Die Otto-Mortzfeld-Schule ist eine berufliche Schule in freier Trägerschaft mit dem Schwerpunkt Wirtschaft und Verwaltung in der kreisfreien Großstadt Lübeck in Schleswig-Holstein. Benannt ist sie nach ihrem Gründer Otto Mortzfeld.

Geschichte Eine Trägergesellschaft „Handelslehranstalt Mortzfeld“ begründeten 1956 Otto Mortzfeld und seine Frau Friedl Mortzfeld. Nach der Genehmigung des schleswig-holsteinischen Kultusministeriums vom 1. April 1957 als zweijährige Handelsschule und einjährige Höhere Handelsschule wurden die ersten Schüler 1957/1958 im angemieteten Schulgebäude in Lübeck, Moltkeplatz 4, aufgenommen. Am 18. Mai 1960 erhielt die Schule die staatliche Anerkennung der 2-jährigen Handelsschule und der einjährigen Höheren Handelsschule. Die Schulen erhalten damit das Recht, im Rahmen der für öffentliche Schulen geltenden Bestimmungen Zeugnisse zu erteilen und Prüfungen abzunehmen.

Am 25. Juli 1979 kam die Staatliche Genehmigung zur Errichtung zweier „Ergänzungsschulen“: einjährige Berufsgrundschule Wirtschaft und einjähriger Höherer Wirtschaftslehrgang sowie 2-jährige Berufsfachschule für Wirtschaftsassistenten mit den Schwerpunkten Sekretariat, Rechnungswesen und Organisation, Fremdsprachen. Im Jahr 1980 folgte die Staatliche Genehmigung für ein Berufsbefähigendes Jahr Wirtschaft als Berufsschule in freier Trägerschaft (Vollzeit-Berufsschule für Jugendliche ohne Ausbildungsverhältnis).

Im Jahr 1984 wurden wegen des Wachstums der Schule und die Erweiterung um EDV-Unterricht zusätzliche Räume in der Werftstraße 2 angemietet. Auch 1985 folgten mehrere Erweiterungen. Die staatliche Genehmigung der zweijährigen Berufsfachschule für Wirtschaftsassistenten, Schwerpunkt Datenverarbeitung, die 2007 anerkannt wurde, die Staatliche Genehmigung für die Errichtung und den Betrieb der Fachoberschule, Fachrichtung Wirtschaft und die Erweiterung der staatlichen Anerkennung der Berufsfachschule für Wirtschaftsassistenten auf den Schwerpunkt Sekretariat als Schulen in freier Trägerschaft. Am 30. Juni 1989 folgte die Staatliche Genehmigung des dreijährigen berufliches Gymnasiums mit wirtschaftlichem Zweig.

1994 zog die Schule um in den Gebäudekomplex Wielandstraße 2. Nur vier Jahre später wurde von der Hansestadt Lübeck das Schulgebäude in der Beethovenstraße 20 übernommen.

2005 erfolgte die Staatliche Anerkennung als berufliches Gymnasium, wirtschaftlicher Zweig – als erstem privatem beruflichem Gymnasium mit staatlicher Anerkennung in Schleswig-Holstein. 2007 kam dann die letzte Schulart hinzu: Staatliche Anerkennung der Fachoberschule, Fachrichtung Wirtschaft.

Am 28. Februar 2018 gab es den Wechsel in der Geschäftsführung durch die Übernahme der Geschäftsführung und der Anteile an der Bildungszentrum Mortzfeld gemeinnützige Schulgesellschaft mbH durch den Juristen Andreas Hagenkötter.

Zum Ende des Schuljahres 2025/2026 wird die Otto-Mortzfeld-Schule geschlossen.Zu wenige Schüler: Lübecks älteste Privatschule schließt, Lübecker Nachrichten, 19. September 2025, abgerufen am 1. Oktober 2025 Wie auch an den öffentlichen Schulen mit vergleichbarem Bildungsangebot sind die Zahlen der Schüler stark zurückgegangen. Mit den strukturbedingt rückläufigen Anmeldungen ist der Schulbetrieb nicht mehr zu finanzieren. Es kam hinzu, dass zwei Drittel der Lehrkräften zur Zeit der Schließung bereits das Rentenalter erreicht hatten bzw. erreichen würden. Die Räume werden von der Hansestadt Lübeck als Ausweichquartiere für z. B. das Carl-Jacob-Burckhardt-Gymnasium oder der Gotthard-Kühl-Schule übernommen.

Weblinks

Website der Otto-Mortzfeld-Schule Chronik der Otto-Mortzfeld-Schule Schulprogramm der Otto-Mortzfeld-Schule

Einzelnachweise

Kategorie:Privatschule in Schleswig-Holstein Kategorie:Schule in Lübeck Kategorie:Berufsbildende Schule in Schleswig-Holstein Kategorie:Bildungseinrichtungsgründung 1956