Natasha Distiller ist eine südafrikanische Literaturwissenschaftlerin und Schriftstellerin. Bekannt wurde sie durch Arbeiten zur Shakespeare-Rezeption in Südafrika. An der Universität Kapstadt war sie als Associate Professor tätig und wurde 2010 zur Chief Research Officer des Institute for the Humanities in Africa ernannt.

Leben Distiller wurde 2003 an der Universität Kapstadt mit der Dissertation Shakespeare in South Africa: Literary Theory and Practice promoviert. 2005 erhielt sie als eine von fünf Ausgezeichneten den neu eingeführten UCT Fellows’ Award für vielversprechende junge Wissenschaftler. Im Mai 2006 hielt sie im Rahmen der Fellows’-Reihe den Vortrag Material Culture: Shakespeare in Post-Apartheid South African Schools. 2008 wurde sie an der Universität Kapstadt ad personam zur Associate Professorin befördert. 2010 wurde sie zur Chief Research Officer des neu gegründeten Institute for the Humanities in Africa berufen. Zu dieser Zeit lebte sie mit ihrer Ehefrau und ihrem Sohn im Raum Kapstadt.

Nach eigenen Angaben erlangte Distiller 2011 einen weiteren Ph.D. in Gender Studies an der Universität des Westkaps und war als Lecturer (2016, 2024) und Visiting Research Fellow (2020–2022) am Department of Gender and Women’s Studies der University of California, Berkeley tätig. Zudem erwarb sie 2014 an der John F. Kennedy University einen Masterabschluss in Psychologischer Beratung und führt seit 2019 eine Privatpraxis in der East Bay.Professional History. In: natashadistiller.com. Abgerufen am 4. Oktober 2025.

Wirken Öffentlich sichtbar wurde Distiller zunächst durch ihre Arbeit als Koordinatorin bei der Sex Worker Education and Advocacy Taskforce, mit der sie 2000 die Entkriminalisierung von Sexarbeit forderte. Im wissenschaftlichen Diskurs zur Literatur- und Kulturgeschichte Südafrikas arbeitet sie zur Rolle Shakespeares in kolonialen und postkolonialen Kontexten. Im Jahr 2007 erschien ihr Buch South Africa, Shakespeare and Post-Colonial Culture. 2012 wurde ihr Buch Shakespeare and the Coconuts vorgestellt, welches die vielschichtige Aneignung von Shakespeare in Südafrika beleuchtet.

Publikationen (Auswahl) South Africa, Shakespeare, and Post-Colonial Culture. Edwin Mellen Press, Lewiston 2005, ISBN 0-7734-6076-4. Desire and Gender in the Sonnet Tradition. Palgrave Macmillan, Basingstoke 2008, ISBN 978-0-230-53563-3. Fixing Gender: Lesbian Mothers and the Oedipus Complex. Fairleigh Dickinson University Press, Madison 2011, ISBN 978-1-61147-030-7. Shakespeare and the Coconuts. Wits University Press, Johannesburg 2012, ISBN 978-1-86814-561-4. Complicities: A theory for human subjectivity in the psychological humanities. Palgrave, Cham 2021, ISBN 978-3-03079674-7.

Weblinks Website von Natasha Distiller Veröffentlichungen von Natasha Distiller bei Worldcat

Einzelnachweise

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