Gulbity () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Stadt-und-Land-Gemeinde Pasłęk (Preußisch Holland) im Powiat Elbląski (Kreis Elbing).

Geographische Lage Gulbity liegt im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, sechs Kilometer nordöstlich der früheren Kreisstadt Preußisch Holland () bzw. 19 Kilometer südöstlich der heutigen Kreismetropole Elbląg ().

Geschichte Bereits zur Ordenszeit war Golbitten ein Dorf. Es bestand ursprünglich aus drei großen Höfen.Dietrich Lange: Golbitten Im Jahre 1373 erhält ein gewisser Hancken von Golbitten in Golbyten Land als Dienstgut, 1448 tritt der Ortsname im Zinsbuch der Komturei Elbing auf.

Im Jahre 1785 wurde Golbitten als ein köllmisches Dorf mit neun Feuerstellen erwähnt, 1820 als ebensolches bei 52 Einwohnern.

Mit vier anderen Dörfern gelangt Golbitten im Jahre 1874 zum neu errichteten Amtsbezirk Angnitten (polnisch Anglity) im ostpreußischen Kreis Preußisch Holland, Regierungsbezirk Königsberg.Rolf Jehke: Amtsbezirk Angnitten Im Jahre 1910 zählt Golbitten 78 Einwohner.Meyers Gazetteer: Golbitten

Am 30. September 1928 schloss sich der Gutsbezirk Golbitten mit den Nachbarorten Angnitten (polnisch Anglity), Kaymen (Kajmy), Koppeln (Kopina) und Warnikam (Warnikajmy) zur neuen Landgemeinde Angnitten zusammen.

Als 1945 in Kriegsfolge das gesamte südliche Ostpreußen nach Polen abgetreten wurde, erhielt Golbitten die polnische Namensform „Gulbity“. Heute ist der Ort ein „Kolonia“ innerhalb der Gmina Pasłęk (Stadt-und-Land-Gemeinde Preußisch Holland) im Powiat Elbląski (Kreis Elbing), von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.

Religion Bis 1945 war Golbitten in die evangelische Stadtkirche Preußisch Holland (Pasłęk) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union,Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 DOkumente, Göttingen 1968, S. 472 außerdem in die römisch-katholische Pfarrei St. Josef der Kreisstadt eingegliedert.

Heute gehört Gulbity ebenfalls zur katholischen Pfarrei in der Stadt Pasłęk, jetzt im Bistum Elbląg gelegen, sowie zur evangelischen St.-Georgs-Kirche Pasłęk, einer Filialkirche der Pfarrei in Ostróda (Osterode i.Ostpr.) innerhalb der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.

Verkehr Gulbity ist von den Orten Anglity (Angnitten) und Kajmy (Kaymen) aus direkt zu erreichen. Ein Bahnanschluss besteht nicht mehr, seitdem die nächstgelegene Bahnstation Słobity (Schlobitten) vom Eisenbahnnetz genommen wurde.

Einzelnachweise

Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Pasłęk