mini|Schesaplana (Mitte) vom Saulakopf. Links vorn der (Lüner-)Seekopf, 2698 m, rechts hinten der Panüeler Kopf. Vorn in der Tiefe das hintere Brandner Tal. Zwischen Schesaplana und Panüeler Kopf liegen die Reste des Brandner Gletschers mini|Kartenausschnitt mini|Blick von der Lünerkrinne auf den Lünersee mini|Totalphütte mini|Schesaplanahütte auf der Schweizer Seite mini|Das Schesaplan-Massiv mit folgenden Gipfel auf Vorarlberger Seite von links: Seekopf 2698 m, Zirmenkopf 2806 m, Felsen Kopf 2835 m, die Schesaplana 2965 m. In der Bildmitte hinter dem Brandner Gletscher die Schafköpfe 2792 m + 2713 m, der Salaruel Kopf 2841 m und vor dem Panüeler Kopf 2859 m der Wilberg 2788 m. Gesehen vom 2065 m hohen Saulajoch mini|Denkmalgeschützte Kapelle Hl. Rochus (1367 m) im Nenzinger Himmel, dahinter der Oberzalimkopf und der Panüelerkopf Die Schesaplana-Gruppe, auch Schesaplanagruppe, ist eine Untergruppe des Rätikons nach der Alpengliederung der SOIUSA und auch entsprechend den Alpenvereinsführern. Der höchste Berg ist die namensgebende Schesaplana.

Einordnung nach SOIUSA Nach der Einteilung der SOIUSA gehört der Rätikon zu den Zentralen Ostalpen. Einordnung nach SOIUSATeilIIOstalpenSektorII/AZentrale OstalpenAbschnitt15Westliche Rätische AlpenUnterabschnitt15.VIIIRätikonGruppeA.3Schesaplana-Fundelkopf-GirenspitzUntergruppeA.3.aSchesaplana-Gruppe

Lage und Umgrenzung Die Schesaplana-Gruppe liegt im österreichischen Bundesland Vorarlberg und im schweizerischen Kanton Graubünden, die Nordseite gehört zum Walgau, Gemeinden Brand, Vandans (rund um den Lünersee) und Nenzing, die Südseite zum Prättigau, Gemeinden Seewis im Prättigau und Schiers. Im Nordwesten liegt das Gamperdonatal, im Nordosten das Brandnertal, im Süden auf der Schweizer Seite das Camitobel und das Valser Tobel.

Die Umgrenzung der Schesaplana-Gruppe verläuft von Norden im Uhrzeigersinn entlang der Linie Amantschonjoch – Palüdbach – Alvier – Lünersee – Gafalljoch – Golrosa – Valser Bach – Canibach – Salarueljoch oder Kleine Furka – Salaruelbach – Meng – Virgloriatobel – Amatschonjoch. Die Grenze ist teilweise nicht eindeutig.

Umliegende Berggruppen Die Schesaplana-Gruppe bildet den höchsten Teil des Rätikon-Hauptkamms und mehrere nördliche Seitenkämme. Das Barthümeljoch ist die Verbindung zur Falknis-Naafkopf-Gruppe, das Gafalljoch zur Kirchlispitzengruppe, Das Amantschonjoch zur Fundelkopf-Gruppe, die Golrosa zur Girenspitz-Sassaunagrat-Gruppe.

Berge und Sättel Der Hauptkamm des Rätikons verläuft entlang der Grenze zwischen Österreich und der Schweiz mit folgenden Sätteln und Bergen von West nach Ost: Gipfel/SattelHöhe m ü. A.AnmerkungSalarueljoch oder Kleine Furka2245Schafberg2729Salaruelkopf2841großer Ausläufer nach Norden (Zalimgrat)Schafloch2713Schafköpfe2806kleiner Ausläufer nach Nordnordost mit Wildberg (2788 m) und Mottakopf (2176 m)Schesaplanasattel2739Schesaplana2965höchster Gipfel des Rätikons, kurzer Ausläufer zum Felsenkopf (2835 m), Zirmenkopf (2806 m) und Seekopf (2698 m)Gamsluggen2374Kanzelwand2411Lüneregg2297Gafalljoch2239Übergang zur Kirchlispitzen-Gruppe Der Zalimgrat besteht aus folgenden Gipfeln und Sättel von Süd nach Nord: +Gipfel/SattelHöhe m ü. A.AnmerkungSalaruelkopf2841Panüelerkopf2859auf der Ostseite liegt die Mannheimer Hütte (2679 m)Oberzalimscharte2237auf der Ostseite liegt die Oberzalimhütte (1889 m)Pfannenknechtle2234auf der Westseite liegt die Setschalpe (1722 m)Blankuskopf2334Windeggerspitze2331Amatschonjoch2028Übergang zur Fundelkopf-Gruppe Ein kurzer Kamm verläuft von der Schesaplana nach Ostnordosten mit dem Felsenkopf, dem Zirmenkopf und dem Seekopf. Nördlich des Brandner Gletschers verläuft eine Kette nach Norden mit dem Wildberg und dem Mottakopf.

Siedlungen Der Ortskern von Brand und das dortige Skigebiet Brandnertal befinden sich teils in der Berggruppe. Sonst gibt es keine ganzjährig bewohnten Siedlungen in der Bergregion. Die Ferienhaussiedlung und Alpe Nenzinger Himmel im Gamperdonatal ist nur im Sommer erreichbar und offen.

Schutzhütten Folgende Schutzhütten befinden sich in der Berggruppe:

Douglasshütte Mannheimer Hütte Oberzalimhütte Schesaplanahütte Totalphütte

Naturschutz Die Zone zwischen dem Lünersee und der Schesaplana gehört zum geschützten Landschaftsteil Rellstal und Lünerseegebiet. In diesen Schutzgebieten sind Veränderungen untersagt, welche die Natur schädigen, das Landschaftsbild verunstalten oder den Naturgenuss beeinträchtigen. Diese Schutzgebietskategorie wurde 1969 erlassen und ist vergleichbar mit der Kategorie der Landschaftsschutzgebiete. Südwestlich vom Pfannenknechtle liegt ein Teilgebiet des Europaschutzgebiets Alpenmannstreu Gamperdonatal. Das Großraumbiotop Schesaplanastock umfasst das Hauptmassiv der Schesaplana mit dem Brandner Gletscher von der Schattalagant Alpe bis zum Panüelerkopf und den Nordgrat des Wildbergs bis zum Mottakopf. Es ist nicht nur wegen der Pflanzen- und Tierwelt schützenswert, sondern auch wegen der vielfältigen Geologie. Der Brandner Gletscher ist wegen der globalen Erwärmung schon beinahe verschwunden, zudem schwindet der Permafrost immer mehr. Das macht gerade das Hochgebirge sehr instabil, vermehrter Steinschlag und ganze Bergstürze sind die Folge.

Weblinks

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Einzelnachweise

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