Der Prix Ahmadou-Kourouma ist ein Schweizer Literaturpreis, der vom Salon du livre et de la presse de Genève vergeben wird. Er wird seit 2004 jährlich verliehen. Der Preis ist nach dem ivorischen Schriftsteller Ahmadou Kourouma benannt. Ausgezeichnet werden Werke der frankofonen Literatur (Fiktion), die sich mit Subsahara-Afrika befassen und von Autorinnen oder Autoren aus Subsahara-Afrika bzw. mit dortigen Wurzeln in französischer Sprache verfasst sind.

Geschichte mini|Der Preis ist nach Ahmadou Kourouma benannt. Der Preis wird jedes Jahr im Rahmen des Genfer Salon du livre et de la presse verliehen. Er wurde als Hommage an den 2003 verstorbenen Ahmadou Kourouma ins Leben gerufen und knüpft an dessen humanistisches Erbe an.

Vergabekriterien und Dotierung Teilnahmeberechtigt sind französischsprachige Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus oder mit familiärem Bezug zu Subsahara-Afrika; prämiert wird ein Werk der Fiktion (Roman, Erzählung, Novelle), dessen „Geist der Unabhängigkeit, Klarheit und Weitsicht“ dem literarischen Erbe Kouroumas entspricht. Die Dotierung beträgt 5.000 Schweizer Franken. Die jeweils gültigen Teilnahmefristen und Modalitäten werden jährlich im Regelwerk des Preises veröffentlicht. Die Veranstalter betonen neben der finanziellen Auszeichnung den Sichtbarkeits- und Strahlungseffekt für die Preisträger.

Jury Für das Jahr 2018 war die Jury bspw. mit Jacques Chevrier (Vorsitz), Christine Lequellec Cottier, Isabelle Rüf, Catherine Morand, Romuald Fonkoua, Boniface Mongo-Mboussa und Nétonon Noël Ndjékéry besetzt. Auch 2019 wurde der Juryvorsitz von Jacques Chevrier wahrgenommen.

Preisträger 2004: Esther Mujawayo und Souâd Belhaddad (Ruanda/Frankreich) für Survivantes. Rwanda, dix ans après le génocide. 2005: Tanella Boni (Elfenbeinküste) für Matins de couvre-feu. 2006: Koffi Kwahulé (Elfenbeinküste) für Babyface. 2007: Sami Tchak (Togo) für Le Paradis des chiots. 2008: Nimrod (Tschad) für Le Bal des princes. 2009: Kossi Efoui (Togo) für Solo d’un revenant. 2010: Florent Couao-Zotti (Benin) für Si la cour du mouton est sale, ce n’est pas au porc de le dire. 2011: Emmanuel Dongala (Republik Kongo) für Photo de groupe au bord du fleuve. 2012: Scholastique Mukasonga (Ruanda) für Notre-Dame du Nil. 2013: Tierno Monénembo (Guinea) für Le Terroriste noir. 2014: Mutt-Lon (Kamerun) für Ceux qui sortent dans la nuit. 2015: Mohamed Mbougar Sarr (Senegal) für Terre ceinte. 2016: Mbarek Ould Beyrouk (Mauretanien) für Le Tambour des larmes. 2017: Max Lobe (Kamerun) für Confidences. 2018: Wilfried N’Sondé (Republik Kongo) für Un océan, deux mers, trois continents. 2019: David Diop (Frankreich) für Frère d’âme. 2020: Hemley Boum (Kamerun) für Les jours viennent et passent. 2021: Blaise Ndala (Demokratische Republik Kongo) für Dans le ventre du Congo. 2022: Osvalde Lewat (Kamerun) für Les aquatiques. 2023: Beata Umubyeyi Mairesse (Ruanda) für Consolée. 2024: Bessora (Gabun) für Vous, les ancêtres. 2025: Véronique Tadjo (Elfenbeinküste) für Je remercie la nuit.

Einzelnachweise

Kategorie:Literaturpreis (Schweiz) Kategorie:Afrikanische Literatur Kategorie:Erstverleihung 2004 Kategorie:Frankophonie