Die folgende Liste gibt einen Überblick über Attentate, die während des Zweiten Weltkriegs auf führende Persönlichkeiten der verschiedenen Kriegsparteien durchgeführt wurden.

Deutsches Reich

24. Februar 1942: Attentat auf Franz von Papen, den deutschen Botschafter in der Türkei, in Ankara. Das Attentat wurde mit einem Sprengsatz ausgeführt, den der Attentäter Ömer Tokat während Papens morgendlichen Weg von seiner Residenz zur deutschen Botschaft auf diesen werfen sollte. Da der Attentäter, nachdem er wenige Schritte hinter Papen getreten war und sich bereit machte, ihn zu töten, die Reihenfolge, in der er den ihm mitgegebenen Sprengsatz auf Papen werfen und die ihm zur vermeintlichen Tarnung seiner Flucht mitgegebene „Rauchbombe“ zünden sollte (die Rauchbombe war tatsächlich ohne sein Wissen ein zweiter Sprengsatz, durch dessen Zündung er sich nach dem Willen seiner Hintermänner nach dem Anschlag als gefährlicher Mitwisser unbewusst – gleichsam als unbewusster Selbstmordattentäter – selbst beseitigen sollte), nicht einhielt, weil er anstatt, wie ihm aufgetragen worden war, erst die Bombe zu werfen und dann die vermeintliche „Rauchbombe“ zu zünden, erst die „Rauchbombe“ aktivierte um dann, wie er anscheinend glaubte, die Bombe im Schutz des Rauches mit einer besonders geringen Chance auf Entdeckung werfen zu können, tötete er nur sich selbst, während Papen und seine neben ihm gehende Frau nur von der Druckwelle der hinter ihnen erfolgenden Explosion zu Boden geworfen wurden, aber mit relativ geringfügigen Verletzungen (Papen erlitt ein geplatztes Trommelfell) überlebten. 27. Mai 1942: Operation Anthropoid, Attentat auf Reinhard Heydrich, den stellvertretenden Reichsprotektor für Böhmen und Mähren, in Prag. Heydrich wurde während der Autofahrt von seiner Residenz in die Stadt von Jozef Gabčík und Jan Kubiš aufgelauert, die zunächst versuchten auf ihn zu schießen, wobei die verwendete Schusswaffe versagte. Sie warfen dann ersatzweise einen Sprengsatz auf Heydrichs Wagen, der ihm Verletzungen zufügte, an deren Folgen (Blutsepsis) er acht Tage später verstarb. 22. September 1943. Attentat auf Wilhelm Kube, den Generalkommissar für Weißrussland in Minsk. Die als Dienstmädchen getarnte sowjetische Partisanin Jelena Masanik versteckte eine Haftmine unter seinem Bett, die durch sein Körpergewicht aktiviert wurde und ihn tötete, als er sich in dieses legte. 30. September 1943: Attentat auf Paul Dargel, den Leiter der Abteilung II des Reichskommissariats Ukraine. Der sowjetische Partisan Nikolai Iwanowitsch Kusnezow warf eine Granate auf Dargel, die ihn schwer verwundete (angeblich Verlust beider Füße). Er überlebte aber und wurde nach Berlin ausgeflogen. 21. November 1943: Attentat auf Hans Reupke, Funktionär der deutschen Besatzungsverwaltung in Frankreich (Kriegsverwaltungschef), bei Dijon. Reupke wurde durch Angehörige der Resistancé erschossen und getötet. 20. Juli 1944: Attentat auf Adolf Hitler im Führerhauptquartier Wolfschanze in Rastenburg in Ostpreußen. Der Stabschef des Ersatzheeres Claus Graf Schenk von Stauffenberg platzierte während einer militärischen Lagebesprechung in einer Baracke des Quartiergeländes eine Aktentasche mit einem Sprengsatz in Hitlers Nähe unter dem Konferenztisch, an dem die Besprechung stattfand. Eine nachträgliche Verrückung der Aktentasche durch einen anderen Konferenzteilnehmer nach Stauffenbergs Verlassen des Raumes (die somit weiter als ursprünglich von Hitler entfernt stand), die dicke Holzplatte des Tischs und die ihn tragender Verstrebung (als schützende Trennschicht zwischen der Detonation und den über den Tisch gebäugten Männern) sowie die leichte Bauweise der Baracke und ihre geöffneten Fenster (die einen erheblichen Teil der Druckwelle der Explosion entweichen ließen, so dass nicht die volle Wucht derselben im Raum konzentriert war), bewirkten dass Hitler überlebte, während einige andere anwesende Personen Verletzungen erlitten, an deren Folgen sie schließlich verstarben.

Siehe auch Liste der Attentate auf Adolf Hitler

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