shyftplan ist ein Onlinedienst für Personalmanagement, der vom Berliner Unternehmen shyftplan GmbH vorrangig für Großunternehmen in der herstellenden Industrie entwickelt wird. shyftplan unterstützt die Automatisierung von Prozessen in der Schichtarbeit, der Personalbedarfsplanung und dem Management von Qualifikationen.

Historie Die Gründer Jan-Martin Josten und John Nitschke erhielten im August 2012 das Exist-Gründerstipendium und gründeten damit das Unternehmen Pijajo. Im September 2013 erhielten sie eine weitere Förderung durch das Land Berlin.

Im November 2014 folgte eine weitere Finanzierungsrunde, in deren Verlauf das Unternehmen in shyftplan umbenannt wurde. Eine weitere Finanzierungsrunde fand im Jahr 2017 statt. Frühe Investoren waren, nach initialer Unterstützung als Ausgründung der Freien Universität Berlin, unter anderem die Investitionsbank Berlin und Kizoo Technology Ventures.

2019 zählte die Software über 130.000 Nutzer, darunter mehrere DAX-Konzerne. 2021 folgte eine Series-A Finanzierung von sieben Millionen Euro, an der sich unter anderem die Deutsche Invest Venture Capital (DIVC) beteiligte. Im Jahr 2022 gewann die Agentur Doop den Indigo Design Award für das Rebranding von shyftplan.

Seit Juli 2024 ist der Münchener Tech-Investor Maguar Capital Hauptgesellschafter von shyftplan. Im August 2025 traten die Industriemanager Britta Giesen (u. a. Pfeiffer Vacuum, Aufsichtsratsmitglied Rheinmetall AG) und Jürgen Brandes (u. a. Siemens AG, Schaltbau Holding AG) dem Beirat von shyftplan bei.

Technische Infrastruktur Die Software zur Schichtplanung wurde überwiegend mit dem Webframework Ruby on Rails entwickelt und ist als webbasierte Software-as-a-Service-Anwendung (SaaS) realisiert. Sie erfordert keine lokale Installation auf Endgeräten oder On-Premise Servern, sondern wird ausschließlich über einen Webbrowser oder mobile Apps für iOS und Android genutzt. Aktualisierungen, Wartungen und neue Funktionen werden zentral bereitgestellt, ohne dass die Nutzer selbst technische Anpassungen vornehmen müssen.

Personenbezogene Daten, darunter beispielsweise Adress- und Kontaktdaten, werden in der Cloud gespeichert. Die Server, auf denen diese Daten abgelegt werden, befinden sich in Deutschland und unterliegen somit den Bestimmungen des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) sowie der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Zusätzlich ist shyftplan sowohl mit ISO 27001 als auch SOC 2 Typ II konform und entsprechend zertifiziert.

Schnittstellen und Integrationen Seit Anfang 2017 ist shyftplan offizieller Partner von SAP. Über eine Standardschnittstelle kann die Software in SAP-Lösungen wie APO, HCM und SuccessFactors integriert werden. Darüber hinaus bestehen weitere Integrationen zu HR-Tools wie Personio und VEDA.

Einzelnachweise

Kategorie:Onlinedienst