Fredi Rissmann (* 18. Januar 1954 in Hagen; † 11. Dezember 2022) war ein deutscher Basketballfunktionär.
Werdegang 1975 war Rissmann als Mitglied des Vereins Deutsche Eiche Kückelhausen 1890 daran beteiligt, dass dieser gemeinsam mit dem TSV Fichte Hagen 1863 die Basketballgemeinschaft (BG) DEK/Fichte Hagen gründete. Seitdem war er Mitglied im Vorstand der BG. Er wurde im April 1980 Mitglied des TSV Fichte Hagen 1863. 1985 übernahm Rissmann den Vorsitz bei der BG DEK/Fichte Hagen und wurde ebenfalls Leiter der Basketballabteilung des TSV Fichte Hagen 1863. Beide Ämter hatte er bis zu seinem Tod inne.
1975 war Rissmann einer der Erfinder des Hagener Freiluftturniers, das laut dem Westdeutschen Basketball-Verband „das größte jährlich stattfindende Freiluftbasketballturnier in Deutschland“ wurde. Die Veranstaltung wurde als „sein Werk“ bezeichnet, Rissmann war bis zu seinem Tod an der Durchführung jeder Ausgabe beteiligt. Nach seinem Tod wurde das Turnier nach Rissmann benannt.
Kurz nach dem Aus des Bundesligisten Brandt Hagen im Dezember 2003 leitete Rissmann Bemühungen ein, eine neue Profimannschaft in der Stadt auf die Beine zu stellen. Wenige Monate später entstand die Mannschaft Phoenix Hagen. Durch Rissmanns Initiative kam es zur Gründung der Phoenix Hagen GmbH, er wurde Mitglied des Aufsichtsrates der GmbH. Unter seiner Leitung vermietete die BG DEK/Fichte Hagen die Spiellizenz für die 2. Basketball-Bundesliga an die Phoenix Hagen GmbH. Rissmanns Rolle bei der Gründung von Phoenix Hagen wurde als „Geburtshelfer“ eingeordnet, er gehörte jahrelang dem Aufsichtsrat der Phoenix Hagen GmbH sowie der 2015 gegründeten Basketball Hagen GmbH & Co. KGaA an. In der Anfangszeit von Phoenix Hagen war Rissmann auch Sportlicher Leiter der Mannschaft. Im Oktober 2022 war er als einer der Gesellschafter an der Gründung der Betriebsgesellschaft der 2021 entstandenen Basketball Akademie (BBA) Hagen (BBA Hagen 21 GmbH) beteiligt.
Rissmann übte des Weiteren mehr als 30 Jahre Tätigkeiten als Schiedsrichter und Trainer aus. Er war Ehrenmitglied des Basketballkreises Hagen, bei dem er die Ämter Jugendwart und Staffelleiter ausübte.
2001 wurde er mit dem „Sport-Oscar“ der Stadt Hagen ausgezeichnet. Im Juli 2006 erhielt er vom Westdeutschen Basketball-Verband die Goldene Ehrennadel. 2013 wurde Rissmann für sein Lebenswerk mit der Sportehrenplakette des Oberbürgermeisters der Stadt Hagen ausgezeichnet. Posthum verlieh ihm der TSV Fichte Hagen 1863 die Goldene Ehrenplakette.
Rissmann wurde als „Hagens Mr. Basketball“ bezeichnet. In einem Nachruf der Westfalenpost hieß es, was Rissmann „in fast 50 Jahren erreicht und geschaffen“ habe, sei „im Hagener Basketball beispiellos“. Laut Westfalenpost hat Rissmann die „ganze Basketballstadt“ Hagen geprägt.
Beruflich war Rissmann als Stahlhändler und lokalpolitisch für die FDP tätig. Rissmann war in Hagen sportpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion.
Einzelnachweise
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