mini|Markmandshuset mit einer Informationstafel und Sitzbänken Misthusum war ein Dorf, das vom 13. Jahrhundert bis etwa 1800 in der Ballummarsch östlich des alten Arms des Brede Å (oder Gammelå) an der damaligen Mündung des Brede Å sowie westlich von Skærbæk lag (etwa dort, wo heute der Rømødæmningen zur Insel Rømø führt).

Geschichte Die Bauernhöfe des Dorfes befanden sich auf acht künstlich angelegten Erhebungen (Warften). Bei der Burchardiflut im Jahr 1634 wurde das Dorf vollständig zerstört und 44 Einwohner ertranken. Die Bauernhöfe wurden wieder aufgebaut, doch nach und nach zogen die Bewohner weiter landeinwärts. Noch 1781 lebten hier 13 Familien, 1811 war der Ort völlig verlassen. Ausgrabungen in den 1930er Jahren haben gezeigt, dass sie aus der Zeit um 1200 stammen. mini|Inneneinrichtung des Markmandshuset mit Infotafeln Auf dem nördlichsten Hof steht ein kleines Haus aus dem Jahr 1809, genannt Markmandshuset (Markman-Haus), das aus den Überresten der Bauernhöfe erbaut wurde. Es diente im Sommer als Unterschlupf für die Männer, die während der Sommermonate das Vieh auf den Weiden hüteten.

Misthusum erreicht man über Den Svorne Vej (Der Geschworene Weg) von Skærbæk aus. Der Name entstand aus einer Sage, in der die Bauern von Misthusum durch einen Meineid versuchten, ein Wegerecht zu erschleichen. Der Schwur führte jedoch dazu, dass die Beteiligten starben und ihre Geister am Weg lebten.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Historische Siedlung Kategorie:Geographie (Tønder Kommune)