Eleonora Laura Bromberg (geborene Kann, am 15. Dezember 1852 in Frankfurt am Main; gestorben am 20. Dezember 1927 in Hamburg) war eine deutsche Frauenrechtlerin. Sie war aktiv in der Rechtsberatungsstelle für Frauen in Hamburg und in weiteren Frauenvereinen, die sich um die Armenpflege oder um die Stellenvermittlung für weibliches Hauspersonal kümmerten.

Leben Eleonora Kann wurde am 15. Dezember 1852 in Frankfurt geboren. Sie war die Tochter des Kaufmanns Eduard Moses Kann (1801–1861) und Ester Kann geborene Horwitz (1814–?). Sie hatte sechs Geschwister und wurde Laura genannt. Der später in Paris lebende Bankier und Kunstsammler Rodolphe Hirsch Kann war ihr Bruder. Laura Kann heiratete den Hamburger Kaufmann Martin Bromberg (1839–1918) und zog mit ihm nach Hamburg. Bromberg war Inhaber des Handelshauses Bromberg & Cia., welches 1913 etwa 900 Angestellte und über 1.500 Arbeiter beschäftigte und jährlich über 50 Millionen Mark umsetzte. Auch ihre Söhne Arthur, Erwin, Fernando, Otto und Waldemar traten später in die Unternehmung ein. Heute firmiert die Unternehmung als Bromberg, Staudt & Co.

mini|Im Haus Moorweidenstraße 5 befand sich die Rechtsberatungsstelle für Frauen In Hamburg engagierte sie sich als Frauenrechtlerin. Ihr war die Rechtsberatung von Frauen ein Anliegen. Um diese in einer Rechtsberatungsstelle „von Frau zu Frau“ beraten zu können, musste sie sich, da das Frauenstudium an Universitäten noch wenig ausgebaut war und die Universität Hamburg erst 1919 gegründet wurde, in wichtige juristische Fragen im Selbststudium einarbeiten, was ihr auch aufgrund der Vermögensverhältnisse ihrer Familie gelang.Laura Bromberg auf Hamburg-Biografien.de, abgerufen am 25. September 2025 Mit ihrem Mann war sie zudem als Kunstsammlerin aktiv. Werke, die das Paar gesammelt hatte, wie Liebermanns Abend am Uhlenhorster Fährhaus, 1910 oder Ruderer, 1909 befinden sich heute in der Hamburger Kunsthalle, andere in der National Gallery of Art in Washington D.C.

Den Rechtsschutzverein für Frauen hatte 1911 Julie Eichholz in Hamburg gegründet. Eichholz war die erste Vorsitzende und Bromberg die zweite Vorsitzende des Vereins. Die Arbeit in der Rechtsberatungsstelle ging Laura Bromberg mit großem Einsatz an. So schrieb der Hamburgische Correspondent in einem Nachruf im Jahr 1927 über sie:

Sie gehörte zu den Mitbegründerinnen des Frauenvereins zur Unterstützung der Armenpflege und war im Vorstand Stellenvermittlung für weibliches Hauspersonal. Dieser war 1900 von der Ortsgruppe Hamburg des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins gegründet worden. Ziel war, den zu der Zeit bestehenden Mangel an Dienstmädchen zu beheben, und eine „Hebung des Dienstbotenstandes“. Dazu wurden die Arbeitgeberinnen auf ihre Vorbildfunktion hingewiesen.

Laura Bromberg starb am 20. Dezember 1927 in Hamburg.

Ehrungen Nach Laura Bromberg wurde der Brombergstieg in Hamburg-Stellingen benannt. Ihr wurde ein Frauenort in Hamburg gewidmet. Im Garten der Frauen auf dem Friedhof Ohlsdorf hat sie einen Gedenkplatz in der Erinnerungsspirale bekommen.

Einzelnachweise

Weblinks Laura Bromberg Hamburg Frauenbiografien.de Laura Bromberg; Garten der Frauen

Kategorie:Geehrte des Projekts Frauenorte Kategorie:Geehrte des Projekts Garten der Frauen Kategorie:Person (Hamburger Geschichte) Kategorie:Frauenrechtler (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1852 Kategorie:Gestorben 1927 Kategorie:Frau