mini|hochkant|Albert Libertad Albert Libertad, eigentlich Joseph Albert, (geboren am 24. November 1875 in Bordeaux; gestorben am 12. November 1908 in Paris) war ein französischer Anarchist und Schriftsteller.

Leben Albert Libertad wurde 1875 als Sohn unbekannter Eltern in Bordeaux geboren. In jungen Jahren verlor er aufgrund einer Krankheit die Gebrauchsfähigkeit seiner Beine und bewegte sich fortan auf Krücken fort. Mit neunzehn Jahren, nach dem Besuch des Gymnasiums in Bordeaux, wurde er Buchhalter. Zu dieser Zeit interessierte er sich für den Anarchismus und zwei Jahre später, ab 1896, betrieb er anarchistische Propaganda bei öffentlichen Versammlungen. Als Kind der öffentlichen Fürsorge durfte er die Stadt Bordeaux vor Erreichen der Volljährigkeit nicht verlassen und zog daher erst nach Paris, wo er zunächst unter freiem Himmel oder in Notunterkünften lebte, bevor er sich in den Büros der Zeitung Le Libertaire vorstellte, die ihm vorübergehend als Unterkunft dienten.Ganzer Absatz: siehe Weblink Le Maitron

Ab 1899 arbeitete er als Korrektor in der Druckerei von Aristide Bruant, der La Lanterne de Bruant herausgab, dann für Sébastien Faure und dessen Le Journal du peuple.Siehe Weblink Ephéméride Anarchiste Er begann, für Zeitungen zu schreiben, wo sein Talent schnell erkannt wurde. Libertad beschränkt sich jedoch nicht ausschließlich auf das geschriebene Wort. Er war auch ein Anhänger der „Propaganda der Tat“ und ein herausragender Redner, der innerhalb der libertären Bewegung für seinen scharfen und ironischen Ton, seine überschäumende Fantasie und seine polemische Lebhaftigkeit bekannt war. Er zeichnete sich durch seine Vorliebe für Schlägereien und den Einsatz seiner Stöcke aus.Siehe Weblink Le Maitron Dabei wurde er auch mehrfach verhaftet: Am 5. November wurde er zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Widerstand gegen die Polizeibehörde, Rebellion, Beleidigung von Beamten, Körperverletzung und aufrührerische Rufe brachten ihm weitere Verurteilungen ein: fünfzehn Tage am 26. Mai 1899, acht Tage am 21. November, einen Monat am 22. September 1900, drei Monate am 8. November 1901 und einen Monat am 30. Juni 1907.

In der Dreyfus-Affäre stand er auf Seiten von Alfred Dreyfus und gründete in dieser Zeit die Ligue antimilitaristeSiehe hierzu den Artikel Ligue antimilitariste in der französischsprachigen Wikipédia. und zusammen mit Paraf-Javal, mit dem er damals noch befreundet war, die Causeries populaires (Volksgespräche). Dabei handelte es sich um Reihe mit Vorträgen, denen Libertad eine agitatorische Richtung zu geben versuchte.

mini|hochkant|L’Anarchie Im April 1905 gründete Libertad mit seinen beiden Gefährtinnen Armandine Mahé und Anna Mahé die Zeitung L’Anarchie. Die Zeitung war einerseits ein wichtiges Sprachrohr der Anarchisten dieser Zeit, andererseits auch mit der kriminellen Bonnot-Bande verbunden.

1908 wurde er nach einer Schlägerei mit der Bande von Paraf-Javal, auf die eine Polizeirazzia vor dem Gebäude der Zeitung folgte, in das Hôpital Lariboisière eingeliefert. Er starb wenige Tage später, laut Gerichtsmediziner an einer Phlegmone oder einem Karbunkel. Einige Berichte sprechen von einem Mord mit Anthrax.Siehe Weblink Memoires du GuerreWahrscheinlich eine Verwechslung, da ein Karbunkel in der französischen Sprache als Anthrax staphylococcique bezeichnet wird.

Der belgische Anarchist Noël Godin sagte in seinem Film Aaltra über Libertad:

Werke

Literatur

Weblinks

Albert Libertad auf Wikisource (französisch)

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Anmerkungen

Einzelnachweise

Kategorie:Person des Anarchismus (Frankreich) Kategorie:Franzose Kategorie:Geboren 1875 Kategorie:Gestorben 1908 Kategorie:Mann