mini|Wappen der Provinz Castellón vom 30. September 1997 Das Wappen der Provinz Castellón wurde nach vorausgegangener Zustimmung der Abgeordnetenver-sammlung der Provinz am 30. September 1997 durch einen Beschluss der Präsidialkanzlei der Valenciani-schen Gemeinschaft angenommen. Der Beschluss wurde am 27. Oktober 1997 im Diari Oficial de la Gene-ralitat Valenciana veröffentlicht.
Beschreibung Der Wappenschild ist von Blau über Gold geteilt. Oben steht in Blau auf einem braunen Landstück ein silbernes, schwarz vermauertes Kastell mit schwarzen Tor- und Fensteröffnungen, unten stehen in Gold vier rote Pfähle. Auf dem Schild ruht die offene Königskrone Spaniens.
Historische Herkunft der Wappenbestandteile Das Wappen geht bereits auf die Neugründung der Stadt 1251 nach ihrer Reconquista im Jahr 1233 zurück. Damals verlieh Jakob I. von Aragón seinem Statthalter Eximén Pérez de Tarazona (valencianisch Ximén Pérez d’Arenós) das Recht zur Neugründung und das Wappen mit den roten Pfählen und dem silbernen Kastell. Das abgebildete Castillo de Fadrell, Namensgeber der Stadt, wurde von den Mauren im 11. Jahrhundert errichtet. Die vier roten Pfähle erscheinen erstmals auf einem Siegel aus Wachs an einem Dokument, das Raimund Berengar IV., Graf von Barcelona am 2. September 1150 ausstellte. Die Legende, wonach Kaiser Karl der Kahle dem ersten erblichen Grafen von Barcelona, Wilfried dem Haarigen, den goldenen Wappenschild mit den roten Pfählen 897 an dessen Sterbebett aufgrund seiner Tapferkeit in der Schlacht verliehen haben soll, wurde 1551 vom Historiker Pere Antoni Beuter erdacht.
Vorgängerversionen mini|Vorgängerversion vom 15. Februar 1843 Am 10. Dezember 1962 erschien eine leicht abweichende Version auf der 12. Briefmarke der Serie Escudos provinciales españoles. Diese Version unterschied sich vom heutigen Wappen dadurch, dass das Kastell auf blauem Grund nicht silbern, sondern golden erschien und die Toröffnung rot statt schwarz. So wurde das Provinzwappen auch 1860 in der Sammlung Escudos provinciales von Fernando Piferrer dargestellt, wo die Toröffnung durch ein zweiflügeliges, goldenes Tor verschlossen war.
Eine Vorgängerversion wurde am 15. Februar 1843 vom damaligen Regenten Baldomero Espartero Álvarez verliehen. Der Wappenschild war sehr ähnlich dem heutigen, d. h. das Kastell war silbern mit schwarzer Vermauerung, allerdings mit roten Tor- und Fensteröffnungen. Vor der Toröffnung stand silberner Windhund mit schwarzen Flecken, der einem schwarzen, widersehenden, fliehenden Wolf am heraldisch rechten Schildrand nachblickte. Die untere Schildhälfte entsprach der heutigen. Hinter der offenen Königskrone erschien ein schwarzer, nach heraldisch rechts blickender Adler mit ausgebreiteten Schwingen, der in seinem goldenen Schnabel zum einen einen grünen Lorbeerkranz und zum anderen ein rotes wehendes Spruchband mit der goldenen Inschrift Triunfó de los enemigos de la libertad, julio de 1837 (Ich triumphierte über die Feinde der Freiheit, Juli 1837) hielt. Das Spruchband erinnerte an den Widerstand der Stadt Castellón gegen die Belagerung im Ersten Carlistenkrieg durch Truppen von Ramón Cabrera y Griño vom 7.–9. Juli 1837. Dieses Wappen galt bis zu seiner Abschaffung durch die Franquisten 1939.
Einzelnachweise
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