mini|Die Metrostation Admiraltejskaja Admiraltejskaja () ist eine Station der Sankt Petersburger Metro. Sie liegt an der Frunsensko-Primorskaja-Linie zwischen den Stationen Sadovaya und Sportivnaya. Ursprünglich war die Eröffnung im September 1997 zusammen mit den Stationen Sportiwnaja und Tschkalowskaja geplant, aufgrund von Bauschwierigkeiten wurde die Station jedoch erst im Dezember 2011 eröffnet. Bis zu diesem Zeitpunkt blieb der bereits errichtete Bahnhof ein „Geisterbahnhof“, durch den Züge ohne Halt fuhren. Es ist der tiefste Bahnhof in Russland und der GUS.

Standortwahl und Zugänge Die Entscheidung über den Standort des oberirdischen Zugangsbereiches wurde aufgrund organisatorischer und technischer Schwierigkeiten des Baus in der historischen Innenstadt von St. Petersburg mehrmals geändert und erst mit mehreren Jahren Verspätung getroffen. Für den Bau der Lobby plante das beauftragte Bauunternehmen Metrostroi, ein Wohngebäude in der Kirpitschnistraße 1/4 (an der Kreuzung mit der Malaja-Morskaja-Straße) zu kaufen, abzureißen und an seiner Stelle ein Bürozentrum mit einem dort integrierten Metrozugang zu errichten. Sowohl die Anwohner als auch die Behörde KGIOP (Staatliches Komitee für die Kontrolle, Nutzung und den Schutz historischer und kultureller Denkmäler in St. Petersburg) erhoben jedoch zahlreiche Einwände. Später traten weitere Probleme auf; einige der Wohnungen wurden privatisiert, und es kam zu schwerwiegenden rechtlichen Schwierigkeiten mit den Eigentümern.

In den Jahren 2005 und 2006 wurden andere Optionen für den Standort der Zugangsebene geprüft, doch im Dezember 2006 fiel die endgültige Entscheidung, den ursprünglichen Plan fortzusetzen. Infolgedessen fand durch die Stadtverwaltung am 6. September 2007 die Enteignung des betroffenen Areals statt.Юрий Иванов со ссылкой на заместителя генерального директора «Метростроя» Владимира Харенкова и руководителя службы капитального строительства Метрополитена Аркадия Фурса, № 187 от 05 октября 2007 года

Im Sommer 2009 wurde das Wohngebäude auf dem Gelände des Eingangsbereiches abgerissen. Der Rolltreppentunnel wurde bis April 2011 fertiggestellt. Dabei kam dieselbe Tunnelbohrmaschine wie beim Bau des Schrägtunnels an der Station Obvodny-Kanal zum Einsatz.

Der Ausgang der Station befindet sich an der Ecke Kirpitschnistraße und Malaja-Morskaja-Straße. Damit ist Admiraltejskaja die Station, die dem Palastplatz, dem Isaaksplatz und dem Senatsplatz am nächsten liegt.

Der Zugangsbereich (auch Lobby genannt) ist ein ovaler Raum, dessen Gestaltung an die unterirdischen Strukturen des Bahnhofs erinnert. Die Wände sind mit Gasgan-Marmor verkleidet. Die Decke, getragen von einer Reihe massiver schwarzer geriffelter Säulen, ist mit einer beleuchteten „Windrose“-Applikation verziert, die nach den realen Himmelsrichtungen ausgerichtet ist. Die schrägen Rolltreppen sind mit einem Mosaikbild der „Admiralität“ des Künstlers Alexander Kirovich Bystrov verziert.

Die unterirdischen Bauwerkteile Die U-Bahn-Fahrspur liegt bei der Station Admiraltejskaja auf 86 Meter Tiefe. Sie ist damit die tiefste U-Bahn-Station in Russland (Stand Dez. 2025) und gehört damit zu den am tiefsten reichenden Stationen weltweit. Zum Zeitpunkt der Eröffnung war sie nach den Stationen Arsenalnaja (105,5 m) und Petscherskaja (90 m) in Kiew die dritttiefste in den GUS-Staaten.

Der Zugang zu den Bahnsteigen erfolgt über einen ebenerdigen Vorraum und eine Kaskade bestehend aus zwei Rolltreppen.

Die unterirdische Halle wurde nach dem Entwurf von A.S. Konstantinov gebaut. Der Vorentwurf wurde bereits 1997 erstellt und mit einigen Änderungen im Jahr 2006 angenommen.

Die künstlerische Gestaltung des Bahnhofs ist maritim geprägt. Die Böden sind mit hellgrauem Granit aus dem Ural und rotem Granit aus Zentralrussland gepflastert. Drei eingelegte Windrosen sind von goldenen Marinewinkeln aus ockerfarbenem Granit eingerahmt. Die Gleiswände sind mit bläulich-grauem Marmor verkleidet. Die Türgitter an den Zugängen zu den Bahnsteigen weisen maritime Ornamentik auf. Die Bahnhofsarkaden wurden mit creme- und goldfarbigem Marmor ausgestaltet. Die Bögen sind mit schwarzen Halbsäulen aus Aluminiumlegierung und die Sockel und Kapitel mit poliertem Messing gestaltet.

Am Ende der Bahnhofshalle befindet sich ein Mosaik namens „Gründung der Admiralität“ des Künstlers A. K. Bystrow. Im Fußgängerbereich befinden sich die zwei Mosaike namens Newa und Neptun des gleichen Künstlers.

