weitere literarische Arbeiten, darunter der Roman Chama (2008) und der Prosaband Amoureuses (2012).
Überregionale Beachtung fand 2017 der von ihr initiierte und herausgegebene, dreisprachige Sammelband L’Héritage des femmes, der eine Debatte über Reformen des marokkanischen Erbrechts anstoßen sollte. Mit L’Héritage des femmes (2017) versammelte Benchekroun 23 Fachleute aus unterschiedlichen Disziplinen. Ziel des Bandes ist eine informierte, fächerübergreifende und nicht rein religiöse Debatte über Gleichberechtigung im Erbrecht. Benchekroun betonte, der Streit dürfe nicht zu einem Religionskonflikt verengt werden. Inhaltlich ist das Werk in die drei Bereiche Theologie, Politik/Recht und Gesellschaft gegliedert und enthält unter anderem ein Interview mit Ahmed Khamlichi sowie Fallbeispiele aus Tunesien und dem Libanon. Der Band stand 2017 auf der Shortlist des Prix Grand Atlas. Benchekroun meldet sich zudem in arabischsprachigen Medien mit Kommentaren zur Erbrechtsreform zu Wort.
2023 veröffentlichte sie den satirischen Roman J’avais si faim d’amour que je me suis fait des pâtes.
Schriften
Oser vivre. Roman. Casablanca: Eddif, 1999. ISBN 9981090409 A toi. Poemes. Zweisprachig. Übers. ins Arabische von Salah ed-Diin el-Wadii. Casablanca: Editions Empreintes, 2000. Les Jours d’ici. Casablanca: Editions Empreintes, 2003. ISBN 978-99-5482470-2 Le récit féminin au Maroc. Rennes, Presses Universitaires de Rennes, 2005. L’héritage des femmes. Réflexion pluridisciplinaire sur l’héritage au Maroc. 2017. J’avais si faim d'amour que je me suis fait des pâtes. EPub. 2023. ISBN 979-1-04053020-6
Weblinks Website Siham Benchekroun
Einzelnachweise
Kategorie:Psychotherapeut Kategorie:Autor Kategorie:Literatur (Französisch) Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (21. Jahrhundert) Kategorie:Roman, Epik Kategorie:Mediziner (21. Jahrhundert) Kategorie:Dichterarzt Kategorie:Marokkaner Kategorie:Geboren im 20. Jahrhundert Kategorie:Frau