mini|Verbreitungsgebiet des Tigerfaulvogels
Der Tigerfaulvogel, auch Grünschnabel-Faulvogel genannt, (Nystalus radiatus), Syn. Bucco radiatus, ist eine Vogelart aus der Familie der Faulvögel (Bucconidae)., in Avibase – Die Weltvogel-Datenbank. Abgerufen am 23. September 2025.P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF
Der Vogel kommt in Ostpanama, Nordwestkolumbien und Westecuador vor.
Die Art wurde früher der Gattung Ecchaunornis zugeschlagen und als Ecchaunornis radiatus bezeichnet, im Jahre 1948 der Gattung Nystalus zugeordnet.J. L. Peters: Check-list of birds of the world. Vol. 6, 1948, S. 13,1948, Biodiversity Library
Der Lebensraum umfasst feuchte Waldränder im Tiefland, Sekundärwald, Ränder von Waldwegen, lockeren Galeriewald, überwachsene Lichtungen, weniger dicht baumgestandene Gebiete, bis 1300–1675 m Höhe.M. McMullan: Field Guide to the Birds of Colombia Rey Naranjo Editores, 2018, ISBN 978-958-8969-77-0P. C. Rasmussen, N. Collar und G. M. Kirwan: Barred Puffbird (Nystalus radiatus), Version 1.0. In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana (Herausgeber): Birds of the World, 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Nystalus radiatus
Der Artzusatz kommt von .J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press. 1991. ISBN 0-19-854634-3.
Merkmale Die Art ist 21 bis 22 cm groß und wiegt etwa 63 g, auffällig mit fast durchgehender zimtfarbener und schwarzer Bänderung und breitem hellem, gelblichem Nackenband. Das Gefieder ist durchgehend rotbraun mit schwarzen Binden. Ein großer weißer Fleck am Zügel geht in einen blass rotbräunlich bis weißen Überaugenstreif über. Die schwärzliche Kopfkappe mit dunkelbrauner Bänderung ist an der Stirn am breitesten und verjüngt sich zu einem schmalen, fast fleckartigen Band in Richtung Nacken. Der schwarze obere Mantel trägt rotbraune Flecken, die zum Schwanz zu dunkel kastanienbraun werden. Auf den Flügeln sind schmale schwarze Binden zu sehen, weniger gleichmäßig auf den Handschwingen, kräftiger auf den Außenfedern. Der Schwanz ist lang, schmal, etwas gestuft, kastanienbraun mit schmalen schwarzen Binden. Das Kinn ist weißlich und geht in die blass rotbraune Unterseite mit zarter schwärzlicher Bänderung über, nur der Bauch ist ungebändert. Die Unterschwanzdecken sind heller rotbraun. Die Geschlechter unterscheiden sich nicht. Die Iris ist cremefarben gelb, der große kräftige Schnabel ist grünlich gelb bis schwärzlich, die Beine sind grünlich grau. Jungvögel haben einen kürzeren Schnabel, ein blasseres Nackenband und hellere Zeichnung an der Unterseite.
Das ähnlich aussehende Weibchen des Zebraameisenwürgers (Cymbilaimus lineatus) ist wesentlich kleiner, hat kein Nackenband, aber eine kastanienfarbige Kopfkappe und sitzt mehr horizontal.G. R. Angehr, R. Dean: The Birds of Panama. Ithaca: 2010 ISBN 978-0-8014-7674-7
Geografische Variation Die Art ist monotypisch.IOC 15.1 Jacamars, puffbirds, barbets, toucans, honeyguidesAviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025
Es wurde eine Unterart Ecchaunornis radiatus fulvidus (Salvin and Godman)W. Stone: Birds of the Panama Canal Zone, with Special Reference to a Collection Made by Mr. Lindsey L. Jewel. In: Proceedings of the Academy of Natural Sciences of Philadelphia, Band 70, Nummer 2, S. 239–280, 1918, JSTOR vorgeschlagen, die aber als dunkle rotbraune Morphe angesehen wird.
Stimme Die Lautäußerungen werden als langgezogenes, ansteigendes und abfallendes Pfeifen mit Pausen „wheeeet …. wheeeeooh“ beschrieben, auch im Duett. Der Warnruf ist ein einfacher Pfeiflaut.
Lebensweise Die Art ist ein Standvogel. Sie sitzt gern in Lichtungsnähe auf offenen Ästen, ist einzeln oder auch paarweise im Unterholz bis zu den Wipfeln zu finden. Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Käfern, Heuschrecken, großen Raupen oder kleinen Eidechse. Die Brutzeit liegt um den März in Ecuador. Das Nest wird in einem langem schmalem Tunnel im einer Uferwand angelegt. Das Gelege besteht aus zwei Eiern.
Gefährdungssituation Der Bestand gilt als „nicht gefährdet“ (Least Concern).
Literatur P. L. Sclater: Bucco radiatus. In: Proceedings of the Zoological Society of London, Band 21, Heft 255, S. 122, 1854, Biodiversity Library
Weblinks
Oiseaux.net Datazone.Birdlife Macaulay Library Multimedia
Einzelnachweise
Kategorie:Faulvögel