Paul Adolph (Adolf) von Wrochem (geb. 30. Juli 1840 in Groß Paniow; gest. 25. November 1916 in Potsdam)Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Deutscher Uradel. 1921. Zweiundzwanzigster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1920, S. 944. war ein preußischer Geheimer Regierungs- und Landrat.Moritz Maria Weittenhiller: Genealogisches Taschenbuch der Ritter- und Adels-Geschlechter. 1880. Fünfter Jahrgang, Buschak & Irrgang, Brünn/Wien 1879, S. 532.Diepold von Köckritz: Geschichte des Geschlechtes von Köckritz von 1209–1512 und der Schlesischen Linie bis in die Neuzeit, Aus urkundlichen Quellen zusammengestellt. von Diepold von Köckritz, Josef Max' Verlag, Breslau 1895, S. 384 f.Handbuch für das Preußische Haus der Abgeordneten. Druck und Verlag W. Moeser Hofbuchdruckerei, Berlin 1894, S. 341.
Herkunft und Leben Paul Adolph von Wrochem war Angehöriger des oberschlesischen Adelsgeschlechts Wrochem. Er war der Sohn von Adolph von Wrochem (1813–1891), Landesältester und Erbherr auf Groß Paniow, und dessen Ehefrau (⚭ 1839) Marie Agnes (1818–1914), geb. von Tschirschky und Bögendorff. Von 1870 bis 1899 amtierte er als Landrat des Kreises Wohlau. Er war außerdem Vorsitzender im Aufsichtsrat der 1897 gegründeten Liegnitz-Rawitscher Eisenbahn-Gesellschaft (RBE). 1895 wurde Wrochem Mitglied des Vereins Herold zu Berlin.Ad. M. Hildebrandt: Der Deutsche Herold. Zeitschrift für Wappen-, Siegel- und Familienkunde. Jahrgang XXVI, Nr. 4, Hrsg. Herold (Verein), Julius Sittenfeld-Carl Heymanns Verlag, Berlin, April 1895, S. 41.
Persönliches Paul Adolph von Wrochem war Ehrenritter des Johanniterordens. Er war seit dem 17. Februar 1874 in Groß Sürchen im Kreis Wohlau mit Emma Marie Mathilde Hildegard (1853–1906), geb. Freiin von Köckritz und Friedland, Tochter des Gutsherrn Diepold von KöckritzMarcelli Janecki: Handbuch des Preußischen Adels. Band 1, Hrsg. Königliches Herolds-Amt, Ernst Siegflied Mittler und Sohn, Berlin 1892, S. 274. und Friedland und der Mathilde von Kessel und Zeutsch, verheiratet. Das Ehepaar hatte keine Nachkommen. Paul Adolph von Wrochem hatte zwei Schwestern. Elisabeth (1841–1914) war mit dem Landesältesten Bernhard von Rieben verheiratet, Olga von Wrochem (1843–1905) mit dem 1870 gefallenen Offizier Heinrich Synold von Schüz, jüngster Sohn des Ferdinand Synold von Schüz.
Literatur Marcelli Janecki (Red. zug.): Jahrbuch des Deutschen Adels. Band III, Hrsg. Deutsche Adelsgenossenschaft, Vaterländische Verlagsanstalt W. T. Bruer, Berlin 1899, S. 848–849. Handbuch der deutschen Aktiengesellschaften. Ein Hand- und Nachschlagenbuch für Bankiers, Kaufleute, Industrielle, Kapitalisten etc. Zweite Auflage, Ausgabe 1897–98. II. Band, A. Schumann's Verlag, Leipzig 1897, S. 64. C. Herrlich: Wochenblatt der Johanniter-Ordens Balley Brandenburg. Jahrgang 39, Nr. 9, Julius Sittenfeld. Carl Heymanns Verlag, Berlin, den 2. März 1898, S. 50. Handbuch für das Preußische Haus der Abgeordneten. Ausgabe Januar 1894, Druck und Verlag W. Moeser Hofbuchdruckerei, Berlin 1894, S. 341.
Einzelnachweise
Kategorie:Landrat (Regierungsbezirk Breslau) Kategorie:Landrat (Kreis Wohlau) Kategorie:Geheimrat Kategorie:Adliger Kategorie:Ehrenritter (Johanniterorden) Kategorie:Person (Schlesien) Paul Adolph Kategorie:Preuße Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1840 Kategorie:Gestorben 1916 Kategorie:Mann