Die Löschung von Online-Ressourcen der US-Regierung 2025 bezeichnet eine groß angelegte Aktion der US-Regierung unter Präsident Donald Trump, bei der Bundesbehörden zahlreiche Webseiten, Datenbanken und digitale Informationsangebote im Frühjahr 2025 entfernt haben. Das betrifft öffentliche Informationsdienste wie Umwelt-, Gesundheits- und Menschenrechtsdaten sowie rechtliche und historische Dokumente. Die Maßnahmen stießen national und international auf erhebliche Kritik und lösten Bemühungen zur Rettung und Dokumentation digitaler Regierungsdaten aus.
Hintergrund Die Aktion fand im Kontext eines Politikwechsels nach Donald Trumps erneuter Amtseinführung im Januar 2025 statt. Zu den gelöschten oder versteckten Ressourcen zählten Klimadaten, Gesundheitsstatistiken, Berichte zu Minderheitenrechten und wissenschaftliche Archive. Nach Recherchen der New York Times handelte es sich um mehr als 8000 gelöschte Webseiten und etwa 3000 entfernte oder geänderte Datensätze.
Reaktionen und Folgen Menschenrechtsgruppen, Wissenschaftler und internationale Partner übten Kritik an dem Schritt. Diverse Initiativen, wie das Internet Archive („Wayback Machine“) versuchten daraufhin, möglichst viele Daten zu spiegeln und zugänglich zu halten. Beobachter bewerten die Ereignisse als beispiellos in der jüngeren US-Geschichte, da erstmals in diesem Umfang und systematisch digitale Regierungsinformationen entfernt wurden.Kritisiert wird außerdem, dass dadurch Recherchen, wissenschaftliche Arbeit und gesellschaftliche Partizipation erschwert werden. Einige Stimmen sehen darin eine bewusste Strategie zur Kontrolle öffentlicher Informationen.
Im April 2025 äußerte der damalige Bundesforschungsminister Cem Özdemir Kritik an der US-Politik zur Entfernung zentraler Regierungsdaten und forderte eine stärkere europäische Eigenständigkeit: „Deutschland und Europa können sich nicht mehr ohne weiteres auf Zugriffsmöglichkeiten auf Daten in den USA verlassen.“ Dies gelte auch für Daten, die weltweit für Klima- und Gesundheitsfragen unverzichtbar seien. „Wir beobachten die Entwicklungen zur Wissenschaftsfreiheit in den USA mit Sorge“, sagte Özdemir. Angesichts dessen müsse man darüber nachdenken, wie man „beim Umgang insbesondere mit wissenschaftlichen Datenbanken, aber auch mit Forschungsinfrastrukturen“ widerstandsfähiger werden könne.
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