Die Zwischenräume zwischen den Säulen wurden mit Portrait-Reliefs bedeutender russischer Admirale und Marinekommandanten ausgestaltet, die von den Bildhauern Sweschnikow und Charkin gefertigt wurden.

Chronologie der Bauwerks-Entstehung Als der Abschnitt Sadowaja-Tschkalowskaja am 15. September 1997 eröffnet wurde, war die unterirdische Halle des Bahnhofs noch nicht fertiggestellt. Die Züge fuhren durch den Bahnhof, ohne anzuhalten. In der Halle war der Bahnsteig noch nicht hergestellt, lediglich dienten zwei „Balkone“ der Überquerung des Gleisbettes zu den Bahnsteigen. Dabei waren alle Öffnungen zwischen den Säulen mit Blechen abgedeckt. Im Jahr 2005 konnten die Arbeiten vor allem im unterirdischen Bereich wieder aufgenommen werden. Es begannen die Hauptarbeiten am Dach der zentralen Halle und mit dem Bau des kleineren, geneigten Durchgangs wurde begonnen.

2007 erfolgte nach Abschluss der Verkleidungsarbeiten der Halle die Umgestaltung des Ausgangsgebäudes. Der Bauträger betätigte die Ausstattung der Station mit vier Rolltreppen und einem geneigten Durchgang. Im Juli 2007 Jahres begann die Umsiedlung der Bewohner des für den Eingang vorgesehenen Gebäudes. Es wurde eine Verkleidung der Bahnsteig- und Gleiswände vorgenommen und die Abtrennung der zentralen Bahnhofshalle durch Eisenzäune als Schutz vor durchfahrenden Zügen. Der Rohbau sowie etwa 50 % der geplanten Arbeiten konnten abgeschlossen werden,Юрий Иванов со ссылкой на заместителя генерального директора «Метростроя» Владимира Харенкова и руководителя службы капитального строительства Метрополитена Аркадия Фурса, № 187 от 05 октября 2007 года die unter den Bahnsteigen befindlichen Raume waren fertiggestellt es begannen erste Installationsarbeiten.

Im Jahr 2009 kam es zu einem Widerruf der Abrissgenehmigung des Eingangsgebäudes durch die Behörde KGIOP nach kontroverser teilweise öffentlich geführter Diskussion. Die dennoch erfolgte Abrissgenehmigung wurde mit der Auflage erteilt, die Fassade denkmalgerecht wiederherzustellen. Nach einer Verstärkung der Nachbargebäude wurde mit den Aushubarbeiten begonnen. Außerdem wurden Überdachungen in Seitentunneln installiert.

2010 konnte die von Herrenknecht gelieferte Tunnelbohrmaschine installiert und in Betrieb genommen werden und man begann mit dem Aushub und dem Tunnelvortrieb. 2011 war der Schräggang fertiggestellt und die Tunnelvortriebsmaschine abgebaut. Rolltreppen wurden installiert, der Bau des Bahnhofsvorraums begann.

Die Eröffnung fand am 28. Dezember im Beisein des Gouverneurs von St. Petersburg und des stellvertretenden Ministerpräsidenten statt mit Aufnahme des Fahrgastbetriebes.

Rechtliche Auseinandersetzung ab 2011 Nach Ermittlungen zum Bau der ebenerdigen Bahnhofshalle wurde ein Strafverfahren gegen den Chef der St. Petersburger Metro, Wladimir Garyugin, eingeleitet, in dessen Folge es zur Beschlagnahme seines Vermögens kam. Die Ermittlungen gingen davon aus, dass dieser seine Amtsbefugnis missbraucht hatte, als er einen Vertrag zum Bau eines Einkaufs- und Unterhaltungskomplexes in dem Eingangsgebäude abschloss.

Die Rechnungskammer von St. Petersburg kam dabei zu der Überzeugung, dass über 6 Milliarden Rubel (umgerechnet 65 Millionen Euro in 2012), die für den Bau des Admiralitätsplatzes ausgegeben wurden, mutmaßlich veruntreut wurden.

Weitere nicht realisierte Planungen mini|Erhöhter Passagierverkehr am Ausgang aufgrund des Feuerwerks zu Ehren des 70. Jahrestages des Siegestages Die Station war ursprünglich als Umsteigeknotenpunkt zwischen den Linien 5 und 3 konzipiert. Aufgrund unzureichender Finanzierung und der Komplexität des Baus einer Station auf einer bestehenden Linie wurden diese Pläne jedoch auf unbestimmte Zeit verschoben. Im Juli 2010 gab der Generaldirektor des Forschungs- und Designinstituts Lenmetrogiprotrans, Vladimir Maslak, bekannt, dass die Station Admiraltejskaja kein Umsteigeknotenpunkt sein werde.

Am 28. Juni 2011 wurde jedoch ein aktualisierter U-Bahn-Entwicklungsplan veröffentlicht, in dem für die Station Admiraltejskaja sogar zwei Umstiege ausgewiesen wurden. Geplant war die Gestaltung von zwei Umsteigemöglichkeiten: zur Station Admiraltejskaja-3 der geplanten Linie Admiraltejsko-Ochtinskaja und zur zukünftigen Station Admiraltejskaja-2 der bestehenden Linie Newsko-Wasileostrowskaja.

Siehe auch Liste der Stationen der Metro Sankt Petersburg

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Einzelnachweise

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