Pitika Ntuli (* 1942 in Springs, Transvaal, Südafrikanische Union) ist ein südafrikanischer Bildhauer, Dichter, Schriftsteller und Akademiker. Er verbrachte mehr als drei Jahrzehnte im Exil in Swasiland und im Vereinigten Königreich. Internationale Aufmerksamkeit erlangte er mit der aus Tierknochen geschaffenen Werkgruppe und Online-Ausstellung Azibuyele Emasisweni (Rückkehr zum Ursprung) beim National Arts Festival 2020. Dafür erhielt er 2021 den Global-Fine-Art-Awards-People’s-Choice-Preis („You-2“). Im Jahr 2025 zeigte er gemeinsam mit Willie Bester die Ausstellung Junkyard Dogs in Johannesburg.

Leben Ntuli wurde 1942 in Springs im heutigen Gauteng geboren. Ab 1963 lebte er im Exil in Swasiland. Dort wurde er als politischer Gefangener inhaftiert und verbrachte ein Jahr in Isolationshaft in einer Todeszelle des Matsapha Central Prison. Im Jahr 1978 wurde er auf internationalen Druck hin freigelassen und konnte ins Vereinigte Königreich ausreisen. Er studierte anschließend am Pratt Institute in New York und lehrte später an britischen Hochschulen, darunter am Camberwell College of Arts und in Central Saint Martins. 1994 kehrte er nach Südafrika zurück und lehrte an der University of the Witwatersrand. Danach wechselte er an die University of Durban-Westville, wo er Fachbereichsleiter wurde und später zum Deputy Vice-Chancellor aufstieg. 2013 erhielt Ntuli den ACT Lifetime Achievement Award (Visual Art) des Arts & Culture Trust. 2024 gehörte er zum Gutachterkomitee der neuen südafrikanischen Cultural and Creative Industry Awards.

Wirken Ntulis Skulpturen entstanden seit den 1970er-Jahren aus Holz, Stein, Metall und Knochen; seine erste große Ausstellung in Südafrika zeigte 2010 das Museum Africa in Johannesburg. Im Jahr 2020 lancierte er die vollständig aus 45 Knochenskulpturen bestehende Serie Azibuyele Emasisweni als Online-Ausstellung beim National Arts Festival; die Eröffnung würdigte die Rolle indigener Wissenssysteme und Spiritualität in seinem Werk. Die Ausstellung war von Gedichten und Beiträgen zahlreicher Künstlerinnen und Künstler begleitet und wurde 2021 mit dem Global-Fine-Art-Awards-People’s-Choice-Preis ausgezeichnet. 2022 wurde Azibuyele Emasisweni im Oliewenhuis Art Museum in Bloemfontein gezeigt. 2025 thematisierte Ntuli gemeinsam mit Willie Bester in Junkyard Dogs in Johannesburg Widerstand, Resilienz und die Transformation von Alltagsmaterialien in Kunst.

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