mini|Start-Up Villa der FU Berlin
Ein Startup-Accelerator (von englisch ‚beschleunigen‘) ist ein kurzfristiges Förderprogramm für junge Wachstumsunternehmen. Ziel eines Accelerators ist es, die Entwicklung des Startups durch Mentoring, Zugang zu Netzwerken und häufig eine Erstfinanzierung maßgeblich zu beschleunigen.
Ziele Acceleratoren unterstützen Gründerteams dabei, ihr Geschäftsmodell zu verfeinern, den Markteintritt vorzubereiten und Kontakte zu Investoren oder Branchenexperten zu knüpfen. Viele Accelerator-Programme umfassen eine Anschubfinanzierung im fünfstelligen Bereich sowie erste Unterstützung in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Marketing. Im Gegenzug erhalten die Programm-Anbieter in der Regel Unternehmensanteile. Die Aufnahme in ein Accelerator-Programm erfolgt durch ein Auswahlverfahren, bei dem innovative Geschäftsideen und Marktpotential beurteilt werden.
Geschichte
Als erster Startup-Accelerator wird der 2005 in Cambridge (Massachusetts) gegründete Y Combinator gehandelt, der später ins Silicon Valley umzog. In Europa startete das erste Accelerator-Programm 2009 mit Accelerace in Dänemark, das stark durch die dänische Regierung subventioniert wurde; kurz darauf folgte Wise Guys aus Estland. Mit der zunehmenden Popularität von Accelerator-Programmen in den USA stieg auch in Europa die Zahl solcher Programme, um das wachsende Startup-Ökosystem zu unterstützen.
Unterschied zu Inkubatoren Siehe auch: Gründerzentren
Im Gegensatz zu Inkubatoren, die langfristig und eher in der Ideenphase begleiten, zielen Acceleratoren auf eine rasche Weiterentwicklung und Skalierung marktreifer Geschäftsmodelle innerhalb kurzer Zeit.
Bekannte Beispiele Zu den weltweit bekannten Acceleratoren gehören Y Combinator, Google for Startups Accelerators und Techstars, aus dem beispielsweise der Fahrtenvermittler Uber hervorging. In Deutschland werden Accelerator-Programme sowohl privatwirtschaftlich als auch von staatlichen Stellen angeboten. Namhafte Beispiele sind der „APX by Axel Springer und Porsche“, der „Startplatz Accelerator“, der „TechFounders Accelerator“ und der „Merck Accelerator“. Darüber hinaus fördert auch das Wirtschaftsministerium Startups mit dem „German Accelerator“.
Siehe auch Gründerzentrum Gründerausbildung und Gründungsförderung
Weblink
Einzelnachweise
Kategorie:Betriebswirtschaftslehre Kategorie:Wirtschaftsförderung