mini|Marita Golden (2020) Marita Golden (* 28. April 1950 in Washington, D.C.)Marita Golden. In: Emmanuel S. Nelson: African American autobiographers: a bio-bibliographical critical sourcebook. Greenwood Press, Westport 2002, ISBN 0-313-31409-8, S. 156 (online). ist eine US-amerikanische Roman- und Sachbuchautorin sowie Lehrerin. Sie ist Mitgründerin der Zora Neale Hurston/Richard Wright Foundation (Hurston/Wright Foundation), die seit 1990 schwarze Autorinnen und Autoren fördert. Kernthemen ihres Werks sind Familienbeziehungen und die Belastungen schwarzer Gemeinschaften in den USA. Mit dem Essayband Don’t Play in the Sun (2004) machte sie Diskriminierungen aufgrund der Hautfarbe zu einem Schwerpunkt ihrer Arbeit. Im Jahr 2025 legte sie mit How to Become a Black Writer ein neues Erinnerungsbuch über das Schreiben schwarzer Geschichten vor.

Leben Golden wuchs in Washington, D.C., auf und ist ihrer Heimatstadt eng verbunden. Mit Hilfe eines Stipendiums studierte sie vier Jahre an der American University und erlangte dort einen Abschluss in Journalismus. Schon als Erstsemester schrieb sie 1968 eine zugespitzte Kolumne, die sie in Washingtons Black-Power-Szene sichtbar machte. 1973 erwarb Golden an der Columbia University einen Masterabschluss in Journalismus. Danach begann sie in der Verlagsbranche zu arbeiten, gab dann aber ihre Karriere auf und ging 1975 mit ihrem zukünftigen Ehemann nach Lagos in dessen Heimatland Nigeria. Nach dem Scheitern ihrer Ehe kehrte sie 1979 mit ihrem Sohn in die USA zurück und lebte einige Jahre in der Gegend um Boston, wo sie an verschiedenen Colleges unterrichtete. Ihre Erfahrungen verarbeitete sie in ihrem Memoir Migrations of the Heart (1983). Nachdem das Buch von der Kritik positiv aufgenommen worden war, gab sie das Unterrichten auf und zog wieder nach Washington, wo sie sich ganz dem Schreiben widmete. Später lehrte sie kreatives Schreiben an der George Mason University, Antioch College, Spelman College, Wayne State University und Virginia Commonwealth University.

Wirken Als Autorin debütierte Golden mit dem Memoir Migrations of the Heart (1983). A Woman’s Place (1986) war ihr erster Roman. Long Distance Life (1989) erzählt die Geschichte einer schwarzen Familie in Washington, D.C., von den 1920er- bis in die 1960er-Jahre. Mit Saving Our Son (1995) veröffentlichte sie ein vielbeachtetes Buch über das Aufwachsen eines schwarzen Sohnes in Washington, D.C. In Don’t Play in the Sun (2004) betrachtet sie Diskriminierungen aufgrund der Hautfarbe als gesellschaftliches Phänomen. The Wide Circumference of Love (2017) beleuchtet die Auswirkungen von Alzheimer auf eine afroamerikanische Familie. Im Jahr 1990 gründete Golden gemeinsam mit Clyde McElvene die Zora Neale Hurston/Richard Wright Foundation, die Arbeitskreise anbietet und Literaturpreise verleiht. Bereits 1990 stiftete sie den Hurston/Wright Award for College Writers, mit dem unveröffentlichte Texte Studierender ausgezeichnet werden. 2025 benannte die Stiftung ihre Legacy Awards in Zora Awards um und erhöhte das Preisgeld in der Debüt-Kategorie deutlich.

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Einzelnachweise

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