Berg ist eine Streusiedlung (Zerstreute Häuser) der Ortschaft Glor-Berg in der Gemeinde Kals am Großglockner.
Geographie Berg liegt an den südseitigen Abhängen des Figerhorns im Ködnitztal. Die Ortschaft besteht aus sieben verstreut liegenden, teilweise ehemaligen, Bergbauernhöfen. Die westlichste Hofstelle von Berg ist der ehemalige Bauernhof Rangetin (Glor-Berg 9), der sich in 1547 Metern Höhe befindet. Die weiteren Gebäude der Siedlung verteilen sich entlang einer parallel zur Mautstraße Lucknerhaus führenden Straße nach Osten, wobei der Groderhof (Glor-Berg 14) und der Bauernhof Schliederler (Glor-Berg 15) den östlichen Abschluss bilden. Der Bauernhof Schliederler ist dabei der höchste Bergbauernhof der Gemeinde Kals am Großglockner. Dazwischen liegende Hofstellen sind Fritz (Glor-Berg 11), Golliseller (Glor-Berg 12), Rainer (Glor-Berg 10) und Tinkl (Glor-Berg 13).
Geschichte und Bevölkerung Die Streusiedlung Berg ist Teil der Ortschaft Glor-Berg, die bis in die 1960er Jahre nur den Namen Berg trug.Österreichisches Statistisches Zentralamt (Hrsg.): Ortsverzeichnis 1971. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 12. Mai 1971. Tirol Wien 1974, S. 67 Mitte des 19. Jahrhunderts bestand der die Streusiedlung Berg noch aus Wesentlich mehr Gebäuden als heute. So bestanden zwischen den Hofstellen Rangetin und Fritz noch zwei weitere Hofstellen, nämlich die Bauernhöfe Posidoier bzw. Lohr, die jedoch aufgegeben wurden und heute nicht mehr existieren. Zudem bestanden die meisten Hofstellen aus mehreren Gebäuden, deren Zahl jedoch durch die Aufgabe von landwirtschaftlichen Betrieben stark sank.vlg. den Franziszeischen Kataster So werden von den einst neun Bergbauernhöfen nur noch drei (Rainer, Golliseller und Schliederler) bewirtschaftet.Tiroler Rauminformationssystem, abgerufen am 24. September 2025
1890 lebten in der Streusiedlung Berg 72 Menschen in zehn Gebäuden, wobei die Höfe Rangetin und Tinkl jeweils zwei Wohngebäude umfassten und die übrigen Hofstellen je ein Wohngebäude umfassten (der Hof Lohr wird hier nicht mehr genannt und dürfte bereits verschwunden gewesen sein).k. k. statistische Central-Commission (Hrsg.): Special-Orts-Repertorium von Tirol. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1890. Wien 1893, S. 137 Für die Streusiedlung Berg finden sich erst 1923 wieder Angaben zur Größe, da dazwischen nur Zahlen für die Ortschaft Berg (zusammen mit dem Weiler Glor) ausgewiesen wurde. In diesem Jahr bestand Berg nur noch aus sieben (bewohnten) Gebäude mit 51 Einwohnern.Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Wien 1930, S. Tir. 5 Im Jahr 1951 lebten in Berg 33 Menschen in vier Gebäuden,Österreichisches Statistisches Zentralamt (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Juni 1951. Wien 1953, S. 202 Tir. 1961 wies die Statistik für Berg 24 Einwohner in vier Gebäuden auf.Österreichisches Statistisches Zentralamt (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961 nach dem Gebietsstand vom 1. Januar 1964. Wien 1965, S. T. 299 Im Jahr 1971 lebten in Berg nur noch 17 Menschen in sieben Gebäuden, 1981 waren es 17 Menschen in sechs bewohnten Gebäuden (insgesamt 10 Gebäude)Österreichisches Statistisches Zentralamt (Hrsg.): Ortsverzeichnis 1981. Tirol. Wien 1984, S. 113 und 1991 18 Menschen zehn Gebäuden (davon sechs bewohnte Gebäude). Im Jahr 1991 bestanden zudem zwei land- bzw. forstwirtschaftliche Betriebe.Österreichisches Statistisches Zentralamt (Hrsg.): Ortsverzeichnis 1991. Tirol. Wien 1993, S. 220 Seit 1991 wurden für die Streusiedlung Berg keine Einwohner- und Gebäudezahlen mehr ausgegeben, sondern nur noch für die Ortschaft Glor-Berg.
Sehenswürdigkeiten Das Tiroler Kulturkataster weist für die Streusiedlung Berg zwei Einträge aus, die Schliederlekapelle und das Wohngebäude des Bauernhofes Rainer. Bei der Schliederlekapelle handelt es sich um eine hölzerne Hofkapelle des Bauernhofes Schiederle, die im 19. Jahrhundert (nach 1859) errichtet wurde. Das Wohngebäude Rainer besitzt einen Baukern aus dem 16. Jahrhundert und wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrmals umgebaut und zuletzt 2019 substanzschonend revitalisiert. Das in Kantblockbauweise errichtete Gebäude ist giebelseitig über einen Mittelflur erschlossen und besitzt an beiden Giebelseiten vorgelagerte Söller.
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Bezirk Lienz Kategorie:Geographie (Kals am Großglockner)