Qızılhacılı (eingedeutscht Gisilhadschyly) ist ein verlassenes Dorf in der Provinz Qazax von Aserbaidschan. Von 1992 bis 2024 war es von armenischen Streitkräften besetzt.

Geographische Lage und Geschichte Die Bezeichnung des Dorfes geht auf den Namen des türkischstämmigen Stammes Qızılhacılı zurück. Eine gleichnamige Ortschaft findet sich auch in

der Provinz Goranboy von Aserbaidschan.

Qızılhacılı liegt in der sogenannten Gəncə-Qazax-Ebene auf einer Höhe von 765 unmittelbar an der Grenze zu Armenien.

Über die frühere Geschichte des Dorfes ist nicht viel bekannt. In der Sowjetzeit war es Teil der Aserbaidschanischen SSR. Laut den Angaben der Agrarstatistik des Sowjetaserbaidschans aus dem Jahr 1921 lebten in Qızılhacılı ca. 350 Menschen, alle Aserbaidschaner.

Im Zuge des Ersten Bergkarabachkrieges wurde die Ortschaft im Juni 1992 von armenischen Truppen militärisch besetzt und die Bevölkerung vertrieben. Während der Besatzungszeit blieb das Dorf unbewohnt und verfiel mit der Zeit.

Gemäß der erzielten Vereinbarung zwischen Armenien und Aserbaidschan über die Festlegung der Staatsgrenzen vom 19. April 2024 erfolgte die Rückgabe von Qızılhacılı an Aserbaidschan. Am 23. Mai 2024 übernahmen die Soldaten des Staatlichen Grenzschutzdienstes von Aserbaidschan die Kontrolle über das Dorf.

Literatur und Einzelnachweise

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