mini|hochkant|Nora Atalla (2021) Nora Atalla (* in Kairo, Ägypten) ist eine kanadische Schriftstellerin und Dichterin. Sie wurde als Gründerin der Nuit de la poésie à Québec (2009) bekannt. Im Jahr 2023 erhielt sie den vom Conseil des arts et des lettres du Québec vergebenen Preis Artiste de l’année dans la Capitale-Nationale.
Leben Atalla wurde in Kairo geboren und wuchs nach dem Umzug ihrer Familie seit der Kindheit in Québec auf; heute lebt sie in der Stadt Québec. Zu ihren Vorfahren zählen die Schriftsteller Joseph-Charles Mardrus und Lucie Delarue-Mardrus. Sie verbrachte Aufenthalte in Honduras, der Demokratischen Republik Kongo, Kamerun und Marokko; die Erfahrungen aus Reisen und Exil prägen ihr Werk. Atalla arbeitete lange im Bereich Werbung und Kommunikation, gründete und leitete die Sprachagentur Écritout (2003–2011) und widmet sich seit 2011 vollständig dem Schreiben. Künstlerische Residenzen führten sie 2019 nach Mexiko und 2022/2024 ans Centre des Récollets nach Paris; im Jahr 2023 war sie Laureatin der Résidence Nouvelle-Aquitaine/Québec (Villa Valmont/Villa Bloch).
Wirken Atalla veröffentlichte mehrere Gedichtbände und Romane, darunter La gestation de la peur (2011), Hommes de sable (2013), Les ouragans intérieurs (2014), Bagnards sans visage (2018), Morts, debout! (2020) und La révolte des pierres (2022). Sie leitet Schreib- und Poesiearbeitskreise, betreut Nachwuchsautorinnen und -autoren und fördert die Literaturvermittlung. Im Jahr 2009 setzte sie das Projekt Les livres voyageurs auf, mit dem sie hunderte quebecer Bücher in Bibliotheken in Afrika, Europa, dem Nahen Osten und Lateinamerika brachte. Als Gründerin (2009) der Nuit de la poésie à Québec organisiert und moderiert sie diese jährlich. Für La révolte des pierres erhielt sie 2022 den Prix international de poésie Annette Mbaye d’Erneville (Festival de littérature de Dakar). Zudem wurde sie 2014 für den Prix Alain-Grandbois nominiert und war 2021/2023 beim Festival de poésie de Montréal mit Morts, debout! bzw. La révolte des pierres im Finale. Atalla ist Vizepräsidentin von PEN Québec und wirkt regelmäßig in Jurys und Gremien mit. Im Jahr 2023 wurde ihr neben dem CALQ-Preis auch der Prix d’Excellence de l’Institut canadien de Québec für ihre Verdienste um das literarische Leben in Québec zugesprochen.
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