Der Deutsche Meister im Rollhockey wird bei den Männern seit 1910 offiziell ausgespielt, da in diesem Jahr die Gründung des Bundes Deutscher Rollsportvereine erfolgte. In den Jahren 1905 bis 1909 gab es bereits inoffizielle Meisterschaften. Bei den Frauen wurde die erste Deutsche Meisterschaft im Jahr 1986 ausgetragen. Bereits ab 1983 gab es Spielrunden, in den ersten zwei Jahren aber nur mit zwei, 1985 dann vier Mannschaften.

Liste der Deutschen Meister der Männer Mit Ausnahme von neun Spielzeiten wurde der Deutsche Meister im Rollhockey seit 1910 offiziell ausgespielt. Von 1905 bis 1909 waren es noch inoffizielle Meisterschaften. Vor dem Start der 1. Rollhockey-Bundesliga im Jahr 1967 wurde der Deutsche Meister aus dem Kreis der bestplatzierten Clubs der deutschen Oberligen ermittelt. Rekordmeister mit 16 Titeln ist die RESG Walsum, amtierender Meister ist der SK Germania Herringen. Von 1915 bis 1918 (Erster Weltkrieg), von 1943 bis 1946 (Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit) sowie 2021 (COVID-19-Pandemie) wurde kein Deutscher Meister ermittelt.

Deutsche Meister nach Anzahl der Titel Pos. Verein Stadt Titel zuletztAnmerkung 1 RESG Walsum Duisburg 16 1998/99 2 RSC Cronenberg Wuppertal 14 2025/26 3 Stuttgarter ERC (*) Stuttgart 12 1959 einschließlich RSV, RSEV und SSRC 4 REC/1. FC Nürnberg (**) Nürnberg 11 1942 Abteilung als 1. FCN Roll- und Eissport selbstständig 5 ERG Iserlohn Iserlohn 9 2016/17 SpVgg Herten Herten 9 1979 Abteilung seit 2000 als RSpVgg Herten selbstständig SK Germania Herringen Hamm 9 2024/25 RSC Berlin Berlin 9 1921 9 IGR Remscheid Remscheid 5 1993/94 bis 2002: IG Remscheid; bis 2010: VfB Remscheid 10 RSV Weil Weil am Rhein 4 2003/04 2004 Wechsel in die Schweizer Nationalliga A TSG Darmstadt Darmstadt 4 1966 12 RSK Breslau Breslau 3 1919 13 TuS Düsseldorf-Nord Düsseldorf 1 1996/97 RSC Darmstadt Darmstadt 1 1988 TGS Ober-Ramstadt Ober-Ramstadt 1 1983 VfL Hüls Marl 1 1967 TuS Eintracht Dortmund Dortmund 1 1950 Post SV Nürnberg Nürnberg 1 1940 SVR Berlin Berlin 1 1922 RSC Hannover Hannover 1 1924

Anmerkungen: (*) 1924 fusionierten der RSV Stuttgart, 1. Stuttgarter RSK und RSC Schwaben zum RSEV Stuttgart; 1930 fusionierte der RSEV Stuttgart mit dem Schlittschuh-Club Stuttgart zum Stuttgarter SRC; 1957 Namensänderung in Stuttgarter ERC (in manchen Quellen wird auch die Abkürzung ERSC Stuttgart verwendet). (**) Der REC Nürnberg schloss sich zur Saison 1937 dem 1. FC Nürnberg an.

Liste der Deutschen Meister der Frauen Mit Ausnahme einer Spielzeit wurde der Deutsche Rollhockey-Meister der Frauen seit 1986 ausgespielt. Rekordmeister der Damen ist mit zwölf Titeln der RSC Cronenberg, erster Titelträger war 1986 der SCC Eldagsen (heute SC Bison Calenberg), aktueller Titelverteidiger ist der RSC Cronenberg. 2021 wurde aufgrund der COVID-19-Pandemie kein Deutscher Meister ermittelt. In den Jahren 1986 und 1987 wurden die Deutschen Meisterinnen in Turnierform ermittelt, ab 1988 gab es eine 1. Liga, ab 1990 die Bundesliga. Die Spielrunden von 1983 bis 1985 gewann jeweils der MTV Celle.

Deutsche Meister nach Anzahl der Titel Pos. Verein Stadt Titel zuletztAnmerkung 1 RSC Cronenberg Wuppertal 12 2024/25 2 SC Bison Calenberg Springe 9 2023/24 davon 7 Titel als SCC Eldagsen (bis 1996) 3 ERG Iserlohn Iserlohn 8 2018/19 4 MTV Celle Celle 4 1989/90 2005 Fusion mit SV Eintracht Celle zum MTV Eintracht Celle 5 IGR Remscheid Remscheid 2 2022/23 TuS Düsseldorf-Nord Düsseldorf 2 2008/09 7 SK Germania Herringen Hamm 1 2005/06 VfL Hüls Marl 1 1996/97

Liste der Meister der DDR der Männer Im Zuge der deutschen Teilung wurde 1948 erstmals eine Ostzonen-Meisterschaft ausgespielt.Sport-Record: Übersichtsseite zu Rollsport-Meisterschaften Im gleichen Jahr nahm mit der BSG KWU Erfurt letztmals eine Mannschaft der Sowjetischen Besatzungszone an einer gesamtdeutschen Meisterschaft teil. 1953 wurde die DDR-Oberliga für den Rollhockey-Sport gegründet. 1990 wurde letztmals ein DDR-Meister ermittelt. Rekordmeister wurde die BSG Chemie Granschütz mit 18 Titeln.

DDR-Meister nach Anzahl der Titel Pos. Verein Stadt Titel zuletztAnmerkung 1 BSG Chemie Granschütz Hohenmölsen 18 1975 2 BSG Aufbau Böhlitz-Ehrenberg Leipzig 12 1988 3 BSG Empor Gera Gera 4 1956 4 BSG Chemie Ballenstedt Ballenstedt 3 1990 5 BSG Tiefbau Gera Gera 2 1979 6 SG Chemnitz-West Chemnitz 2 1948 wurde zur BSG Nagema Chemnitz, dann BSG Motor West Karl-Marx-Stadt BSG KWU Erfurt Erfurt 1 1949 wurde zum SC Turbine Erfurt BSG RFT Gera Gera 1 1950 wurde zur BSG Motor Gera BSG Motor Gera Gera 1 1951 wurde zur BSG Wismut Gera BSG Stahl WW Hettstedt Hettstedt 1 1964

Siehe auch Deutscher Rollhockey-Pokal Rollhockey-Bundesliga

Weblinks Homepage des Deutschen Rollsport und Inline-Verbandes; Sparte Rollhockey Homepage mit archivierten Tabellen und Ergebnissen

Einzelnachweise

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