Opal Palmer Adisa (geb. 6. November 1954 in Kingston) ist eine jamaikanisch-US-amerikanische Schriftstellerin, Lyrikerin, Performance-Künstlerin und Kulturaktivistin, deren Arbeiten international rezipiert und aufgeführt werden. Im Jahr 2017 wurde sie zur Leiterin des Institute for Gender and Development Studies der University of the West Indies berufen. 2018 wurde sie am California College of the Arts als Professor Emerita ausgezeichnet.
Leben Adisa wuchs im Caymanas Estate nahe Kingston auf und veröffentlichte bereits mit 13 Jahren ihr erstes Gedicht in der Schulzeitschrift von Wolmer’s. Mit 15 Jahren zog sie in die Vereinigten Staaten und besuchte eine High School in New York City. Anschließend studierte sie unter anderem am Hunter College der City University of New York, wo sich ihr Wunsch verfestigte, Schriftstellerin zu werden. Darauf folgten zwei Masterabschlüsse an der San Francisco State University (Englisch und Drama) und ein Ph.D. in Ethnic Studies/Literature an der University of California, Berkeley. Über mehr als zwei Jahrzehnte lehrte Adisa am California College of the Arts in Oakland/San Francisco. Dort leitete sie den Bereich Ethnic Studies/Cultural Diversity und half beim Aufbau des MFA-Programms in kreativem Schreiben. 2017 kehrte sie nach Jamaika zurück und übernahm die Leitung des Institute for Gender and Development Studies an der University of the West Indies, Mona. Im Jahr darauf verlieh ihr die California College of the Arts den Status einer Professor Emerita.
Wirken Adisa veröffentlichte zahlreiche Bände mit Lyrik, Erzählungen und Romanen; zu ihren Arbeiten zählen unter anderem die Romane It Begins with Tears (1997) und Painting Away Regrets (2011). Im Jahr 2017 stellte sie die Erzählungssammlung Love’s Promise vor. Ihre Dichtung setzt bewusst Nation Language ein, wobei sie Louise „Miss Lou“ Bennett-Coverley als zentrale Einflussfigur benennt. Als Herausgeberin initiierte sie 2022 den von der UWI Press veröffentlichten Sammelband 100+ Voices for Miss Lou zum 100. Geburtstag der Volksdichterin Miss Lou. Im Oktober 2024 forderte sie als CEO des Louise Bennett-Coverley Festival, Miss Lou nicht nur als nationale Ikone zu würdigen, sondern sie als Nationalheldin zu verewigen, und regte entsprechende Erinnerungszeichen in Kingston an. Sie wurde unter anderem mit dem Pushcart Prize (1987) sowie dem PEN Oakland/Josephine-Miles Literary Award (1992) für Tamarind and Mango Women ausgezeichnet. Auch in jüngerer Zeit tritt sie regelmäßig als Autorin und Performerin in Erscheinung, etwa 2024 bei der Veranstaltung The Power of Storytelling in Kingston. Zu neueren Veröffentlichungen zählen der Gedichtband The Storyteller’s Return (2022) sowie Portia Dreams (2021), eine autorisierte Kindersachbiografie über Jamaikas ehemalige Premierministerin Portia Simpson Miller.
Einzelnachweise
Kategorie:Lyrik Kategorie:Autor Kategorie:Performancekünstler Kategorie:Kulturaktivist Kategorie:Literatur (21. Jahrhundert) Kategorie:Jamaikaner Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1954 Kategorie:Frau Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (California College of the Arts, Oakland)