Drasenberg, im 19. Jahrhundert auch Drassenberg, ist eine Ortschaft in der Gemeinde Mölbling, zu der der Großteil des Orts erst seit 2009 gehört, im Bezirk St. Veit an der Glan in Kärnten. Die Ortschaft hat Einwohner (Stand ).
Lage Die Ortschaft liegt im Südwesten der Gemeinde Mölbling, in der Katastralgemeinde Meiselding, etwa ½ bis 1 ½ km südlich von Meiselding.
Der Ort liegt rund um eine markante kleine Kuppe, den Pogersbichl. Zur Ortschaft gehören unter anderem die Häuser Karl (Haus Nr. 1), Mooshof (Nr. 7), Winkelbauer (Nr. 8) und Hofstätter (Nr. 9); nordwestlich davon Süssenbacher (Nr. 12) und südlich davon Grünauer (Nr. 5).
Geschichte 1325 wird Dresenperge urkundlich genannt. Hier hatten die Freiberger einen Hof.Franz Xaver Kohla: Kärntner Burgenkunde. Kärntnens Burgen, Schlösser, Ansitze und wehrhafte Stätten. Klagenfurt 1973. S. 36.
Quer durch den Ort verlief die Grenze zwischen den Katastralgemeinden Meiselding im Norden und Pfannhof im Süden, die in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts beide zum Steuerbezirk Kraig und Nußberg gehörten. Bei Gründung der Ortsgemeinden Mitte des 19. Jahrhunderts kam der gesamte Ort an die Gemeinde Pfannhof. Ab der Auflösung der Gemeinde Pfannhof 1899 wurde der Ort Drasenberg für über 100 Jahre politisch getrennt: Der Nordteil des Orts gehörte ab 1899 zur Gemeinde Meiselding, ab 1973 zur Gemeinde Mölbling. Der Südteil gehörte ab 1899 zur Gemeinde Kraig, ab 1973 zur Gemeinde Frauenstein.
Mit Wirkung vom 1. Jänner 2009 kam es zu einem Gebietstausch zwischen den Gemeinden Frauenstein und Mölbling. Seither liegt ganz Drasenberg in der Katastralgemeinde Meiselding und in der Gemeinde Mölbling.
Bevölkerungsentwicklung Für die Ortschaft ermittelte man folgende Einwohnerzahlen: 1869: 12 Häuser, 61 Einwohner (Gde. Pfannhof)K. K. Statistische Central-Commission: Orts-Repertorium des Herzogthumes Kärnten. Auf Grundlage der Volkszählung vom 31. Dezember 1869. Carl Gerold's Sohn, Wien 1872. S. 75. 1880: 12 Häuser, 81 Einwohner (Gde. Pfannhof)K. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1880. Alfred Hölder, Wien 1882. S. 58. 1890: 11 Häuser, 84 Einwohner (Gde. Pfannhof)K. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im Österreichischen Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1890. V. Kärnten. Alfred Hölder, Wien 1894. S. 59. 1900: 11 Häuser, 71 Einwohner (davon 6 Häuser, 37 Einwohner in Gde. Meiselding; 5 Häuser, 34 Einwohner in Gde. Kraig)K. K. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1900. V. Kärnten. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1905. S. 78 u. 80. 1910: 11 Häuser, 73 Einwohner (davon 6 Häuser, 37 Einwohner in Gde. Meiselding; 5 Häuser, 36 Einwohner in Gde. Kraig)Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Spezialortsrepertorium der Österreichischen Länder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. V. Kärnten. Verlag der Staatsdruckerei, Wien 1918. S. 40. 1923: 8 Häuser, 63 Einwohner (davon 4 Häuser, 19 Einwohner in Gde. Meiselding; 4 Häuser, 44 Einwohner in Gde. Kraig)Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930. Abschnitt Kärnten, S. 17. 1934: 52 Einwohner (davon 22 in Gde. Meiselding, 30 in Gde. Kraig)handschriftlicher Nachtrag im Ortsverzeichnis 1923 (Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930.) mit der Signatur II 28238 der Universitätsbibliothek Klagenfurt. Abschnitt Kärnten, S. 17. 1961: 8 Häuser, 37 Einwohner (davon 4 Häuser, 25 Einwohner in Gde. Meiselding; 4 Häuser, 12 Einwohner in Gde. Kraig)Österreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961. Österreichische Staatsdruckerei, 1965. S. 256. 2001: 13 Gebäude (davon 11 mit Hauptwohnsitz) mit 13 Wohnungen; 36 Einwohner und 1 Nebenwohnsitzfall; 12 Haushalte; 0 Arbeitsstätten, 6 land- und forstwirtschaftliche Betriebe. Davon 5 Gebäude (4 mit Hauptwohnsitz) mit 4 Wohnungen; 11 Einwohner und 0 Nebenwohnsitzfälle; 4 Haushalte; 0 Arbeitsstätten, 3 land- und forstwirtschaftliche Betriebe in Gde. Mölbling; 8 Gebäude (7 mit Hauptwohnsitz) mit 9 Wohnungen; 25 Einwohner, 1 Nebenwohnsitz; 8 Haushalte; 0 Arbeitsstätten, 3 land- und forstwirtschaftliche Betriebe in Gde. FrauensteinStatistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis 2001 Kärnten. Wien 2004. S. 97 u. 116. 2011: 15 Gebäude, 39 Einwohner, 16 Haushalte, 0 Arbeitsstätten (Gde. Mölbling)Amt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Kärntner Ortsverzeichnis. Gebietsstand 1. 1. 2014. Klagenfurt, 2014. S. 45. 2021: 16 Gebäude, 27 Einwohner, 14 Haushalte, 6 Arbeitsstätten (Gde. Mölbling)Amt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Ortsverzeichnis Kärnten. Daten Volkszählung 2021. Klagenfurt, 2024. S. 41.
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Mölbling) Kategorie:Ort im Bezirk St. Veit an der Glan