mini|Gibbes Museum of Art in Charleston, South Carolina (USA) Das Gibbes Museum of Art ist ein Kunstmuseum in Charleston, South Carolina (USA), das sich der amerikanischen Kunst widmet, insbesondere Werken aus dem Süden der USA, mit einem Schwerpunkt auf Charleston und South Carolina.

Geschichte Das Museum wurde auf Grundlage einer Schenkung von James Shoolbred Gibbes Sr. gegründet. Er stellte der Stadt Charleston Mittel zur Verfügung, um ein Kunstmuseum zu errichten. Der Bau des Gebäudes begann im Jahr 1903, 1905 wurde das Museum unter dem Namen „Gibbes Memorial Art Gallery“ eröffnet. Im Laufe der Jahre wurden Veränderungen und Erweiterungen vorgenommen. Besonders hervorzuheben ist eine umfassende Renovierung, die 2014 begann, etwa zwei Jahre dauerte und von der Architekturfirma Evans & Schmidt geleitet wurde. Sie kostete etwa 13,5 Millionen US-Dollar und hatte das Ziel, das ursprüngliche Raumgefühl wiederherzustellen, eine moderne Infrastruktur zu integrieren und das Museum weitgehend zu erneuern.

Architektur Das Gebäude liegt an der Meeting Street. Es wurde im Beaux-Arts-Stil errichtet. Der Architekt war Frank Pierce Milburn. Zu den charakteristischen Bauelementen gehören Marmorböden, eine Kuppel im Tiffany-Stil und Kalksteinverkleidungen. Bei der Renovierung von 2014 bis 2016 wurden unpassende Eingriffe aus späteren Epochen, wie beispielsweise abgehängte Decken aus den 1950er- und 1970er-Jahren, entfernt. Ursprüngliche Details wurden restauriert und die Ausstellungsflächen erweitert.

Sammlung Die Sammlung umfasst mehr als 10.000 Kunstwerke. Der Bestand enthält Gemälde, Skulpturen, Miniaturporträts, Werke auf Papier, dekorative Kunstgegenstände sowie Multimedia-Installationen. Ein großer Teil der Werke stammt aus den USA, insbesondere aus dem Süden des Landes und aus Charleston selbst.

Dauerausstellung Die Ausstellung des Museumsbestands erstreckt sich über vier Jahrhunderte und gibt einen lebendigen Einblick in die visuelle Kultur Nordamerikas von der Kolonialzeit bis zur Gegenwart. Gemälde, Skulpturen, Miniaturporträts, Arbeiten auf Papier, dekorative Kunstobjekte und Multimedia-Installationen amerikanischer Künstler spiegeln den sich wandelnden ästhetischen Geschmack der Stadt wider. Die Sammlung des Museums ist tief in der Geschichte verwurzelt und hat sich gemeinsam mit der Stadt weiterentwickelt.

Werke (Auswahl)

Miniaturensammlung Die ersten amerikanischen Miniaturen wurden in Charleston gemalt. Heute beherbergt das Gibbes Museum of Art eine der renommiertesten Sammlungen amerikanischer Porträtminiaturen des Landes. Die Sammlung umfasst über 600 Werke und reicht von frühen kolonialen Beispielen aus dem 18. Jahrhundert bis hin zu Miniaturen aus der Revival-Periode, die im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert entstanden sind. Es handelt sich um Kunstwerke, die mit Wasserfarben auf dünnen Elfenbeinscheiben gemalt wurden. Diese winzigen Gemälde sind persönliche Gegenstände, die oft zur Erinnerung an Geburten, Verlobungen, Hochzeiten und sogar Todesfälle angefertigt wurden. Sie bieten einen einzigartigen Einblick in das Privatleben amerikanischer Einzelpersonen und Familien vor dem Aufkommen der Fotografie.

Weblinks

Offizielle Website Condé Nast Traveler

Einzelnachweise

Kategorie:Kunstmuseum in den Vereinigten Staaten Kategorie:Charleston (South Carolina) Kategorie:Museumsgründung 1905