Cornelia Schulz (* 15. Januar 1940 in Berlin) ist eine deutsche Bildhauerin.
Leben und Werk Cornelia Schulz ist die Tochter eines Buchhändlers. Sie machte das Abitur und heiratete 1958 den späteren Bildhauer Axel Schulz. Von 1959 bis 1963 studierte sie an der Humboldt-Universität zu Berlin Pädagogik. Als 1963 das Erdölverarbeitungswerk Schwedt die Produktion aufgenommen hatte, wurde ihr Mann, wie auch weitere bildende Künstler, nach Schwedt delegiert. Dadurch kam sie ebenfalls dorthin. Von 1963 bis 1969 arbeitete sie in Schwedt als Lehrerin, dann als Helferin in der Bildhauer-Werkstatt ihres Mannes. Dabei eignete sie sich künstlerische und handwerkliche Kenntnisse und Fähigkeiten der Bildhauerei an. Seit 1974/1975 ist sie als Bildhauerin freischaffend tätig. Ihr 1982/83 auf der IX. Kunstausstellung der DDR in Gips gezeigter Torso für V. fand besondere Anerkennung. So schrieb die Zeitschrift Einheit, die Plastik wirke „wie ein Hohelied auf das menschliche Leben“.Die Einheit, Berlin, 1983, S. 178
Ab 1967 setzte Cornelia Schulz mit ihrem Mann in Schwedt ein früheres Wirtschaftsgebäude des Jagdschlösschens im Park Monplaisier als Wohnung für sich und ihre vier Kinder und für zwei Ateliers instand. Der Schwedter Preußische Kulturverein Monplaisier e. V. erwarb das Anwesen nach ihrem späteren Auszug, verkaufte es jedoch wieder. Das Gebäude verkommt.
Cornelia Schulz lebt nun in dem Örtchen Neuentempel.
Sie war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR und wurde 1982 als Mitglied eines Kollektivs mit dem Kunstpreis des FDGB geehrt. 1994 wurde sie Mitglied des Schwedter Kunstvereins.
Rezeption In den Torsi von Cornelia Schulz „kommt gleichermaßen eine herbe Körpersprache voll sensibler und doch vitaler Anmut zum Ausdruck, die die Schönheitsideale vergangener Kunstepochen mit den bildnerischen Erfahrungen unseres Jahrhunderts und einer tiefen Emotionalität zu vereinen sucht.“Bildende Kunst, Berlin, 9/1985, S. 422
Weitere Werkbeispiele mini|Brunnen Mutter Erde von Cornelia Schulz im Stadtpark Schwedt Erdkugel (1972, Brunnenplastik, Bronze; Berlin, Gelände des damaligen Pionierpalasts „Ernst Thälmann“; weitere Exemplare in Eisenhüttenstadt und Schwedt; mit Axel Schulz) Trauer (um 1983, Gips für Bronze, 220 cm)Abbildung in Bildende Kunst, Berlin, 9/1985, S. 421 Brunnen Mutter Erde (1989 Figur Mutter mit Kind, Bronze, Höhe 180 cm; 2010 Bronzeplastiken Kleines Reptil, Hase und Vögelchen, Skulpturen Löwe aus roter Mainsandstein und Elefant aus Marmor, Stadtpark Schwedt)Brunnen. In: schwedt.eu. (vgl. Bildbeschreibung). Abgerufen am 24. September 2025.
Ausstellungen (unvollständig)
Einzelausstellungen 2015: Schwedt, Galerie am Kietz („Axel und Cornelia Schulz – Letzte Schwedter Ausstellung“)
Teilnahme an zentralen und wichtigen regionalen Ausstellungen in der DDR 1976, 1979 und 1985: Frankfurt/Oder, Bezirkskunstausstellungen 1977/1978, 1982/1983 und 1987/1988: Dresden, VII., IX. und X. Kunstausstellung der DDR 1984: Gera, Bezirkskunstausstellung 1979/1980: Dresden, Albertinum („Junge Bildhauerkunst der DDR“) 1983/1984: Magdeburg, Museum Kloster Unser Lieben Frauen („Junge Bildhauer der DDR“) Teilnahme an weiteren Ausstellungen 2022: Berlin-Lichtenberg, Ratskeller-Galerie („HORIZONTE – Sechs Künstler*innen sehen die Uckermark“)Ausstellung HORIZONTE in der Ratskeller-Galerie: Sechs Künstlerinnen und Künstler aus der Uckermark - Berlin.de
Literatur
Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 867
Weblinks
Einzelnachweise
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